Ausgabe 51/2024

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Freitag, 20. Dezember 2024

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,

der Nachweis impfstoffabgeleiteter Polioviren in Abwasserproben von sieben großen deutschen Städten – und damit in allen darauf untersuchten Standorten – hat sicher den einen oder anderen Leser entsprechender Meldungen einen Blick in seinen Impfpass und den seiner Kinder werfen lassen. Zu Recht.  Denn wie eine anlassbezogene Auswertung des Robert-Koch-Institutes zeigt, ist der Impfschutz gegen das Poliovirus hierzulande vor allem bei kleinen Kindern und damit der besonders vulnerablen Gruppe schlecht. So sind im Alter von zwölf Monaten nur 21 Prozent der Kinder vollständig gegen die Erkrankung geimpft, im Alter von 24 Monaten sind es 77 Prozent. Diese Zahlen sind besorgniserregend und meilenweit von den angestrebten 95 Prozent im Alter von zwölf Monaten entfernt. Angesichts dieser Zahlen und der jüngsten Nachweise der vom Schluckimpfstoff abgeleiteten Polioviren besteht laut RKI die Möglichkeit, dass in Deutschland auch wieder Menschen an Polio erkranken. Ein Szenario, das man sich nicht vorstellen möchte und das so einfach zu verhindern ist.

Die detaillierten Zahlen zur Polio-Impfung sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im letzten Newsletter dieses Jahres nachlesen. Die erste Ausgabe 2025 finden Sie dann am 10. Januar wieder in Ihrem E-Mail-Postfach.

Bis dahin wünsche ich Ihnen eine schöne Weihnachtszeit, erholsame und ruhige Feiertage sowie einen guten und gesunden Start ins neue Jahr!




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
STIKO: Wesentliche Lücken bei Polio-Impfung in Deutschland

STIKO: Wesentliche Lücken bei Polio-Impfung in Deutschland

Polio gilt als nahezu ausgerottet. Nach der Entdeckung von Polioviren in Abwasserproben mehrerer deutscher Städte weist die Ständige Impfkommission jedoch auf erhebliche Impflücken hin.

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Adenotonsillektomie führt nicht zu unerwünschter Gewichtszunahme

Eine Adenotonsillektomie führt bei Kindern mit leichten obstruktiven schlafbezogenen Atmungsstörungen nicht zu einer unerwünschten Gewichtszunahme. Das geht aus einer Studie in der Fachzeitschrift „JAMA Otolaryngology-Head & Neck Surgery“ hervor.

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Durchfallerkrankungen: Weltweit noch immer eine der häufigsten Todesursachen bei kleinen Kindern und Senioren

Durchfallerkrankungen: Weltweit noch immer eine der häufigsten Todesursachen bei kleinen Kindern und Senioren

Eine neue Auswertung globaler Daten zeigt zwar, dass die weltweite Sterblichkeit im Zusammenhang mit Durchfallerkrankungen um 60 Prozent zurückgegangen ist. Immer noch aber sind die Mortalitätsraten in diesem Kontext bei Kindern unter fünf Jahren sowie bei Erwachsenen über 70 am höchsten – vor allem in Subsahara-Afrika und Südasien.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Blinatumomab bei akuter lymphatischer B-Zell-Leukämie mit Standardrisiko bei Kindern.
NEJM, 7. Dezember 2024

Sterblichkeit bei schwer verletzten Jugendlichen, die in pädiatrische Traumazentren eingewiesen werden, im Vergleich zu Einweisungen in Zentren für Erwachsene.
JAMA Netw Open 2024;7(12):e2450647.

Vergleich der robotergestützten laparoskopischen extravesikalen Ureter-Reimplantation bei primärem vesikoureteralen Reflux bei Säuglingen unter einem Jahr und älteren Kindern.
J Ped Surg, 16. Dezember 2024

Analyse der Schwangerschafts- und Neugeborenenergebnisse bei 100 schwangeren Frauen mit Rh-negativer Blutgruppe.
BMC Pregnancy Childbirth 2024 Dec 18;24(1):815.

 
 

Behandlungshäufigkeit akuter Atemwegsinfektionen im zeitlichen Umfeld der COVID-19-Pandemie

Laut einer aktuellen Studie des Zentralinstitutes für die kassenärztliche Versorgung (Zi) gab es 2020 und 2021 deutlich weniger diagnostizierte Atemwegserkrankungen, während die ärztliche Inanspruchnahme seit 2022 – mit Abklingen der Pandemie – stark ansteigt.

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Antidepressiva in der Schwangerschaft beeinträchtigen die Darmfunktion des Neugeborenen

Antidepressiva in der Schwangerschaft beeinträchtigen die Darmfunktion des Neugeborenen

Eine Erhöhung des Serotoninspiegels im Darmepithel verbessert im Tierversuch die Symptome von Angst und Depression. Das zeigt eine aktuelle Studie in „Gastroenterology“. Zudem fanden die Forscher heraus, dass die Einnahme von Antidepressiva während der Schwangerschaft das Risiko erhöht, dass Babys im ersten Lebensjahr Verstopfung entwickeln.

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KURZMELDUNGEN:

In Kooperation mit weiteren Fachgesellschaften hat die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) die S2k-Leitlinie „Interdisziplinäre Versorgung von Kindern nach Fremdkörperaspiration und Fremdkörperingestion“ vollständig überarbeitet.
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Zur Versorgung extremer Frühchen stehen in Nordrhein-Westfalen künftig nur noch 34 Perinatalzentren des Level 1 zur Verfügung, ein Viertel weniger als bislang (46). Die psychiatrische und psychosomatische Versorgung von Kindern und Jugendlichen soll gemäß des neuen Krankenhausplans NRW hingegen ausgebaut werden.
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TERMINE:

57. Pädiatrischer Fortbildungskurs Obergurgl
26. – 31. Januar 2025
Obergurgl, Österreich

59. Münchner EEG-Tage
19. – 21. Februar 2025
online

7th International Conference on Pediatric Liver Disease
20. – 21. Februar 2025
Hamburg

5. Heidelberger Symposium
21. Februar 2025
Heidelberg

 
 

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