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Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser Woche bewegen wir uns etwas abseits der klassischen kardiologischen Themen – aber nicht minder spannenden.
Die negativen Auswirkungen von Übergewicht und Adipositas stehen immer wieder im Fokus unserer Berichterstattung. Nun konnten die Autoren einer aktuellen Studie in „The Lancet“ nachweisen, dass übergewichtige Menschen ein höheres Risiko für schwere Infektionskrankheiten haben. Nicht nur mit Blick auf die Herzgesundheit scheint es daher umso dringlicher, wirksame Strategien gegen die weiterhin steigenden Adipositasraten zu entwickeln.
Ob Intervallfasten hier helfen kann? Gerade auf Social Media wird die intermittierende Nahrungszufuhr als Heilsbringerin angepriesen. Die tatsächliche Evidenz ist jedoch dünn, wie ein neuer Cochrane-Review aufzeigt. Im Vergleich zu anderen Diäten reduziert Intervallfasten das Körpergewicht bei Menschen mit Übergewicht oder Adipositas demnach möglicherweise nicht oder nur minimal. Im Vergleich zu keinerlei gezielter Ernährungsintervention hat es aber wahrscheinlich zumindest einen kleinen Effekt. Also: Besser Intervallfasten als gar nichts tun. Es bleibt aber festzuhalten: Weitere Evidenz ist nötig und kann diese Einschätzung noch einmal verändern.
Wie weit moderne Intensivmedizin heute gehen kann, zeigt ein außergewöhnlicher Fall aus den USA: Ein 33-jähriger US-Amerikaner überlebte nach einer Influenza-B-Infektion eine fulminante Sepsis – zeitweise völlig ohne Lunge. Nach beidseitiger Pneumonektomie zur Eliminierung des Infektionsherdes wurde er 48 Stunden lang über ein Total-Artificial-Lung-System stabilisiert, bevor eine Transplantation möglich war. Die Lage des Herzens stabilisierten die behandelnden Mediziner in diesem Zeitraum über künstliche Implantate.
Ebenfalls Schlagzeilen – jedoch im negativen Sinne – machte in der letzten Woche das Schicksal eines zweijährigen Jungen aus Neapel, der auf ein Spenderherz gewartet hatte. Zwar wurde ein solches gefunden, jedoch versehentlich auf Trockeneis anstatt normalem Eis zu seinem Empfänger transportiert. Die entstandenen Schäden waren irreparabel – dennoch wurde das buchstäblich „erfrorene“ Herz transplantiert. Nun ist man auf der Suche nach einem neuen Spenderherz. Doch die Hoffnung, dass der Junge überleben wird, schwindet mit jedem Tag.
Die Details zu den genannten Meldungen lesen Sie in den entsprechenden Beiträgen. Eine erkenntnisreiche Lektüre und eine gute Restwoche wünscht
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