Ausgabe 38/2025

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Freitag, 19. September 2025

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

trotz des seit 2024 geltenden Werbeverbots für E-Zigaretten nimmt der Konsum der Produkte unter Jugendlichen stetig zu. Mit dafür verantwortlich sind sicher die vielen Geschmacksrichtungen, in denen vor allem die Einweg-E-Zigaretten angeboten werden. Und natürlich – wie schon vor Jahrzehnten, als noch Cowboys über die Kinoleinwand ritten und am Lagerfeuer gemeinsam eine Zigarette rauchten – das Gefühl von Coolness und Zugehörigkeit. Und als wäre diese Entwicklung nicht besorgniserregend genug, erobern immer neue Nikotinprodukte den (Schwarz-)Markt. So zum Beispiel Nikotinbeutel, die, zwischen Zahnfleisch und Wange platziert, kontinuierlich ihren Inhalt abgeben. Und der hat es in sich: So haben Forschende bereits festgestellt, dass die von den sogenannten Pouches freigesetzte Nikotinmenge deutlich höher sein kann als bei Tabak- oder E-Zigaretten. Damit steigt nicht nur die Suchtgefahr, sondern auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Beeinträchtigungen der Mundgesundheit.

Der Verkauf der Pouches ist in Deutschland zwar offiziell verboten, doch über das Internet sind die kleinen Beutelchen leicht zu bestellen, wie Forschende im Selbstversuch herausgefunden haben. Und da sie anders als klassische Zigaretten oder Vapes nicht auffallen, wird es auch für Eltern (von denen viele wahrscheinlich noch gar nicht wissen, dass es diese Produkte überhaupt gibt) und Schulen schwer, den Konsum zu kontrollieren. Daher ist hier die Politik in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass bestehende Verbote auch eingehalten werden und junge Menschen besser vor gesundheitlichen Risiken geschützt werden.

Die Details der vorgestellten Studie sowie weitere interessante Meldungen können Sie im Newsletter nachlesen.

Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Nikotinbeutel und E-Zigaretten unterlaufen gesetzliche Bestimmungen

Nikotinbeutel und E-Zigaretten unterlaufen gesetzliche Bestimmungen

Der Konsum neuer Nikotinprodukte nimmt unter Jugendlichen weiter zu. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Verkaufsverbote und Altersbeschränkungen zu einfach zu umgehen sind. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) fordert daher stärkere Maßnahmen von der Gesundheitspolitik.

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Wie Schlafmangel Wachstumshormone aus dem Gleichgewicht bringen kann

US-Wissenschaftler haben die neuronalen Schaltkreise untersucht, die während des Schlafens die Ausschüttung von Wachstumshormon regulieren – und dabei einen neuen Feedback-Mechanismus entdeckt. Die präklinischen Ergebnisse könnten neue Therapiemöglichkeiten bei Schlafstörungen eröffnen.

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Immunzellen der Tumorumgebung entscheiden über Therapieerfolg bei kindlichen Hirntumoren

Immunzellen der Tumorumgebung entscheiden über Therapieerfolg bei kindlichen Hirntumoren

  Das zelluläre Umfeld eines Tumors kann die Genesung unterstützen oder sabotieren. Wie eine förderliche oder hinderliche „Nachbarschaft“ bei kindlichen Hirntumoren aussieht, zeigt eine umfangreiche Studie zur Tumor-Mikroumgebung aus Heidelberg. Die Studie gibt auch Hinweise darauf, wie sich die Kommunikation des Tumors möglicherweise blockieren lässt.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Medizinische Bildgebung und Risiko für hämatologische Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.
NEJM, 17.09.2025

Wirksamkeit und Sicherheit von GLP-1-Rezeptoragonisten bei Kindern und Jugendlichen mit Adipositas oder Typ-2-Diabetes – Eine systematische Überprüfung und Metaanalyse.
JAMA Pediatr, 15. September 2025

Vergleich der Wirksamkeit und Ergebnisse verschiedener Behandlungsstrategien für Pankreaspseudozysten bei Kindern: Eine systematische Überprüfung und Metaanalyse.
J Ped Surg, 16.09.2025

Psychosoziales und adaptives Verhalten bei Kindern nach einem Aufenthalt auf der pädiatrischen Intensivstation: Eine prospektive Kohortenstudie.
BMC Pediatr 2025;25(1):682.

 
 

Welttag der Patientensicherheit 2025: Experten fordern mehr Schutz für Kinder

Die Sicherheit von Kindern im Gesundheitssystem muss oberste Priorität haben. Das fordern das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), die KKH Kaufmännische Krankenkasse und die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) anlässlich des Welttags der Patientensicherheit am 17. September.

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Gentherapie: Hoffnung auf dauerhafte Heilung bei erblindenden Kindern

Gentherapie: Hoffnung auf dauerhafte Heilung bei erblindenden Kindern

In der Augenheilkunde ist Gentherapie längst Realität und entwickelt sich rasant weiter. Über Ergebnisse der Gentherapie für erblindenden Kindern berichtete der Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), Prof. Siegfried Priglinger, auf der Vorab-Pressekonferenz zum DOG-Kongress.

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KURZMELDUNGEN:

In den jährlichen Honorarverhandlungen für ärztliche und psychotherapeutische Leistungen hat der Bewertungsausschuss eine Anhebung des Orientierungswertes um 2,8 Prozent beschlossen.
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Die Medizin hat ein Führungsproblem – das zeigt eine Mitgliederbefragung des Marburger Bundes Hamburg. In dieser beklagen viele Ärzte Machtmissbrauch und Sexismus im Klinik-Alltag.
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Angesichts steigender Zahlen von Beißattacken durch Hunde fordert der Kinderchirurg Prof. Martin Lacher vom Universitätsklinikum Leipzig einen besseren Schutz von Kindern.
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TERMINE:

DGKJ-Jahrestagung / Kongress für Kinder- und Jugendmedizin 2025
24. – 27. September 2025
Leipzig

41. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie
25. – 28. September 2025
Münster

50. Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie und 21. Fortbildungsakademie
2. – 4. Oktober 2025
Bern, Schweiz

BVKJ: Herbst-Seminar-Kongress
10. – 11. Oktober 2025
Hannover

 
 

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