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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kardiologie,
Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes, Übergewicht und hohe Cholesterinwerte sind bekanntermaßen die „Big Five“ der kardiovaskulären Risikofaktoren. Bei 50-Jährigen mit allen fünf Risikofaktoren tritt im Durchschnitt mehr als zehn Jahre früher ein Herz-Kreislauf-Ereignis auf (Frauen: 13,3 Jahre; Männer: 10,6 Jahre) als bei Gleichaltrigen ohne diese Risikofaktoren. Auch die Lebenserwartung sinkt: Bei Frauen um rund 14,5 Jahre, bei Männern um 11,8 Jahre. Das zeigen jüngst auf der Jahrestagung des American College of Cardiology präsentierte Studienergebnisse unter Leitung deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Die Studie gibt jedoch Anlass zur Hoffnung. So lohnt es sich auch im Alter noch, die Risikofaktoren zu bekämpfen – besonders große Hebel sind hier Bluthochdruck und das Rauchen. Wer diese beiden Faktoren mit 55–60 Jahren in den Griff kriegt, kann wertvolle Lebensjahre zurückgewinnen. Was die Erkenntnisse für die politischen Maßnahmen zur kardiovaskulären Prävention in Deutschland bedeuten, erfahren Sie im heutigen Top-Beitrag.
Vor etwa einem halben Jahr erschien die Nationale VersorgungsLeitlinie zur chronischen koronaren Herzerkrankung (KHK). Unter den mehr als 20 unterzeichnenden Institutionen sucht man jedoch zwei Namen vergebens: Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). In einem jüngst veröffentlichten konsentierten Positionspapier erläutern die Fachgesellschaften – mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) – die Kritik an der NVL Chronische KHK, die sie zu diesem bislang beispiellosen Schritt bewegt hat.
Lesen Sie diese und weitere spannende Meldungen aus der Kardiologie im heutigen Newsletter. Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen
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