Ausgabe 36/2026

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Mittwoch, 02. September 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

der Sommer neigt sich dem Ende zu. Was bleibt, sind Rekordstatistiken, die von Höchst­tempera­turen, einer Vielzahl an Hitzetoten, großer Trockenheit und damit einhergehend großflächigen Waldbränden vor allem im Süden Europas zeugen. Dabei sind Waldbrände nicht nur hinsichtlich der Zerstörung von Flora, Fauna und des Lebensraums von Tier und Mensch problematisch.

Bei einem Waldbrand entstehen große Mengen organischer Aerosole, Ruß und polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe. Der damit einhergehende Feinstaub ist auf lange Sicht hinsichtlich des Schlaganfallrisikos bei Senioren sogar gefährlicher als der Feinstaub aus anderen Umwelt­quellen, zeigt eine US-Kohortenstudie im „European Heart Journal“.

Aber auch der „übliche“ Feinstaub ist bei Hypertonie-Patienten mit negativen gesundheitlichen Konsequenzen (vermehrte hypertoniebedingte Klinikeinweisungen) assoziiert, wie eine weitere US-Kohortenstudie offenbart – und zwar bereits bei geringen Feinstaubkonzentrationen. Akut erhöhte PM2,5-Werte steigern zudem das Mortalitätsrisiko in dieser Patientenpopulation – insbesondere bei jenen mit kombinierten Herz- und Nierenerkrankungen, verdeutlicht eine Analyse von mehr als 2,1 Millionen Verstorbenen aus China.

Es bleibt zu hoffen, dass mit den nun sinkenden Temperaturen nicht auch die – ehrlicherweise sowieso nur recht spärlich geführte – politische Debatte bezüglich Klima- und Hitzeschutz wieder abkühlt. Der nächste Rekordsommer kommt bestimmt. 




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Waldbrandrauch erhöht Schlaganfallrisiko bei Senioren deutlicher als Feinstaub aus anderen Quellen

Waldbrandrauch erhöht Schlaganfallrisiko bei Senioren deutlicher als Feinstaub aus anderen Quellen

Eine aktuelle nationale Kohortenstudie an rund 25 Millionen Medicare-Versicherten aus den USA zeigt, dass eine langfristige Exposition gegenüber Feinstaub der Partikelgröße PM2,5 aus Waldbränden mit einem signifikant erhöhten Schlaganfallrisiko bei älteren US-Bürgern verbunden ist.

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    Advertorial    
 
 

Die RACE-Studie kurz zusammengefasst

Die Broschüre „Die PH im Blick. RACE-Studie: Wirksamkeit und Sicherheit von ADEMPAS vs. BPA bei inoperabler CTEPH“ gibt einen Überblick über die RACE-Studie, in der die Wirksamkeit und Sicherheit der pulmonalen Ballonangioplastie und Adempas® bei Patienten mit inoperabler CTEPH untersucht wurde.

Fachinformation Adempas®

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Auch niedrige Feinstaubwerte bergen ein unterschätztes Risiko für Menschen mit Hypertonie

Eine Studie aus den USA deutet an, dass selbst eine niedrige Belastung mit Feinstaub der Partikelgröße PM2,5 bereits negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen mit Hypertonie haben kann.

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Luftverschmutzung als akuter Trigger für die Hypertonie-Mortalität

Luftverschmutzung als akuter Trigger für die Hypertonie-Mortalität

Kurzfristige Luftverschmutzung gilt als bekannter Trigger für kardiovaskuläre Ereignisse. Eine aktuelle Studie aus China zeigt nun: Bei Hypertonikern steigt das Sterberisiko umso stärker, je weiter ihre Herz- und Nierenerkrankung fortgeschritten ist. Am höchsten ist es bei Patienten mit kombiniertem kardiorenalen Versagen.

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Zahnseidenutzung mit geringerem Risiko für Schlaganfall und Vorhofflimmern assoziiert

Regelmäßige Zahnseidenutzung könnte das Risiko für Schlaganfälle und Vorhofflimmern verringern. Eine große Kohortenstudie liefert neue Hinweise auf den Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Globale, regionale und nationale Prognosen zur durch Hitzewellen bedingten Todeslast unter verschiedenen Szenarien des Klimawandels, der Urbanisierung, der Anpassungsmaßnahmen und des Bevölkerungswachstums.
EBioMedicine 2026;131:106419.

Neutrophile zeigen bei Patienten mit chronischem Koronarsyndrom eine verzögerte spontane Apoptose und eine Resistenz gegenüber der durch regulatorische T-Zellen induzierten Apoptose.
Arterioscler Thromb Vasc Biol 2026;46(8):e324652.

Antithrombotische Behandlung von Migräne bei Patienten mit offenem Foramen ovale: Multizentrische, randomisierte, aktiv kontrollierte, offene Studie.
BMJ 2026;394:e100103.

 
 
 
Phthalate mit erhöhtem Blutdruck in der Schwangerschaft assoziiert

Phthalate mit erhöhtem Blutdruck in der Schwangerschaft assoziiert

Laut einer im „Journal of the Endocrine Society“ veröffentlichten Studie können Phthalate, die unter anderem in Kunststoffen, Körperpflegeprodukten und zahlreichen weiteren Konsumgütern enthalten und hormonell wirksam sind, zu Bluthochdruck in der Schwangerschaft beitragen.

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PANORAMA:

Ein Forschungskonsortium unter Leitung der Medizinischen Hochschule Hannover möchte eine neue Plattform entwickeln, um die Kardiotoxizität von Arzneimitteln in einer frühen Entwicklungsphase zu testen. Anstelle von Tierversuchen, setzen sie auf Herzorganoide.
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Ausländische Ärzte sind für Deutschland unverzichtbar, sagt Ärztepräsident Reinhardt. Und er stellt sich damit gegen Forderungen der AfD.
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Die Bundesregierung plant in Zusammenhang mit dem Sparpaket für stabile Kranken­kassen­­beiträge die Einführung einer Zuckersteuer. Zuletzt wurde bekannt, dass die geplante Abgabe mehr Produkte betreffen könnte als ursprünglich angenommen. Wie Lars Klingbeil nun klarstellte, sei nichts davon bereits entschieden.
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TERMINE:

Köln Cardiovascular Summit
18.–19. September 2026
Köln

Düsseldorf Valve
19. September 2026
Düsseldorf

42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin
23.–26. September 2026
Frankfurt am Main

DGK-Herztage
24.–26. September 2026
Hamburg

 
 

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