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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kardiologie,
in der letzten Woche traf sich das „Who-is-Who“ der deutschen, aber auch der internationalen Kardiologen auf der 91. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK 2025). Tagungspräsident Prof. Ulf Landmesser stellte den Kongress unter das Motto „Perspektiven der kardiovaskulären Präzisionsmedizin – von der Prävention zur Intervention“.
Eine wichtige Frage begleitete die gesamte Veranstaltung: Wie geht es gesundheitspolitisch mit der Herz-Kreislauf-Medizin weiter? Was ist nach dem Aus der der Ampel – und damit aller Voraussicht nach auch des Gesundes-Herz-Gesetzes – unter einer neuen Regierung zu erwarten? Der zu diesem Zeitpunkt noch amtierende DGK-Präsident Prof. Holger Thiele gab in diesem Zusammenhang einen Einblick in die Aktivitäten der Nationalen Herz-Allianz.
Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will die Hoffnung auf sein Gesundes-Herz-Gesetz aber wohl noch nicht ganz begraben. An die DGK gewandt sagte er bei einer Live-Schaltung zur Eröffnungsveranstaltung der Jahrestagung: „Es wird jetzt sehr stark auch auf Sie ankommen. Solche Gesetze entstehen nur, wenn es von der entsprechenden Fachgesellschaft auch entsprechenden Druck gibt. Da sind Sie erneut gefragt, sodass dieses wichtige Gesetz kommen kann und nicht verwässert wird.“
Lesen Sie außerdem im Newsletter dieser Woche: Bei der Versorgungsrealität zur Hypercholesterinämie ist in Deutschland noch viel Luft nach oben – nicht nur, aber besonders stark in der allgemeinmedizinischen Versorgung. DGK-Experten sehen hier vor allem unterschiedliche LDL-Zielwert-Empfehlungen (<55 mg/dl vs. <70 mg/dl) und Therapiestrategien („fire & forget“ vs. „treat to target“) als die Wurzel allen Übels. Ob der aktuelle Schlagabtausch zwischen DEGAM und DGK um die NVL Chronische KHK dazu führen wird, eine gemeinsame Linie zu finden, wird sich zeigen.
Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
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