Ausgabe 46/2025

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Mittwoch, 12. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kardiologie,

kommt es im Rahmen einer Koronaren Herzkrankheit zu einer behandlungsbedürftigen Verengung der Herzkranzgefäße, können sowohl medikamentenbeschichte Stents (DES) als auch medikamentenbeschichtete Ballonkatheter (DCB) zur Aufweitung zum Einsatz kommen. Letztere haben den Vorteil, dass sie ohne ein dauerhaftes Implantat auskommen. In Gefäßen mit einem maximalen Durchmesser von 2,75 Millimeter ist der DCB mit dem DES mit Blick auf die MACE-Rate mindestens vergleichbar.
Doch wie verhält es sich in größeren Koronararterien? Das untersuchte die Studie SELUTION DeNovo, deren Ergebnisse kürzlich auf dem US-amerikanischen Kongress für kathetergestützte Behandlung von Herzerkrankungen (TCT 2025) präsentiert wurden. Demnach liefert der DCB-Einsatz auch hier überzeugende Ergebnisse. Wie diese in Relation zur chinesischen Studie Rec-Cagefree I zu betrachten sind, in der der DES bei größeren Gefäßen besser abgeschnitten hatte, lesen Sie im entsprechenden Beitrag.
Während der Coronapandemie war es ein heiß umkämpftes Thema: Sollten Kinder und Jugendliche gegen SARS-CoV-2 geimpft werden oder nicht? Vor dem Hintergrund der überwiegend leichten Krankheitsverläufe bei Heranwachsenden bei gleichzeitig erhöhtem Risiko für eine Myokarditis in Folge der Vakzinierung, war diese Frage alles andere als leicht zu beantworten.
Dass die Entscheidung für die Impfung zumindest mit Blick auf kardiovaskuläre und immunologische Komplikationen die richtige war, zeigt nun eine aktuelle Studie aus Großbritannien. Aus den Daten von mehr als 14 Millionen Kindern und Jugendlichen konnten die Forschenden ableiten, dass nach einer COVID-19-Infektion Thrombosen, Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen häufiger auftraten als nach einer Impfung – und dass das Risiko für diese Komplikationen nach einer Infektion viel länger anhielt.
Lesen Sie weitere spannende Meldungen aus der Kardiologie im heutigen Newsletter. Eine sonnige Herbstwoche wünscht Ihnen




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Medikamentenbeschichteter Ballonkatheter kann Stents auch bei größeren Herzgefäßen ersetzen

Medikamentenbeschichteter Ballonkatheter kann Stents auch bei größeren Herzgefäßen ersetzen

Auch bei größeren verengten Blutgefäßen erzielt der mit Medikamenten beschichtete Ballonkatheter langanhaltend gute Therapieergebnisse. Er bietet somit auch hier eine wirksame Alternative zum Stent, wie neue Forschungsergebnisse bestätigen.

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COVID-19: Komplikationsrisiko hält nach Infektion länger an als nach Impfung

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Während der Corona-Pandemie entwickelten Kinder und Jugendliche nach einer COVID-19-Erkrankung häufiger Herz- oder Gefäßerkrankungen als nach einer Impfung. Die Risiken für diese Komplikationen hielten nach einer Infektion auch deutlich länger an. Das zeigt eine bevölkerungsbasierte Studie aus Großbritannien.

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Die drei Säulen der ANOCA/INOCA-Therapie

Lebensstiländerung, kardiovaskuläres Risikomanagement und medikamentöse Therapie – so lauten die drei Säulen in der Versorgung von Patienten mit ANOCA und INCOA und Angina-pectoris-Symptomatik. Doch welche medikamentösen Player spielen hier eine Rolle und warum nehmen langwirksame Nitrate einen ganz besonderen Stellenwert in der Therapielandschaft ein?

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Leistung des PREVENT-Risiko-Scores: Für kardiovaskuläre Erkrankungen bei allen Ethnien gleich zuverlässig

Anhand der „Predicting Risk of Cardiovascular Events“(PREVENT)-Gleichungen − entwickelt von der American Heart Association − lassen sich Schätzungen des kardio­vaskulären Risikos für die Allgemeinbevölkerung erstellen. Sie wurden jedoch bisher nicht in multi­ethnischen Populationen validiert.

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Herzinsuffizienz im kardiorenal-metabolischen
Kontinuum

Herzinsuffizienz betrifft etwa 4 Mio. Menschen in Deutschland und tritt selten allein auf. Frühe Diagnose und leitliniengerechte Therapie sind entscheiden für die langfristige Prognose. Auf unserer Infoseite finden Sie fokussierte Updates, Fortbildungen und neue Studiendaten zum Therapiemanagement von HI – und darüber hinaus. Kompakt, praxisnah, leitlinienorientiert.

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Aufenthalt auf der Intensivstation erhöht bei Frühgeborenen das Risiko für Bluthochdruck

Aufenthalt auf der Intensivstation erhöht bei Frühgeborenen das Risiko für Bluthochdruck

Nicht nur Frühgeburt und damit verbundene Komplikationen scheinen das Risiko für Bluthochdruck zu erhöhen, sondern möglicherweise auch die Belastungen, denen die Kinder auf der Neugeborenen-Intensivstation ausgesetzt sind. Darauf deuten die Ergebnisse einer aktuellen Studie in „JAMA Network Open“ hin.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Evolocumab bei Patienten ohne vorherigen Myokardinfarkt oder Schlaganfall.
N Engl J Med 08.11.2025

Therapie von Vorhofflimmern bei Patienten mit medikamentenbeschichteten Stents.
N Engl J Med 08.11.2025

Vollständige Revaskularisierung versus Revaskularisierung nur der ursächlichen Läsion bei akutem Myokardinfarkt (Complete Revascularisation Trialists' Collaboration): eine Metaanalyse individueller Patientendaten aus randomisierten Studien. 
Lancet 09.11.2025

 
 
 

PANORAMA:

Gesundheitsministerin Nina Warken möchte die deutsche Notfallversorgung reformieren. In ihrem aktuellen Gesetzesentwurf spielt auch die Hilfe bei außerklinischem Herz-Kreislauf-Stillstand eine Rolle.
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In einem aktuellen Positionspapier erkennt die Deutsche Krankenhausgesellschaft die Rolle der Krankenhäuser als Energie-Großverbraucher an und betont zugleich das daraus erwachsende Potenzial zum Klimaschutz.
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Der Marburger Bund hat an die Regierungskoalition und die Bundesländer appelliert, die Krankenhausreform hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit und Rechtssicherheit zu überarbeiten.
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TERMINE:

ESC Digital & AI Summit 2025
21.–22. November 2025
Berlin

25. Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
3.–5. Dezember 2025
Hamburg

14th Munich Vascular Conference
4.–5. Dezember 2025
München

 
 

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