Ausgabe 10/2026

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Mittwoch, 04. März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

nicht überraschend, aber nun mit konkreten Daten unterfüttert, zeigt eine europäische Registerauswertung den Drehtüreffekt vieler Patienten mit Herzinsuffizienz: Demnach werden zwischen 36 und 44 Prozent der Patienten, die aufgrund einer akuten Herzinsuffizienz ins Krankenhaus müssen, im Folgejahr rehospitalisiert – die Wahrscheinlichkeit steigt mit sinkender Ejektionsfraktion.

Diese Zahlen verdeutlichen eindrücklich den weiterhin hohen ungedeckten Bedarf an wirksamen Strategien zur Reduktion von Rehospitalisierungen und Mortalität. Trotz leitliniengerechter Pharmakotherapie, verbesserter Device-Therapien und strukturierter Nachsorgeprogramme gelingt es bislang nicht ausreichend, die vulnerable Phase nach einer Dekompensation nachhaltig zu stabilisieren. Die Herausforderung bleibt multifaktoriell – medizinisch, organisatorisch und sektorenübergreifend.

Vermeiden lässt sich ein stationärer Aufenthalt mittlerweile offenbar im Zusammenhang mit einer Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) – zumindest bei ausgewählten Patienten. Darauf deuten Daten, die kürzlich auf dem EAPCI Summit 2026 in München präsentiert wurden. Dr. Krishnarpan Chatterjee vom James Cook University Hospital in Middlesbrough (Großbritannien) berichtete, dass an seiner Klinik durch sorgfältige Patientenauswahl jeder Fünfte nach einem TAVI-Eingriff erfolgreich am selben Tag entlassen werden konnte. Neben weniger nosokomialen Infektionen und einem niedrigeren Delirrisiko könnte die ambulante TAVI auch einen Vorteil mit Blick auf die immer knapper werdenden Gesundheitsressourcen bieten.

Der Ansatz zeigt exemplarisch, dass selbst bei komplexen strukturellen Herzeingriffen neue Versorgungsmodelle denkbar sind. Ob sich daraus ein breiter Paradigmenwechsel entwickelt, wird von weiteren Daten, klaren Sicherheitsnachweisen und nicht zuletzt von gesundheitsökonomischen und regulatorischen Rahmenbedingungen abhängen.

Eine informative Lektüre und eine frühlingshafte Restwoche wünscht Ihnen




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Herzinsuffizienz: Viele Patienten landen mehrfach im Krankenhaus

Herzinsuffizienz: Viele Patienten landen mehrfach im Krankenhaus

Patienten mit akuter Herzinsuffizienz kommen oft nicht nur einmal ins Krankenhaus: Besonders betroffen von diesem Drehtüreffekt sind jene Menschen, die aufgrund einer akuten HFrEF in die Klinik eingeliefert werden.

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Nustendi®: 5 Jahre klinische Erfahrung im Lipidmanagement

Seit 2020 ist die Fixkombination Bempedoinsäure/Ezetimib (Nustendi®) in Deutschland verfügbar. Mit über 500.000 mit Bempedoinsäure behandelten Patient:innen in Europa und klarer Empfehlung im ESC/EAS Focused Update 2025 der Dyslipidämie-Leitlinie stellt sie ein langjährig erprobtes orales Add-on zu Statin bei unzureichender LDL-C-Senkung sowie eine wirksame Alternative bei Statin-Intoleranz dar.

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Nach TAVI: Entlassung am Tag des Eingriffs ist bei ausgewählten Patienten sicher

Zur Behandlung einer Aortenklappenstenose wird heute oft die Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) als minimalinvasives Verfahren eingesetzt. Offenbar ist diese bei einem Teil der Patienten sogar als ambulanter Eingriff möglich.

