Ausgabe 40/2025

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Mittwoch, 01. Oktober 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

postoperatives Vorhofflimmern (POAF) gehört zu den häufigsten Komplikationen nach einer Herzoperation. Eine genauere Vorhersage, welche Patienten im Anschluss an einen operativen Eingriff ein POAF entwickeln werden, kann zur gezielten Überwachung sowie der Einleitung präventiver Strategien beitragen. Klassische Risikofaktoren für ein POAF sind neben Alter, Geschlecht und Gewicht auch Vorerkrankungen, eine genetische Disposition sowie operationsbedingte Risikofaktoren.

Im „European Heart Journal“ berichten Wissenschaftler aus Göttingen und Heidelberg nun von einem neuen Risikofaktor, der zusätzlich zu den klassischen klinischen Prädiktoren die POAF-Vorhersage verbessern kann: die Kalziumverarbeitung in Kardiomyozyten des rechten Vorhofs. Sie sehen in ihren Ergebnissen „das Potenzial der Einbeziehung funktioneller Zelldaten in klinische Risikomodelle“.

Was zunächst vielversprechend klingen mag, würde in der klinischen Praxis aber definitiv an der Umsetzung scheitern. Während sich die üblichen Risikofaktoren relativ leicht bestimmen lassen, ist die Bestimmung der intrazellulären Kalziumverarbeitung deutlich komplizierter. Zunächst bedarf es einer Myokardbiopsie, woraus im Labor einzelne Zellen isoliert werden, an denen anschließend per Patch-Clamp-Methode der Kalziumstrom bestimmt wird. Somit mag die Studie einen spannenden Einblick in die Mechanismen der POAF-Entwicklung geben, einen neuen, in der Praxis anwendbaren Risikomarker liefert sie aber wohl eher nicht (was die Autoren in ihrer Diskussion auch selbst einräumen).

Lesen Sie weitere spannende Meldungen aus der Kardiologie im heutigen Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Eine gute Restwoche wünscht Ihnen




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Messung myokardialer Kalziumströme zur Vorhersage von postoperativem Vorhofflimmern

Messung myokardialer Kalziumströme zur Vorhersage von postoperativem Vorhofflimmern

Forschende aus Göttingen und Heidelberg haben herausgefunden, dass die Kalziumverarbeitung in Herzmuskelzellen Aufschluss darüber gibt, wie hoch das Risiko von Herzrhythmusstörungen nach Herzoperationen ist.

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CTEPH-Risiko nach Lungenembolie erkennen

Haben Sie Patienten mit einer akuten Lungenembolie (LE)? Dann sollten Sie wachsam bleiben, denn Patienten können nach einer LE eine chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) entwickeln. Lesen Sie hier, welche Patienten ein hohes Risiko für CTEPH haben und wie Sie die CTEPH behandeln.

Fachinformation

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Leben im Grenzgebiet: Deutsche haben kürzere Lebenserwartung als westeuropäische Nachbarn

Eigentlich sind die Bevölkerungsstrukturen beidseits der deutschen Grenzen zu westeuropäischen Ländern häufig relativ ähnlich. Dennoch gibt es in einem Punkt oft einen bemerkenswerten Unterschied.

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Vorhofflimmern: Präzise DOAC-Dosierung im Fokus

Eine leitliniengerechte Antikoagulation senkt bei Vorhofflimmern das Schlaganfallrisiko deutlich – doch nur, wenn die Dosierung stimmt. Unterdosierung kann die Wirksamkeit erheblich mindern. Erfahren Sie, wie Edoxaban (Lixiana®) mit klaren Dosisreduktionsempfehlungen, einmal täglicher Gabe und robuster Evidenz eine sichere, effektive und praxisgerechte Option bietet.

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Ein Drittel der Deutschen konsumiert Alkohol in gesundheitlich bedenklicher Menge

Ein Drittel der Deutschen konsumiert Alkohol in gesundheitlich bedenklicher Menge

Deutschland gilt mit Blick auf Alkohol als Hochkonsumland. Das bestätigt auch eine aktuelle Erhebung des Robert Koch-Instituts. Drei oder mehr alkoholische Getränke pro Woche sind demnach eher die Regel als die Ausnahme.

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Langzeitergebnisse der DanGer Shock Studie

Neue Langzeitergebnisse der DanGer Shock RCT, veröffentlicht im New England Journal of Medicine, bekräftigen ursprüngliche 6-Monats-Daten und bestätigen Überlebensvorteil von Patienten, die mit einer Impella CP® Herzpumpe behandelt wurden, auch im 10-Jahres-Verlauf.*1,2  

Referenzen

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Typ-2-Diabetes: Tirzepatid verbessert kardiovaskuläre Outcomes

Der duale Agonist Tirzepatid kann das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung genauso effizient senken wie Dulaglutid. Das zeigen die Ergebnisse aus einer Head-to-Head-Vergleichsstudie, die kürzlich auf der Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Wien (Österreich) gezeigt wurden.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Sotatercept bei pulmonal-arterieller Hypertonie innerhalb des ersten Jahres nach der Diagnose.
N Engl J Med 30.09.2025.

Prospektive Kohortenstudie: Zusammenhang zwischen Körperzusammensetzung und kardiometabolischen Ergebnissen.
Ann Intern Med 30.09.2025.

Einfluss geomagnetischer Störungen auf Herzinfarkte bei Frauen und Männern in Brasilien.
Commun Med 2025;5(1):247.

 
 
 
Pionierprojekt QuantumCardiology-AI: Quantensensorik und KI für verbesserte Herzdiagnostik

Pionierprojekt QuantumCardiology-AI: Quantensensorik und KI für verbesserte Herzdiagnostik

Im November startet an der Humboldt-Universität zu Berlin und der MSB Medical School Berlin das Projekt QuantumCardiology-AI, das Künstliche Intelligenz (KI) und Quantensensorik für die Herzdiagnostik verbindet.

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PANORAMA:

Erst zum Hausarzt, dann zum Spezialisten – so soll künftig die Reihenfolge aussehen. Die Kassenärzte schlagen nun eine Alternative vor.
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Seit 1. September 2025 ist PD Dr. Constanze Pfitzer wissenschaftliche Direktorin des Nationalen Registers für angeborene Herzfehler am Kompetenznetz Angeborene Herzfehler. Sie appelliert an die Politik, die finanzielle Förderung des Registers nicht einzustellen.
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Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, wurde jüngst das neue Kardiologische Interventions-Centrum feierlich eröffnet. Es vereint Kinder- und Erwachsenen-Kardiologie unter einem Dach.
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TERMINE:

Hämostaseologiekurs 2025
7.–8. Oktober 2025
Wien, Österreich

1. DACH-Symposium für psychokardiologische Rehabilitation
9.–10. Oktober 2025
Wien, Österreich

34. Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft
9.–11. Oktober 2025
Essen

DGK.Kardiale Bildgebung 2025
6.–8. November 2025
Köln

 
 

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