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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
auch wenn der Frühling in diesem Jahr (zumindest gefühlt) auf sich warten lässt, haben ihn Allergiker schon längst verspürt und sich mit Augentropfen, Nasensprays und Antihistaminika eingedeckt. Diese lindern allerdings nur die Symptome. Wer die allergische Reaktion ursächlich bekämpfen will, muss eine langwierige Desensibilisierung in Angriff nehmen. Einen Schritt weiter gehen Anti-IgE-Antikörper, die freies Immunglobulin E (IgE) im Blut neutralisieren. Zellgebundenes IgE können die modernen Therapeutika aber nur unzureichend entfernen.
Hier setzt nun die Forschung japanischer Wissenschaftler an: Sie haben Fab-Fragmente identifiziert, die IgE von Mastzellen entfernen und in Mausmodellen allergische Reaktionen deutlich reduzierten. Gleichzeitig zeigt die Identifikation IgE-produzierender Plasmablasten als Auslöser saisonaler Rezidive, dass künftig gezielte, möglicherweise saisonale Therapie- und Monitoringstrategien denkbar sind – ein Ansatz mit großem Potenzial für Kinder mit schwerer Allergielast.
Auch jenseits der Allergologie entstehen neue Therapie- und Präventionsansätze: Antisense-Oligonukleotide konnten in einem Mausmodell das Auftreten von Hydrozephalus deutlich reduzieren und eröffnen langfristig eine mögliche Alternative zu rein chirurgischen Strategien. Hoffnung auf eine medikamentöse Therapieoption für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung machen die Ergebnisse einer weiteren Studie. In dieser hatten Forschende die Daten zwei zuvor gescheiterter klinischer Phase-III-Studien zu Bumetanid erneut ausgewertet, diesmal mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Dem Modell gelang es, aus den sehr heterogenen klinischen Parametern der Teilnehmer klinische Profile zu extrahieren, die doch von der Therapie profitieren könnten.
Eine aufschlussreiche Lektüre und ein schönes Wochenende wünscht Ihnen
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