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Liebe Leserinnen und Leser,
in Genf hat sich die internationale Staatengemeinschaft diese Woche zu einem letzten Versuch getroffen, ein verbindliches UN-Abkommen gegen Plastikmüll auszuhandeln. Zeitgleich haben Forscher im „Lancet“ vor der wachsenden Gefahr für die Gesundheit von Menschen, Tieren und das Ökosystem Erde durch Plastikverschmutzung und Kunststoffbelastung gewarnt. Schätzungsweise acht Milliarden Tonnen Plastikmüll verschmutzen nach Angaben der Forscher mittlerweile den Planeten – von der Tiefsee bis auf die höchsten Gipfel. Und täglich werden neue Produkte aus Kunststoff produziert, die in unser Leben Einzug halten. Die Folge ist, dass wir nicht nur im Freien kleinsten Kunststoffpartikeln, beispielsweise durch Reifenabrieb, ausgesetzt sind, sondern auch in den eigenen vier Wänden und im eigenen Auto, wie jüngst Forschende der Universität Toulouse in Frankreich berichtet haben. Danach atmen Kinder den Hochrechnungen der Wissenschaftler zufolge allein in häuslicher Umgebung bis zu 47.000 Mikroplastikteilchen pro Tag ein. Mehr als 90 Prozent davon sind kleiner als zehn Mikrometer und damit fähig, in die Lunge einzudringen. Welche Folgen dies für die langfristige Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat, ist bislang noch nicht erforscht. Klar ist allerdings, und das sollte auch für die Teilnehmer der Genfer Konferenz gelten, dass künftig deutlich weniger Kunststoffe in die Umwelt gelangen dürfen.
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