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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kardiologie,
kommt es aufgrund einer vererbten Mutation zu einer Überaktivierung des RAS-MAPK-Signalweges, spricht man von einer RASopathie. Unter diesem Begriff wird eine Gruppe von seltenen, genetisch bedingten Erkrankungen zusammengefasst. Viele der Kinder, die mit einer RASopathie auf die Welt kommen, leiden unter anderem an einer schweren Form der hypertrophen Kardiomyopathie. Die Hemmung des RAS-MAPK-Signalweges durch den MEK-Inhibitor Trametinib könnte einer neuen Studie zufolge eine aussichtsreiche Behandlungsoption für die jungen Herzpatienten darstellen, deren Prognose ansonsten eher ungünstig ist.
Kinder, denen eine neue Niere transplantiert wurde, tragen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um Komplikationen wir Schlaganfall und Herzinfarkt bei diesen zu vermeiden, untersucht die internationale multizentrische randomisierte Studie SOPHOCLES, inwieweit eine intensivierte Blutdruckeinstellung zur Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit und der Organfunktion beitragen kann. Unter Leitung der Medizinischen Hochschule Hannover ist die Studie jüngst gestartet.
Lesen Sie außerdem im Newsletter dieser Woche Neuigkeiten zum Thema Herzstillstand/Reanimation: So soll ein neues Gerätedatenmodul des Deutschen Reanimationsregisters automatisch die Reanimationsabläufe analysieren und die Notfallversorgung optimieren. Ob das Hinzuziehen von geschulten Ersthelfern per App die Überlebensrate bei außerklinischem Herzstillstand zu verbessern vermag, untersucht eine von der Herzstiftung geförderte Studie.
Eine informative Lektüre und eine gute Restwoche wünscht Ihnen
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