Ausgabe 43/2025

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Mittwoch, 22. Oktober 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

die Kardiologie erlebt derzeit eine bemerkenswerte Entwicklung: Künstliche Intelligenz und neue biomolekulare Diagnostik eröffnen Wege zu einer präziseren und personalisierten Patientenversorgung. Zwei aktuelle Entwicklungen verdeutlichen dies eindrucksvoll.
Ein internationales Forschungsteam der Universität Zürich hat den klassischen GRACE-Score zur Risikoeinschätzung von Patienten mit NSTE-ACS mithilfe von KI weiterentwickelt. Basierend auf Daten von 600.000 Patienten konnte ihr Modell GRACE 3.0 jene identifizieren, die tatsächlich von einer frühen invasiven Therapie profitieren. Die Ergebnisse zeigen, dass bestehende Behandlungsstrategien teilweise nicht optimal auf die Patientengruppen ausgerichtet sind. Eine Neustratifizierung mithilfe KI-gestützter Scores könnte die Versorgung individualisieren und möglicherweise Leben retten. GRACE 3.0 steht damit exemplarisch für die Integration großer Datenmengen in die klinische Entscheidungsfindung.
Parallel dazu eröffnet die molekulare Diagnostik neue Horizonte. Forschende der Stanford University haben eine Flüssigbiopsie auf Basis zellfreier mRNA entwickelt, mit der eine seltene, aber hochgefährliche Komplikation moderner Immuntherapien – die durch Immuncheckpoint-Inhibitoren bedingte Myokarditis – frühzeitig erkannt werden kann. Blutproben ermöglichen es, sowohl immunzellspezifische als auch herzmuskelbezogene Veränderungen der Genexpression nachzuweisen. Erste Validierungen belegen die Durchführbarkeit und Sensitivität der Methode. Diese Technik könnte künftig nicht nur die Diagnostik bei Myokarditis erleichtern, sondern auch auf andere entzündliche Krankheiten übertragen werden.
Beide Entwicklungen eint die Vision: präzisere Risikoabschätzung und frühzeitige Erkennung, die Therapieentscheidungen besser leiten und Patienten gezielter versorgen können.
Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Diagnose der Krebstherapie-bedingten Myokarditis: Flüssigbiopsie auf Basis zellfreier mRNA

Diagnose der Krebstherapie-bedingten Myokarditis: Flüssigbiopsie auf Basis zellfreier mRNA

Forschende der Stanford University haben eine Flüssigbiopsie auf Basis zellfreier mRNA entwickelt, die eine gefährliche Nebenwirkung von Immuntherapien – die ICI-bedingte Myokarditis – frühzeitig und ohne Gewebebiopsie erkennen kann.

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Einjährige Zulassung von WINREVAIR®
(Sotatercept) bei PAH

Wie hemmt Sotatercept als erster und bislang einziger zugelassener Aktivin-Signalweg-Inhibitor für die Behandlung geeigneter Erwachsener mit pulmonal arterieller Hypertonie (PAH) gezielt die Aktivin-Signalübertragung, um so die der PAH zugrunde liegenden Mechanismen zu adressieren? Jetzt hier im Fachportal mehr zum innovativen Therapieansatz erfahren! 

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NSTE-ACS: Neue Risikoeinstufung auf Basis Künstlicher Intelligenz

Mithilfe Künstlicher Intelligenz entwickelten Forscher den GRACE-Score zur Abschätzung des Risikos von Patienten mit akutem Koronarsyndrom ohne ST-Hebung (NSTE-ACS) weiter. Damit lässt sich die Behandlung offenbar gezielter steuern.

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Moderne Kaliumbinder wie LOKELMA® werden von den ESC-Leitlinien für die langfristige Kaliumkontrolle bei Patient:innen mit chronischer oder wiederkehrender Hyperkaliämie empfohlen.2 Bei 9 von 10 Patient:innen ermöglichte LOKELMA® die Aufrechterhaltung der RAASi-Therapie.**,1

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Spezialisierte Weiterversorgung verbessert Überlebenschancen nach Herz-Kreislauf-Stillstand

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Die klinische Weiterversorgung nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand hat entscheidenden Einfluss auf die Überlebens- und Genesungschancen der Betroffenen. Das belegt der aktuelle Jahresbericht 2024 zu den Cardiac Arrest Centern des Deutschen Reanimationsregisters.

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Vorhofflimmern: Präzise DOAC-Dosierung im Fokus

Eine leitliniengerechte Antikoagulation senkt bei Vorhofflimmern das Schlaganfallrisiko deutlich – doch nur, wenn die Dosierung stimmt. Unterdosierung kann die Wirksamkeit erheblich mindern. Erfahren Sie, wie Edoxaban (Lixiana®) mit klaren Dosisreduktionsempfehlungen, einmal täglicher Gabe und robuster Evidenz eine sichere, effektive und praxisgerechte Option bietet.

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Gesundheitskompetenz steigt leicht – Soziale Kluft bleibt aber groß

Immer mehr Menschen in Deutschland können besser mit Gesundheitsinformationen umgehen. Allerdings wächst die Kluft zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen in diesem Zusammenhang. Das zeigt eine neue repräsentative Studie.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Glukosesenkende Medikamentenklassen und kardiovaskuläre Ergebnisse bei Patienten mit Typ-2-Diabetes.
JAMA Netw Open 2025;8;(10):e2536100.

Adipositas aufgrund eines MC4R-Mangels ist mit einem reduzierten Cholesterin- und Triglyceridspiegel sowie einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.
Nat Med 16.10.2025.

SGLT2-Hemmer und Risiko für autoimmune rheumatische Erkrankungen: bevölkerungsbasierte Kohortenstudie.
BMJ 2025;391:e085196.

 
 
 
Frauengesundheit und geschlechtersensible Medizin: DGIM begrüßt neue BMFTR-Themensetzung

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Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) begrüßt die Entscheidung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), ein Referat für Frauengesundheit einzurichten.

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PANORAMA:

Zum Welttag der evidenzbasierten Gesundheitsversorgung (20.10.) hat Cochrane Deutschland für das Land noch Nachholbedarf bei diesem Thema ausgemacht.
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Die WHO wirbt im Kampf gegen Zehntausende Krebserkrankungen in Europa für entschiedene politische Maßnahmen gegen Alkohol.
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Die Zufriedenheit mit den im Praxisalltag bereits etablierten digitalen Anwendungen ‒ eRezept und eAU ‒ ist zuletzt deutlich gestiegen.
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TERMINE:

CTO & CHIP DACH Meeting 2025
21.–22. November 2025
Nürnberg

ESC Digital & AI Summit 2025
21.–22. November 2025
Berlin

GRC-Reanimationsdialog 2025
28.–29. November 2025
Fürth

 
 

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