Ausgabe 45/2025

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Mittwoch, 05. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

die nicht invasive Diagnostik der Koronaren Herzkrankheit (KHK) wird immer feiner – doch nicht jede neue Methode hält, was sie verspricht. Bei Verdacht auf eine obstruktive KHK wird bei Patienten mit mittlerer Vortestwahrscheinlichkeit die Untersuchung mittels nicht invasiver Funktionstests empfohlen. Dazu gehören die Stressechokardiographie, das Einzelphotonenemissions-CT (SPECT) basierend auf der Szintigraphie sowie eine kardiale Magnetresonanztomographie (MRT). Im Vergleich zur morphologischen Beurteilung mittels CT-Koronarangiographie (CCTA) ermöglichen diese eine funktionelle Beurteilung möglicher Stenosen und damit eine gute Abschätzung von deren hämodynamischer Relevanz.
Nun hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im Auftrag des G-BA eine Nutzenbewertung der kardialen MRT im Vergleich zur SPECT durchgeführt. Dabei wurde für die kardiale MRT eine mindestens vergleichbare diagnostische Güte ermittelt. Da die kardiale MRT im Vergleich zur SPECT ohne Strahlenbelastung auskommt, ergibt sich nach Ansicht des IQWiG ein Vorteil für die Patienten und somit ein Anhaltspunkt für einen höheren Nutzen. „Die MRT erweitert das Spektrum der diagnostischen Möglichkeiten bei KHK-Verdacht in sinnvoller Weise“, resümiert Projektleiterin Martina Lietz.
Als alles andere als nützlich zur Diagnostik einer KHK beurteilte das IQWiG hingegen die Phonokardiographie. Einem im April dieses Jahres veröffentlichten Report zufolge ist die Methode nicht geeignet, eine KHK sicher auszuschließen und damit eine weitere Folgediagnostik unnötig zu machen. In der Konsequenz hat der G-BA nun beschlossen, dass die Phonokardiographie in dieser Indikation nicht zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung erbracht werden darf.
Es bleibt festzuhalten, dass längst nicht jede innovativ erscheinende Methode auch einen klinischen Nutzen bringt. Die Kunst bleibt, für jeden Patienten das passende diagnostische Werkzeug zu wählen – evidenzbasiert, individuell und mit Blick auf das, was wirklich nützt.
Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen,




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
IQWiG: Kardiale MRT ist sinnvolle Ergänzung zur bisherigen KHK-Diagnostik

IQWiG: Kardiale MRT ist sinnvolle Ergänzung zur bisherigen KHK-Diagnostik

Zur funktionellen Diagnostik bei KHK liefert die kardiale MRT laut IQWiG Ergebnisse vergleichbarer Qualität wie die SPECT – allerdings ohne Strahlenbelastung für die Betroffenen.

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Kardiale Amyloidose: Was für Patient:innen
wirklich zählt

Nur Tafamidis 61 mg (Vyndaqel®)* reduziert die Gesamtmortalität signifikant nach 30 Monaten**, 1 und bewahrt die Lebensqualität bereits nach 6 Monaten**, 2 mit anhaltendem Vorteil über mehr als 5 Jahre.‡,#, 3,4 Erfahren Sie mehr zu den Vorteilen der 1x tgl. oralen Therapie!1

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KHK-Diagnostik: G-BA schließt Phonokardiographie aus dem Leistungskatalog aus

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, dass die Phonokardiographie zur Diagnose der Koronaren Herzkrankheit (KHK) nicht zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung erbracht werden darf – weder im ambulanten, noch im stationären Setting.

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Adipositas-Therapie mit Real-World-Evidenz1,*,§

In der Real-World-Studie STEER konnte Wegovy® bei Menschen mit etablierter CVD und Adipositas oder Übergewicht eine RRR von bis zu 57 % für schwere kardiovaskuläre Ereignisse (rMACE-3#) vs. Tirzepatid° erreichen1,§,* – und die eindrucksvollen RWE-Daten der SCORE-Studie2 zur signifikanten RRR von 57 % für rMACE-3 und 86 % für die Gesamtmortalität** ergänzen.

