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Migräne ist mehr als nur ein quälender Kopfschmerz – gerade bei jungen Erwachsenen hat sie sich als wichtigster nichttraditioneller Risikofaktor für einen ischämischen Schlaganfall herausgestellt. Eine neue Analyse von Millionen Patientendaten legt nun nahe, dass der Betablocker Propranolol nicht nur Migräneanfälle reduzieren, sondern auch das Schlaganfallrisiko senken könnte – allerdings nur bei Frauen und vor allem bei Migräne ohne Aura. Die Daten sind vielversprechend, doch noch nicht durch Peer-Review bestätigt. Dennoch wirft die Studie wichtige Fragen auf: Sollten Migränepatientinnen mit hohem Schlaganfallrisiko gezielt auf Propranolol eingestellt werden? Ist dies ein Ansatz für eine personalisierte Prävention?
Auch das Anwendungsfeld der SGLT2-Hemmer könnte sich künftig weiter ausdehnen. So zeigt eine neue Studie in „JACC: CardioOncology“ im Schweinemodell, dass die Behandlung mit Empagliflozin die durch eine Anthrazyklin-Therapie hervorgerufenen Herzschäden abmildern kann. Die experimentelle Studie ebnet den Weg für klinische Studien mit SGLT2-Hemmern als vorbeugende Therapie bei Krebspatienten.
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