|
Liebe Leserinnen und Leser,
was hat Christopher Nolans neuer Blockbuster „Die Odyssee“ mit Taille und Hüfte gemeinsam? Wer jetzt zuerst an Popcorn und Nachos gedacht hat, ist zumindest auf der richtigen Spur. Den beiden liegt ein besonderes Verhältnis zugrunde. Das Action-Epos ist das weltweit erste, das vollständig mit 70-mm-IMAX-Kameras gedreht wurde. Dadurch hat das Bild im Original ein Seitenverhältnis von 1,43:1 – statt der üblichen 2,39:1 im Kino. Dumm nur, dass die allermeisten Kinos dafür nicht ausgestattet sind und den Film gar nicht im Originalbild zeigen können.
Welches Seitenverhältnis dem anderen überlegen ist, bleibt vermutlich Geschmackssache. Für das Taille-Hüft-Verhältnis hingegen deutet inzwischen vieles auf Überlegenheit hin. So kommt eine aktuelle Studie zu dem Ergebnis, dass Taillenumfang und Taille-Hüft-Verhältnis wesentlich präzisere Indikatoren für das kardiovaskuläre Risiko einer Person sind als der Body-Mass-Index (BMI). Da Letzterer die Fettverteilung nicht berücksichtigt, werde insbesondere bei Normalgewichtigen das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen anhand des BMI potenziell unterschätzt. Die Autorinnen und Autoren plädieren daher für ein Umdenken. Sie fordern, neben dem Gewicht und der Körpergröße auch die entsprechenden Maße zu Taillen- und Hüftumfang standardmäßig bei Untersuchungen zu erheben – und bei der Risikobewertung mit einzubeziehen. So könnten auch geeignete Präventionsmaßnahmen frühzeitig ergriffen werden.
Doch nicht nur Körpermaße können Hinweise auf ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko geben. Auch der Zeitpunkt der Menopause scheint relevant zu sein: Frauen, die bereits vor dem 40. Lebensjahr in die Menopause kommen, haben ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, wie eine Analyse von Daten der UK Biobank verdeutlicht – insbesondere jene mit einer vorzeitigen Menopause zwischen dem 25. und 35. Geburtstag.
Lesen Sie weitere spannende Meldungen aus der Kardiologie im heutigen Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.
|