Ausgabe 34/2026

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Freitag, 21. August 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

neben der jüngsten Debatte, ab welchem Alter Kinder und Jugendliche Zugang zu Sozialen Medien haben sollten, wird immer wieder auch über ein Handyverbot an Schulen diskutiert. Die Befürworter versprechen sich davon Verbesserungen im sozialen Klima und der Lernleistungen.

Dass es hierfür nicht ausreicht, die allgegenwärtigen Smartphones vom Schulhof zu verbannen, zeigt nun eine aktuelle Studie aus Kalifornien. Für diese hatten die Forschenden das Leseverständnis von Schülern der dritten und sechsten Klasse in Abhängigkeit davon verglichen, ob die Kinder ein eigenes Handy besaßen oder nicht.

Überraschenderweise zeigte das Experiment, dass – anders als erwartet – weder die bloße Anwesenheit des Handys auf dem Tisch noch vereinzelte Benachrichtigungen die Konzentration der Kinder beim Lesen von Texten kurzfristig störten. Die eigentliche Gefahr scheint vielmehr im bloßen Besitz eines solchen Gerätes zu liegen: Kinder mit eigenem Smartphone erzielten über die gesamte Stichprobe hinweg signifikant schlechtere Ergebnisse im Leseverständnis. Eine Ausnahme bildeten lediglich Kinder aus nicht englischsprachigen Haushalten, bei denen das Lesen und Verfassen von Textnachrichten vermutlich als Sprachtraining dienten.

Damit bekommt die Debatte eine ganz andere Ausrichtung. Anstatt sich auf schulische Verbote zu konzentrieren, sollte vielmehr der Anschaffungszeitpunkt für ein solches Gerät kritisch hinterfragt werden. Sollten Eltern also die Lesekompetenz und möglicherweise auch andere (schulische) Fähigkeiten ihrer Kinder schützen wollen, sollten sie mit dem ersten eigenen Smartphone idealerweise bis nach der Grundschulzeit warten.

Die detaillierten Ergebnisse der Studie sowie weitere interessante Neuigkeiten finden Sie im Newsletter.

Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und ein entspanntes Wochenende!




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Grundschüler mit Handy lesen schlechter

Grundschüler mit Handy lesen schlechter

Handyverbote in der Schule mögen als gute Möglichkeit erscheinen, das Lernen von Grundschulkindern zu verbessern. Eine neue, in „Behavioral Sciences“ veröffentlichte Studie zeigt allerdings, dass schon der bloße Besitz eines Handys mit einem schlechteren Leseverständnis korreliert.

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10 Jahre VAXELIS®

Das sollten Sie anlässlich des 10-jährigen Jubiläums über den Impfstoff, die Möglichkeit der Koadministration von anderen Impfstoffen bei der Grundimmunisierung oder zur Möglichkeit eines Impfstoffwechsels bei der Auffrischimpfung wissen. Mehr dazu erfahren Sie hier!

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Lebensmittelallergien: Mehrere Möglichkeiten der Behandlung

Etwa acht Prozent der Kinder leiden an Lebensmittelallergien, die die Lebensqualität stark einschränken und lebensbedrohlich sein können. Je nach Therapieziel gibt es aber verschiedene Wege, mit Lebensmittelallergien umzugehen, wie eine aktuelle Studie in „JAMA Pediatrics“ zeigt.

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Riech- und Geschmacksstörungen sind nicht mehr typisch für akute SARS-CoV-2-Infektion

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Nach dem Ende der Corona-Pandemie sind Hyposmie und Hypogeusie bei Kindern nicht mehr pathognomonisch für eine akute SARS-CoV-2-Infektion. Eine aktuelle Querschnittsstudie zeigt, dass auch andere Atemwegsinfekte ähnliche objektive Defizite verursachen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Wirksamkeit von Silberdiaminfluorid bei Kleinkindern mit schwerer frühkindlicher Karies – Eine randomisierte klinische Studie.
JAMA Pediatr 27.07.2026

Schluckstörungen und Lebensqualität bei Kindern mit Mandelvergrößerung und schlafbezogenen Atmungsstörungen: Eine prospektive Kohortenstudie.
Int J Pediatr Otorhinolaryngol 2026;207:112926.

Langzeitauswirkungen von COVID-19 auf die Lungenfunktion von Kindern: Eine prospektive Längsschnittstudie.
Pediatr Pulmonol 2026;61(7):e71721. 

Körpergröße von Kindern und Verletzungsrisiko bei der Verwendung von Kinderrückhalte­systemen.
JAMA Netw Open 2026;9;(7):e2624972.

 
 

Risiko für Bronchopulmonale Dysplasie lässt sich im Urin ablesen

Die Bronchopulmonale Dysplasie (BPD) ist eine der Hauptursachen für Morbidität bei extrem frühgeborenen Säuglingen und lässt sich anhand klinischer Faktoren nach wie vor nur begrenzt vorhersagen. Ein US-amerikanisches Forscherteam hat für dieses Problem nun möglicherweise eine Lösung gefunden: den Urin der Kinder.

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Abklärung von Beta-Laktam-Allergien: Schnellere Tests sind sicher

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Viele gemeldete Arzneimittelallergien bei Kindern stellen sich bei genauerer Prüfung als harmlose Hautreaktionen heraus. Zwei aktuelle Studien aus der Türkei belegen nun, dass bei Patienten mit niedrigem Risiko sowohl verkürzte eintägige Provokationsprotokolle als auch direkte orale Tests ohne vorherige Hauttestung sicher und effektiv sind.

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KURZMELDUNGEN:

Laut einer Blitzumfrage des Deutschen Krankenhausinstitutes im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft können 59 Prozent der deutschen Kliniken kein einziges Patientenzimmer kühlen. Bei den restlichen 41 Prozent gelingt dies im Mittel nur bei elf Prozent der Zimmer.
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Beim plötzlichen, unerwarteten Säuglingstod haben Forschende aus Neuseeland einen Zusammenhang mit einem gewohnheitsmäßigem Vaping durch die Mutter ausgemacht.
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Besser verstehen, sicherer behandeln: Würzburg trainiert kultursensible Medizin.
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TERMINE:

Adipositaskongress
23.–25. September 2026
Potsdam

28. Infektiologischer Intensivkurs 2026
24.–26. September 2026
Würzburg

Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Prä- und Perinatale Medizin
25. September 2026
Wien (Österreich)

58th Annual Meeting of the European Society for Paediatric Nephrology
30. September – 3. Oktober 2026
Bordeaux (Frankreich)

12th Europaediatrics and 4th Joint Congress with ECPCP
8.–10. Oktober 2026
Venedig (Italien)

 
 

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