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die Multiple Sklerose (MS) ist eine Autoimmunerkrankung, die vor allem junge Frauen betrifft und deren Lebensqualität deutlich beeinträchtigen kann. Ihre Ursachen sind noch weitgehend unbekannt. Da die Weichen für die Gesundheit im Erwachsenenalter aber oft schon in Kindheit und Jugend gelegt werden, haben Forschende der NAKO-Gesundheitsstudie nun untersucht, ob dies auch für die MS gilt. Möglicherweise könnte dann ja schon frühzeitig präventiv eingegriffen werden. Und tatsächlich ergab die Befragung von NAKO-Teilnehmern mit und ohne die Autoimmunerkrankung, dass neben den bereits bekannten Risikofaktoren (EBV-Infektion, familiäre Vorbelastung und Übergewicht/Adipositas in der Kindheit) auch Infektionen in der Kindheit, belastende Lebensereignisse und das Erstgeborene einer bei der Geburt mindestens 30 Jahre alten Mutter zu sein mit dem späteren MS-Risiko assoziiert waren. Schützend wirkte hingegen ein höheres Level körperlicher Aktivität in der Jugend, was den Forschenden zufolge die Bedeutung bereits bestehender Präventionsmaßnahmen im Rahmen anderer nichtübertragbarer Erkrankungen unterstreicht – beispielsweise zur Vermeidung kindlicher Infektionskrankheiten, zur Förderung gesunder Essgewohnheiten oder zur Förderung von Bewegung.
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