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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
trotz des seit 2024 geltenden Werbeverbots für E-Zigaretten nimmt der Konsum der Produkte unter Jugendlichen stetig zu. Mit dafür verantwortlich sind sicher die vielen Geschmacksrichtungen, in denen vor allem die Einweg-E-Zigaretten angeboten werden. Und natürlich – wie schon vor Jahrzehnten, als noch Cowboys über die Kinoleinwand ritten und am Lagerfeuer gemeinsam eine Zigarette rauchten – das Gefühl von Coolness und Zugehörigkeit. Und als wäre diese Entwicklung nicht besorgniserregend genug, erobern immer neue Nikotinprodukte den (Schwarz-)Markt. So zum Beispiel Nikotinbeutel, die, zwischen Zahnfleisch und Wange platziert, kontinuierlich ihren Inhalt abgeben. Und der hat es in sich: So haben Forschende bereits festgestellt, dass die von den sogenannten Pouches freigesetzte Nikotinmenge deutlich höher sein kann als bei Tabak- oder E-Zigaretten. Damit steigt nicht nur die Suchtgefahr, sondern auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Beeinträchtigungen der Mundgesundheit.
Der Verkauf der Pouches ist in Deutschland zwar offiziell verboten, doch über das Internet sind die kleinen Beutelchen leicht zu bestellen, wie Forschende im Selbstversuch herausgefunden haben. Und da sie anders als klassische Zigaretten oder Vapes nicht auffallen, wird es auch für Eltern (von denen viele wahrscheinlich noch gar nicht wissen, dass es diese Produkte überhaupt gibt) und Schulen schwer, den Konsum zu kontrollieren. Daher ist hier die Politik in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass bestehende Verbote auch eingehalten werden und junge Menschen besser vor gesundheitlichen Risiken geschützt werden.
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