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MHT und aHUS: Behalten Sie das Gesamtbild
im Auge

Tritt eine maligne Hypertonie (MHT) in Kombination mit einer TMA auf, kann aHUS zugrunde liegen.1,2 aHUS-Patient:innen mit MHT profitieren von der zielgerichteten Therapie mit Ultomiris®, einem Komplementinhibitor, der das terminale Komplement sofort und zuverlässig blockt.3–5 Das Risiko für ein chronisches Nierenerversagen oder Tod wird damit deutlich gesenkt.4

Referenzen

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Molekularer Schalter für Makrophagen-Polarisierung nach Herzinfarkt entdeckt

Molekularer Schalter für Makrophagen-Polarisierung nach Herzinfarkt entdeckt

M1-Makrophagen sind an der kardialen Fibrosierung nach akutem Myokardinfarkt beteiligt. Wissenschaftler aus Hannover entdeckten die zirkuläre RNA circHIPK2 als wichtigen molekularen Schalter, der die entzündungsfördernden Prozesse in den Immunzellen reguliert.

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Post-hoc-Analyse zu STELLAR

Eine explorative Analyse untersuchte Daten aus Rechtsherzkatheteruntersuchungen und Echokardiografie der STELLAR-Studie, um die Auswirkungen von Sotatercept auf Hämodynamik und Herzfunktion besser zu verstehen. Neugierig auf die möglichen Vorteile durch Sotatercept?

Fachinformation

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Genetischer Zusammenhang zwischen Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck

Zwischen Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck besteht offenbar ein genetischer Zusammenhang, wie eine neue Studie zeigt. Dennoch liegen den Komorbiditäten keine einheitlichen Mechanismen zugrunde.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Die Mundgesundheit im Kindesalter steht im Zusammenhang mit dem Auftreten von atherosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Erwachsenenalter
Int J Cardiol 2026;448:134151.

GLP-1 aktiviert KATP-Kanäle in koronaren Perizyten als Effektor der Hirn-Darm-Herz-Signalübertragung und vermittelt so einen kardioprotektiven Effekt
Nat Commun, 14.02.2026

Veränderungen bei der Organspende nach Kreislaufstillstand in den Vereinigten Staaten
JAMA 26.02.2026

 
 
 
Forschende entschlüsseln „Fingerabdruck“ eines Gendefekts, der Herzfehler verursacht

Forschende entschlüsseln „Fingerabdruck“ eines Gendefekts, der Herzfehler verursacht

Humangenetiker der Universitätsmedizin Oldenburg haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sie überprüfen können, ob ein Defekt am Gen NOTCH1 für einen angeborenen Herzfehler verantwortlich ist. Mit diesem Wissen können nicht nur zuverlässigere Diagnosen gestellt werden, sondern Betroffene erhalten auch Antwort auf die Frage, ob der Herzfehler voraussichtlich vererbbar ist.

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PANORAMA:

Prof. Anselm Uebing, Direktor der Klinik für angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie des UKSH, Campus Kiel, ist neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und Angeborene Herzfehler (DGPK).
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Eine Umfrage zeigt: 60 Prozent der Menschen in Deutschland befürworten eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke. Besonders hoch ist die Zustimmung bei älteren Menschen.
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Auf dem CDU-Bundesparteitag wurde die Forderung nach einer Zuckersteuer auf Softdrinks und dem Verkaufsverbot von Energy-Drinks an unter 16-Jährige aus Schleswig-Holstein abgelehnt. Doch der Landesverband gibt nicht auf.
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TERMINE:

Angiologie trifft Gefäßchirurgie, Kontroversen in der Gefäßmedizin
20.03.–21.03.2026
Weinheim

ESC Acute CardioVascular Care 2026
20.03.–21.03.2026
Lissabon (Portugal)

25th European Congress of Physical and Rehabilitation Medicine
23.03.–26.03.2026
Krakau (Polen)

American College of Cardiology 75th Annual Scientific Session & Expo
28.03.–30.03.2026
New Orleans (USA)

 
 

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