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Liebe Leserinnen und Leser,
neben der jüngsten Debatte, ab welchem Alter Kinder und Jugendliche Zugang zu Sozialen Medien haben sollten, wird immer wieder auch über ein Handyverbot an Schulen diskutiert. Die Befürworter versprechen sich davon Verbesserungen im sozialen Klima und der Lernleistungen.
Dass es hierfür nicht ausreicht, die allgegenwärtigen Smartphones vom Schulhof zu verbannen, zeigt nun eine aktuelle Studie aus Kalifornien. Für diese hatten die Forschenden das Leseverständnis von Schülern der dritten und sechsten Klasse in Abhängigkeit davon verglichen, ob die Kinder ein eigenes Handy besaßen oder nicht.
Überraschenderweise zeigte das Experiment, dass – anders als erwartet – weder die bloße Anwesenheit des Handys auf dem Tisch noch vereinzelte Benachrichtigungen die Konzentration der Kinder beim Lesen von Texten kurzfristig störten. Die eigentliche Gefahr scheint vielmehr im bloßen Besitz eines solchen Gerätes zu liegen: Kinder mit eigenem Smartphone erzielten über die gesamte Stichprobe hinweg signifikant schlechtere Ergebnisse im Leseverständnis. Eine Ausnahme bildeten lediglich Kinder aus nicht englischsprachigen Haushalten, bei denen das Lesen und Verfassen von Textnachrichten vermutlich als Sprachtraining dienten.
Damit bekommt die Debatte eine ganz andere Ausrichtung. Anstatt sich auf schulische Verbote zu konzentrieren, sollte vielmehr der Anschaffungszeitpunkt für ein solches Gerät kritisch hinterfragt werden. Sollten Eltern also die Lesekompetenz und möglicherweise auch andere (schulische) Fähigkeiten ihrer Kinder schützen wollen, sollten sie mit dem ersten eigenen Smartphone idealerweise bis nach der Grundschulzeit warten.
Die detaillierten Ergebnisse der Studie sowie weitere interessante Neuigkeiten finden Sie im Newsletter.
Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und ein entspanntes Wochenende!
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