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Eine neue Studie der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf eröffnet vielversprechende Perspektiven zur Behandlung der hypertrophen Kardiomyopathie (HCM): Die Stabilisierung des Zytoskeletts von Herzmuskelzellen könnte die Kontraktionsfähigkeit des Herzens verbessern und das Fortschreiten der HCM verlangsamen. Den Hamburger Forschern gelang es durch die Überexpression des Enzyms Tubulin-Tyrosin-Ligase (TTL) die Herzfunktion bei Mäusen und Zellen von HCM-Patienten signifikant zu stabilisieren. Für die ca. 160.000 HCM-Patienten in Deutschland bietet diese Methode das Potenzial einer neuartigen Therapieoption – ohne invasive Eingriffe.
Ein Münchner Forscherteam eröffnet neue Einblicke in die Pathophysiologie der venösen Thrombose: Das Team hat erstmals die Rolle prokoagulanter Blutplättchen bei der Entstehung von Venenthrombosen und Lungenembolien nachgewiesen. Diese spezielle Subpopulation der Blutplättchen könnte eine vielversprechende Zielstruktur für innovative Therapien sein. Der Einsatz des Carboanhydrase-Hemmers Methazolamid verringerte im Tiermodell signifikant die Thromboseneigung – und das, ohne die Blutungsneigung zu erhöhen. Die Studie legt den Grundstein für potenziell sicherere Therapien und neue Diagnoseansätze bei venösen Thrombosen.
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