Ausgabe 38/2025

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Mittwoch, 17. September 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

die fulminante Myokarditis ist eine seltene, aber besonders schwere Form der akuten Herzmuskelentzündung, die mit einem kardiogenen Schock einhergeht. Fast jeder dritte Betroffene überlebt die Erkrankung nicht – liegt eine Riesenzellmyokarditis vor, verstirbt sogar etwa jeder zweite. Das zeigt eine aktuelle Kohortenstudie, die unter Leitung deutscher Kardiologen jüngst im „European Heart Journal“ erschien.
Neben Alter und anfangs gemessenem pH-Wert spielen die histopathologischen Befunde eine entscheidende Rolle für das Management und die Prognose – daher sollte den Forschern zufolge eine frühe Endomyokardbiopsie angestrebt werden. Denn der Kampf ums Überleben lohnt sich: Überstehen die oft noch jungen Patienten (das mediane Alter in der Studienkohorte lag bei 43 Jahren) die Akutphase der Erkrankung, haben sie eine erstaunlich gute Langzeitprognose – mit einer Erholung der stark reduzierten Herzleistung und einer guten neurologischen Funktion.
Eine aktuelle Analyse basierend auf bundesweiten Abrechnungsdaten vom Statistischen Bundesamt befasste sich ebenfalls mit der Prognose nach kardiogenem Schock – jedoch aus einem ganz anderen Blickwinkel. Im Zentrum stand die Frage, ob spezialisierte, volumenstarke Zentren bessere Überlebensraten erzielen. Die Ergebnisse sind wenig überraschend, die Redensart „Übung macht den Meister“ trifft wohl auch hier zu. Der Analyse zufolge verbessert sich die Prognose nach kardiogenem Schock – insbesondere bei zusätzlicher Indikation für eine mechanische Kreislaufunterstützung –, wenn die Behandlung in einer Klinik mit hoher Fallzahl erfolgt. In der Konsequenz empfehlen die Studienautoren nachdrücklich eine Zentralisierung der Versorgung auf spezialisierte Zentren mit mindestens 90 (kardiogener Schock) beziehungsweise 25 (mechanische Kreislaufunterstützung) Fällen jährlich. Rückendeckung erhalten sie von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.
Jährlich grüßt der Deutsche Herzbericht – in diesem Jahr mit einem Fokus auf die Koronare Herzkrankheit. Welche Trends dabei verzeichnet werden, wie Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern abschneidet und welche Rückschlüsse daraus für die gesundheitspolitischen Maßnahmen gezogen werden können, lesen Sie im entsprechenden Beitrag.
Eine sonnige Herbstwoche wünscht Ihnen




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Fulminante Myokarditis: Kranke Herzmuskeln bestmöglich erkennen und behandeln

Fulminante Myokarditis: Kranke Herzmuskeln bestmöglich erkennen und behandeln

Eine multizentrische Studie liefert neue Erkenntnisse zum Krankheitsverlauf, zur Prognoseabschätzung und zu den Risikofaktoren einer schweren Myokarditis. Die Ergebnisse wurden nun im „European Heart Journal“ veröffentlicht.

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Weltweit hat jeder 5. einen erhöhten
Lp(a)-Spiegela,1-5

Erhöhtes Lp(a)a – ein erblicher6, unabhängiger7,8–10 und kausaler11–15 Risiko­faktor f. athero­sklerot. kardiovask. Erkrankungen – steigert das Risiko für ein erneutes kardiovask. Ereignis nach einem initialen Schlaganfall oder Herzinfarkt.7,16 Eine frühzeitige Testung von Lp(a) einmal im Leben kann dabei helfen, die kardiovask. Gesundheit gesamthaft einzuschätzen.2,17-19

Referenzen

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Weniger Tote wegen Herzkrankheiten – dennoch warnen Experten

Es klingt nach einer guten Nachricht: Es gab 2023 etwas weniger Herztote in Deutschland. Trotzdem sind diese Zahlen laut Experten immer noch viel zu hoch – auch im europäischen Vergleich. Warum?