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Peripartale Herzschwäche: „Lancet“-Übersichtsartikel informiert über neuesten Stand

Peripartale Herzschwäche: „Lancet“-Übersichtsartikel informiert über neuesten Stand

Ein neuer Übersichtsartikel in der Fachzeitschrift „The Lancet“ zur peripartalen Herzschwäche (PPCM) soll die ärztliche Community und Hebammen auf den neuesten Stand bringen.

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Neue Analyse mit Daten aus dem
FDA-Sentinel-System

Bradley et al. analysierten Daten aus dem Versorgungsalltag (anhand der Daten aus dem FDA-Sentinel-System) zu ELIQUIS® und Rivaroxaban bei nvVHF*-Patient:innen unter 65 Jahren. In unserer Studienübersicht finden Sie alle wichtigen Infos übersichtlich aufbereitet und ergänzt um die Analyse von Graham et al. zu nvVHF*-Patient:innen ab 65 Jahren.

Fachinformation ELIQUIS®

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Kardiovaskuläres Risiko bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes im Vergleich

Neue Daten zum kardiovaskulären Risiko bei Diabetes sind nach Ansicht der Stiftung Diabetes/Herz/Gefäße (DHG) ein Weckruf für eine bessere Früherkennung und Behandlung.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
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UNKLARE LVH: EIN HINWEIS AUF MORBUS FABRY?

Die unklare linksventrikuläre Hypertrophie (LVH) oder hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) Ihrer Patient*innen könnte ein Hinweis auf Morbus Fabry sein!1

Eines der am häufigsten betroffenen Organe bei Morbus Fabry ist das Herz. Ungefähr 1 von 100 Männern und Frauen mit LVH oder HCM könnte an Morbus Fabry erkrankt sein.*,** Zur Sicherung der Diagnose können Untersuchungen wie EKG, Echokardiographie oder MRT und ein Trockenbluttest angewandt werden.

Referenzen

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Grippe und COVID erhöhen Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko

Grippe und COVID erhöhen Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko

Herzinfarkt nach Grippe? Neue Zahlen zeigen, wie stark manche Infektionen das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen – und wie Impfungen schützen können.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 

Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Die funktionelle Landschaft der Kodierungsvariation im LDLR-Gen für familiäre Hypercholesterinämie.
Science 30.10.2025

Geruchssinn und Koronare Herzkrankheit.
JAMA Otolaryngol Head Neck Surg 30.10.2025.

Eine praktische Überprüfung und Feedback-Umfrage zur Bewertung von Studenten, die anhand von physischen Präparaten im Vergleich zu 3D-Modellen des externen Herzens unterrichtet wurden.
Front Digit Educ 2025;2:27.

 
 
 

PANORAMA:

Am Universitätsklinikum Heidelberg entsteht ein neues Herzzentrum mit assoziiertem Forschungsinstitut. Der symbolische Spatenstich erfolgte am 24. Oktober.
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Medizinische Notfälle wie Schwindel oder Herzinfarkt sind laut einer Studie bei Senioren oft Auslöser schwerer Unfälle.
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Patientenspezifische Digitale Zwillinge des Herzens sollen künftig dabei helfen, die Ursachen kardiovaskulärer Erkrankungen zu erforschen und die Auswirkungen von Eingriffen vorherzusagen.
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TERMINE:

54. Internationale Jahrestagung der DGPTM und 17. Fokustagung Herz der DGTHG und DGPTM
14.–16. November 2025
Leipzig

ESC Heart & Stroke 2025 and EuroThrombosis 2025
15.–16. November 2025
Mailand, Italien

European Association of Cardiovascular Imaging Congress 2025
11.–13. Dezember 2025
Wien, Österreich

 
 

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