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Liebe Leserinnen und Leser,
das Multimodale Exposom – also die Gesamtheit der Umweltfaktoren und ihrer Wechselwirkungen – beeinflusst das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich. Darauf machte im August ein internationales Forschungsteam um Prof. Thomas Münzel von der Universitätsmedizin Mainz in einer Übersichtsarbeit aufmerksam. Im heutigen Newsletter beschäftigen wir uns mit einem relevanten Teilaspekt des Multimodalen Exposoms – der Luftverschmutzung.
So simulierten Forschende des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) mithilfe einer Target-Trial-Emulation die Effekte verbesserter Luftqualität auf die kindliche Gesundheit. Grundlage war die IDEFICS/I.Family-Kohorte – eine der größten europäischen Studien zu Gesundheit und Lebensstil im Kindesalter. Der Analyse zufolge senkt eine geringere Feinstaub- und Rußbelastung den Blutdruck von Kindern und Jugendlichen deutlich. Auch der Zuckerstoffwechsel der Kinder profitierte in der Untersuchung von sauberer Luft.
Eine neue Studie, die kürzlich auf dem Kongress der European Respiratory Society vorgestellt wurde, widmete sich hingegen den Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Obstruktive Schlafapnoe (OSA) bei Erwachsenen – einem ebenfalls relevanten kardiovaskulären Risikofaktor. Demnach scheint ein höherer Grad der Luftverschmutzung mit einer stärkeren OSA-Symptomatik einherzugehen. In der Untersuchung spielten die Folgen für das Herz-Kreislauf-System leider keine Rolle. Auf Basis der Ergebnisse lässt sich jedoch vermuten, dass ein Teil der kardiovaskulären Effekte von Luftverschmutzung indirekt durch eine Verstärkung der OSA vermittelt sein könnte.
So oder so: Eine Verbesserung der Luftqualität ist in jedem Fall ratsam – und zwar für alle Altersgruppen.
Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen
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