Ausgabe 02/2025

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Freitag, 10. Januar 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,

kommende Woche startet in den dafür vorgesehenen Modellregionen die elektronische Patientenakte (ePA) für alle gesetzlich Versicherten – mit offenbar breiter Zustimmung in der Bevölkerung. So halten in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov immerhin fast 80 Prozent der Befragten die Einführung der ePA für sehr sinnvoll oder sinnvoll. Ist sie im Prinzip ja auch. Endlich sollen alle Befunde, Laborwerte und Angaben zu Medikamenten eines Patienten digital gespeichert und lebenslang bei Bedarf abgerufen werden können. Wenn da nur nicht so viele Fragen zur Datensicherheit noch ungeklärt wären, wie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ) moniert. Denn dem BVKJ zufolge sind die Daten Stand heute nicht nur nicht zuverlässig vor Hackerangriffen geschützt, sondern es sind auch noch zahlreiche andere Fragen politisch nicht geklärt. So können Pädiater beispielsweise schnell zwischen die Fronten geraten, wenn Eltern sich nicht einig sind, ob eine ePA für ihr Kind angelegt werden soll beziehungsweise, welche Daten abgespeichert werden sollen. Auch Jugendliche unter 15 Jahren könnten möglicherweise ein berechtigtes Interesse daran haben, bestimmte medizinische Informationen vor ihren Eltern zu schützen. Solange diese und andere Fragen nicht in akzeptabler Weise gelöst sind, empfiehlt der BVKJ Patienten und deren Eltern, sich aktiv gegen die ePA zu entscheiden.

Die ausführlichen Argumente des Berufsverbandes sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im Newsletter nachlesen.

Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Ungeklärte Fragen bei der ePA für Kinder und Jugendliche

Ungeklärte Fragen bei der ePA für Kinder und Jugendliche

Ab dem Frühjahr 2025 soll die elektronische Patientenakte (ePA) standardmäßig für alle Bürger eingerichtet werden, die nicht ausdrücklich widersprechen (Opt-Out-Modell). Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ) sieht große Probleme, die sich im Praxisalltag bei der ePA mit Minderjährigen stellen werden, die von der Politik noch nicht gelöst wurden. 

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Mit CRISPR gegen Muskelschwund

Mithilfe der Genschere CRISPR wollen Forschende des Experimental and Clinical Research Center in Berlin eine gezielte Therapie für Muskeldystrophie entwickeln. Ihre präklinischen Ergebnisse stellen sie in „Nature Communications“ vor. Sie ebnen den Weg für erste Studien am Menschen.

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Kindliches Asthma: Forschende ermitteln Endotypen über die Analyse von Nasenabstrichen

Kindliches Asthma: Forschende ermitteln Endotypen über die Analyse von Nasenabstrichen

Wissenschaftler von der University of Pittsburgh (USA) haben einen Test mittels Nasenabstrich für Kinder entwickelt, mit dem sich spezifische Asthma-Endotypen identifizieren lassen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Genetische Faktoren, die das Plasmalipidom prägen, und der Zusammenhang mit dem kardiometabolischen Risiko bei Kindern und Jugendlichen.
EBioMedicine 2025 Jan 2:112:105537.

Psychische Störungen bei Nachkommen, die vorgeburtlich systemischen Glucocorticoiden ausgesetzt waren.
JAMA Netw Open 2025;8(1):e2453245.

Gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Kindern und Jugendlichen nach erfolgreicher Behandlung der chronischen Hepatitis C mit Sofosbuvir/Velpatasvir: Ein-Jahres-Resultate.
Pediatr Infect Dis J, 20. Dezember 2024

Fluoridexposition und IQ-Werte von Kindern: Systematischer Review und Meta-Analyse.
JAMA Pediatrics, 6. Januar 2025

 
 

Vielversprechende neue Behandlungsmöglichkeit für schwere hypertrophe Kardiomyopathie bei Kindern

Trametinib, ein Inhibitor der Mitogen-aktivierten Proteinkinase (MEK), reduziert die Sterblichkeit und Morbidität bei Kindern mit schwerer hypertropher Kardiomyopathie (HCM), die durch pathogene Varianten im RAS/MAPK-Signalweg verursacht wird. Dies zeigt eine in „JACC: Basic to Translational Science“ veröffentlichte Studie.

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Morbus Crohn bei Kindern: Studie spricht für TNF-alpha-Hemmer in der Erstlinie zur Vermeidung perianaler Fisteln

Morbus Crohn bei Kindern: Studie spricht für TNF-alpha-Hemmer in der Erstlinie zur Vermeidung perianaler Fisteln

Eine frühzeitige Behandlung pädiatrischer Morbus-Crohn-Patienten mit TNF-alpha-Hemmern kann laut einer in den USA durchgeführten Studie das Risiko für die Entstehung perianaler Fisteln erheblich senken.

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KURZMELDUNGEN:

Die elektronische Patientenakte (ePA) für alle Versicherten startet mit einer breiten grundsätzlichen Zustimmung. Mehr als drei Viertel (79 %) der Befragten halten eine solche Akte für sehr sinnvoll oder eher sinnvoll, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab.
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Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung entwickeln auf Basis des Maus-Zytomegalie-Virus eine Technologie, die langanhaltenden Immunschutz vor Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytialvirus verspricht.
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TERMINE:

59. Münchner EEG-Tage
19. – 21. Februar 2025
online

7th International Conference on Pediatric Liver Disease
20. – 21. Februar 2025
Hamburg

5. Heidelberger Symposium
21. Februar 2025
Heidelberg

38th Annual Conference and Seminar of the Society for Inborn Errors of Metabolism
4. – 7. März 2025
Kassel

 
 

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