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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,
im Jahr 2023 führte die nach Ansicht des Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte unzureichende Abbildung der OP-Kosten in der ambulanten Vergütung zu einem Versorgungsengpass bei Adenotomien, Tonsillotomien oder dem Setzen von Paukenröhrchen. Jetzt prognostiziert der Verband allerdings eine großflächige Schließung der belegärztlichen HNO-Abteilungen infolge der Krankenhausreform und den Wegfall von mehr als 4000 der genannten kinderchirurgischen Eingriffe pro Jahr allein in Nordrhein-Westfalen. Denn dort sieht der landeseigene Krankenhausplan die Schließung von 31 HNO-Belegabteilungen vor. Eine weitere Verschärfung der Situation fürchten die HNO-Ärzte dadurch, dass die genannten Eingriffe im Vergleich zu höherbewerteten Eingriffen anderer Fachrichtungen für Kliniken wirtschaftlich uninteressant sind und deshalb vom OP-Plan gestrichen werden. Die Leidtragenden dieser Situation sind (wieder einmal) die Kinder, die dann noch länger auf die benötigte OP warten müssen. Mit durchaus weitreichenden Folgen. Denn ein persistierender oder häufig wiederkehrender Paukenerguss beispielsweise ist nicht nur lästig, sondern kann auch die Sprachentwicklung beeinträchtigen.
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Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
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