Ausgabe 46/2025

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Freitag, 14. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

Kinder, deren Eltern oder Geschwister an Typ-1-Diabetes (T1D) erkrankt sind, haben ein acht- bis 15-fach erhöhtes Risiko, selbst diese Autoimmunerkrankung zu entwickeln. Dabei wird die genetische Veranlagung für T1D von Müttern und Vätern gleichermaßen übertragen. Interessanterweise erkranken aber Kinder, deren Mutter einen T1D hat, seltener selbst daran als Kinder, deren Vater von der Stoffwechselerkrankung betroffen ist. Forschende vermuten daher schon länger, dass eine epigenetische Programmierung für den schützenden Effekt des mütterlichen T1D verantwortlich sein könnte.
Forschende von Helmholtz Munich haben nun im Detail untersucht, wie sich ein mütterlicher T1D auf das Epigenom des Kindes auswirkt. Dabei fanden sie DNA-Markierungen mehrerer Gene, die eine zentrale Rolle für die Funktion des Immunsystems spielen. Andererseits waren diese Modifikationen bei Kindern, die bereits eine Inselautoimmunität entwickelt hatten, deutlich weniger ausgeprägt. Den Forschenden zufolge deutet dies nicht nur auf eine schützende Funktion der DNA-Methylierung bei Kindern von Müttern mit T1D hin, sondern auch darauf, dass Umweltfaktoren das Risiko für Inselautoimmunität über den gleichen Weg beeinflussen können. In einem nächsten Schritt wollen die Forschenden nun untersuchen, ob sich ihre Erkenntnisse auch auf Kinder von Müttern mit Schwangerschaftsdiabetes übertragen lassen.
Die Details zur Studie sowie weitere interessante Meldungen können Sie im Newsletter nachlesen.
Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Mütter mit Typ-1-Diabetes: Schützender Effekt auf kindliches Epigenom?

Mütter mit Typ-1-Diabetes: Schützender Effekt auf kindliches Epigenom?

Kinder von Müttern mit Typ-1-Diabetes weisen epigenetische Veränderungen in bestimmten Genregionen auf, die sie möglicherweise davor schützen, selbst zu erkranken. Sie scheinen vor allem das Risiko für Inselautoimmunität zu beeinflussen.

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Advertorial

Pneumokokken-Podcast zu IPD bei Kindern

Wie ist die aktuelle Lage bei den Fällen von invasiven Pneumokokken-Erkrankungen? Welche Rolle spielt das Thema Antibiotikaresistenzen bei Pneumokokken? Und wie sieht die STIKO-Empfehlung für die Pneumokokken-Impfung für Säuglinge und Kleinkinder aus? Das und vieles mehr in dieser Podcast-Folge.

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COVID-Impfung schützt Kinder mit Ekzemen nicht nur vor dem Coronavirus

Die COVID-19-Impfung schützt Kinder mit Atopischer Dermatitis (AD) vor Infektionen und allergischen Komplikationen. Dies zeigen Studiendaten, die auf der Jahrestagung 2025 des American College of Allergy, Asthma and Immunology (ACAAI) in Orlando (USA) vorgestellt wurden.

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Neue STIKO-Empfehlung zur MenACWY-Impfung

Die STIKO empfiehlt seit Oktober 2025 die MenACWY-Impfung für 12-14-Jährige, mit Nachholimpfungen bis 25 Jahre.1 MenQuadfi® zeigt hohe Immunantworten gegen Serogruppen ACWY u.a. bei Jugendlichen und ist mit Tdap-IPV-/9vHPV-Impfstoffen kombinierbar.2

Referenzen:
1. Robert Koch-Institut (RKI). Epid Bull 2025;44:3-33.
2. Fachinformation MenQuadfi®, Juli 2025.
Pflichttext | Fachinformation

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Epilepsie: Anfälle mit innovativen Therapien kontrollieren

Epilepsie: Anfälle mit innovativen Therapien kontrollieren

Neue Technologien und Therapieansätze machen Hoffnung, künftig auch bei bislang therapieresistenten Epilepsieformen eine zuverlässige Anfallskontrolle zu erreichen. Insbesondere die Gentherapie bietet hier spannende Konzepte, wie die DGN zum Auftakt ihres Jahreskongresses in Berlin berichtete.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Antibiotikaprophylaxe und deren Ergebnisse bei Kindern, die sich einer laparoskopischen Orchidopexie unterziehen
J Urol 2025;214(6):622-630.

Cannabidiol als Zusatzbehandlung bei medikamentenresistenter Epilepsie mit epileptischen Spasmen bei Patienten über zwei Jahren.
Pediatr Neurol 2025;174:81–85.

Väterliche Valproat-Einnahme und Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen und angeborene Fehlbildungen bei Nachkommen.
JAMA Netw Open 2025;8;(11):e2542581.

Globale Prävalenz von Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen bis zum Alter von 19 Jahren: Aktualisierter systematischer Review und Metaanalyse.
Lancet Child Adolesc Health, 12.11.2025

 
 

Datengestützte Risikostratifizierung ermöglicht schonendere Behandlung des Medulloblastoms

Mithilfe von Daten aus drei klinischen Studien zur Behandlung von Kindern mit Medulloblastom haben Wissenschaftler des St. Jude Children’s Research Hospital (USA) einen Ansatz entwickelt, um die Therapie sicher zu reduzieren und damit die Nebenwirkungen zu verringern. 

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Optimale Midazolam-Dosis zur Sedierung von Kindern in der Notfallmedizin

Optimale Midazolam-Dosis zur Sedierung von Kindern in der Notfallmedizin

Intranasales Midazolam wird häufig zur Sedierung von Kindern bei kleineren Eingriffen verwendet. Doch welche Dosis ist hierfür am besten geeignet? Eine aktuelle Studie gibt Hinweise.

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KURZMELDUNGEN:

Vor der ersten Lesung des Krankenhausreformanpassungs­gesetzes (KHAG) im Bundestag hat die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) noch einmal eindrücklich vor einer Schwächung der Kinder- und Jugendmedizin gewarnt.
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Erste klinischen Studien zur Gentherapie bei erblicher Schwerhörigkeit waren bereits erfolgreich. Jetzt hat eine Gruppe internationaler Experten Leitlinien erarbeitet.
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Kanadische Forscher haben einen neuen Sehtest entwickelt, der bereits bei Kindern im Alter von nur 18 Monaten angewendet werden kann.
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TERMINE:

99. Wissenschaftliche Tagung der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie
21. – 22. November 2025
Berlin

11. Berliner Kongress für Kinder- und Jugendmedizin
22. November 2025
Berlin

28. Deutsche Mukoviszidose Tagung
27. – 29. November 2025
Würzburg

Praktische Neurodermitis-Therapie im Kindesalter
28. – 29. November 2025
Dresden

Cybersecurity in der Arztpraxis – Aktuelle Bedrohungen und Maßnahmen
3. Dezember 2025
online

 
 

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