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LOKELMA® für eine optimale Basistherapie
mit RAASi*,1

Moderne Kaliumbinder wie LOKELMA® werden von den ESC-Leitlinien für die langfristige Kaliumkontrolle bei Patient:innen mit chronischer oder wiederkehrender Hyperkaliämie empfohlen.2 Bei 9 von 10 Patient:innen ermöglichte LOKELMA® die Aufrechterhaltung der RAASi-Therapie.**,1

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Mechanische Kreislaufunterstützung: Besseres Überleben in Kliniken mit hohen Fallzahlen

Mechanische Kreislaufunterstützung: Besseres Überleben in Kliniken mit hohen Fallzahlen

Die Implantation eines Systems zur mechanischen Kreislaufunterstützung ist äußerst komplex. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Qualität des Eingriffs mit zunehmendem Behandlungsvolumen der Klinik steigt. „Practice makes perfect“, kommentiert die DGK – und fordert die konsequente Einführung von Mindestmengen.

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Bühne frei für die kardiovaskuläre
Sekundärprävention mit RosuASS

Statine und ASS sind die Stars einer leitliniengerechten kardiovaskulären Sekundärprävention bei Patient:innen mit ischämischem Schlaganfall oder TIA.1 RosuASS® ist die einzige Single Pill mit Rosuvastatin und ASS, der Kombination, die in der Prävention individueller kardiovaskulärer Erkrankungen – einschließlich Herzinsuffizienz, koronare Herzkrankheit, Angina Pectoris und Herzinfarkt – effektiver ist als ASS allein.2

Fachinformation | Referenzen

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Innerklinische Reanimationen 2024: Überleben bleibt trotz frühzeitiger Maßnahmen auf niedrigem Niveau

Der jüngst veröffentlichte Jahresbericht des Deutschen Reanimationsregisters zur innerklinischen Reanimation zeigt: In deutschen Krankenhäusern wird bei Herz-Kreislauf-Stillständen schnell reagiert – die Überlebenschancen bleiben dennoch gering.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Mobile integrierte Gesundheitsversorgung im Vergleich zu einem Koordinator für den Übergang in der Versorgung von Patienten, die nach einer Herzinsuffizienz entlassen wurden. Die randomisierte klinische Studie Mighty-Heart.
JAMA Intern Med 15.09.2025

Die genetische Subtypisierung von Adipositas liefert biologische Erkenntnisse über die Entkopplung von Adipositas und ihren kardiometabolischen Begleiterkrankungen.
Nature Med 12.09.2025

Ursachen für Myokardinfarkte bei jüngeren Patienten: Troponinanstieg bei Personen ≤65 Jahren in Olmsted County.
J Am Coll Cardiol 2025 Aug 27:S0735-1097(25)07120-7.

 
 
 
 
Neue Studie untersucht Linksbündel-Pacing zur Vermeidung von Herzinsuffizienz

Neue Studie untersucht Linksbündel-Pacing zur Vermeidung von Herzinsuffizienz

In einer deutschlandweiten klinischen Studie untersuchen Forschende des LMU Klinikums München und des Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC) das Linksbündel-Pacing zur Vermeidung einer Herzinsuffizienz, wie sie durch klassische Schrittmacher hervorgerufen wird.

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PANORAMA:

Hohe Blutzuckerspiegel erhöhen das Operationsrisiko. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie rät daher, vor OPs weit häufiger als bisher den Glukosespiegel zu bestimmen.
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Die Innere Medizin zukunftsfähig gestalten soll das jüngst vorgestellte DGIM-Strategiepapier 2030.
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Um mehr Personal für die Pflege zu gewinnen, soll der Beruf attraktiver werden – mit mehr Eigenverantwortung und weniger Formularen. Das sieht ein neuer Gesetzesentwurf der Bundesregierung vor.
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TERMINE:

Köln Cardiovascular Summit
19.–20. September 2025
Köln

DGK Herztage 2025
25.–27. September 2025
Hamburg

Med live: Organerkrankungen bei Adipositas
25. September 2025
online

ESC Digital & AI Summit 2025
21.–22. November 2025
Berlin

 
 

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