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Liebe Leserinnen und Leser,
der Sommer neigt sich dem Ende zu. Was bleibt, sind Rekordstatistiken, die von Höchsttemperaturen, einer Vielzahl an Hitzetoten, großer Trockenheit und damit einhergehend großflächigen Waldbränden vor allem im Süden Europas zeugen. Dabei sind Waldbrände nicht nur hinsichtlich der Zerstörung von Flora, Fauna und des Lebensraums von Tier und Mensch problematisch.
Bei einem Waldbrand entstehen große Mengen organischer Aerosole, Ruß und polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe. Der damit einhergehende Feinstaub ist auf lange Sicht hinsichtlich des Schlaganfallrisikos bei Senioren sogar gefährlicher als der Feinstaub aus anderen Umweltquellen, zeigt eine US-Kohortenstudie im „European Heart Journal“.
Aber auch der „übliche“ Feinstaub ist bei Hypertonie-Patienten mit negativen gesundheitlichen Konsequenzen (vermehrte hypertoniebedingte Klinikeinweisungen) assoziiert, wie eine weitere US-Kohortenstudie offenbart – und zwar bereits bei geringen Feinstaubkonzentrationen. Akut erhöhte PM2,5-Werte steigern zudem das Mortalitätsrisiko in dieser Patientenpopulation – insbesondere bei jenen mit kombinierten Herz- und Nierenerkrankungen, verdeutlicht eine Analyse von mehr als 2,1 Millionen Verstorbenen aus China.
Es bleibt zu hoffen, dass mit den nun sinkenden Temperaturen nicht auch die – ehrlicherweise sowieso nur recht spärlich geführte – politische Debatte bezüglich Klima- und Hitzeschutz wieder abkühlt. Der nächste Rekordsommer kommt bestimmt.
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