Ausgabe 34/2025

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Freitag, 22. August 2025

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

seit November 2000 haben Kinder in Deutschland ein im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankertes Recht auf gewaltfreie Erziehung. So sind laut § 1631 Abs. 2 BGB körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen in der Erziehung unzulässig. Seitdem hat die Akzeptanz von Ohrfeigen, Klapsen und Co. als erzieherische Maßnahme in der Bevölkerung deutlich abgenommen. In eine ähnliche Richtung deuten auch die Ergebnisse einer Studie aus Großbritannien. In dieser gaben rund 20 Prozent der zwischen 1950 und 1979 geborenen Teilnehmer an, in ihrer Kindheit und Jugend körperliche Gewalt erfahren zu haben, während es in der Gruppe der nach 2000 Geborenen nur noch zehn Prozent waren. Allerdings berichtete jeder fünfte der jungen Studienteilnehmer von verbaler Gewalt, während sich von den älteren nur etwa zwölf Prozent an Beschimpfungen, Demütigungen und ähnliches erinnern konnten. Damit scheint nur ein Austausch der Gewaltformen stattgefunden zu haben. Das Problem dabei: Verbale Gewalt gegen Kinder führt zu ähnlichen psychischen Folgen wie körperliche Gewalt, wie die britischen Wissenschaftler ebenfalls zeigen. Nur ist sie noch schwerer nachweisbar.

Die Details zur Studie sowie weitere interessante Meldungen können Sie im Newsletter nachlesen.

Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Verbale Gewalt in der Kindheit ist so schädlich wie körperliche Misshandlung

Verbale Gewalt in der Kindheit ist so schädlich wie körperliche Misshandlung

Verbale Gewalt in der Kindheit hat ähnliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Erwachsenen wie körperliche Gewalt. Dies geht aus einer generationsübergreifenden Studie hervor, die in „BMJ Open“ veröffentlicht wurde.

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Typ-1-Diabetes: Liegt der Schlüssel zur Heilung im Gehirn?

Vor mehr als einem Jahrzehnt fanden Forscher heraus, dass die diabetische Ketoazidose (DKA) mit dem Hormon Leptin auch ohne Insulin behandelt werden kann. Nun zeigt ein im „Journal of Clinical Investigation“ veröffentlichter Aufsatz, wie Leptin das Gehirn beeinflusst und wie es in zukünftigen Therapien eingesetzt werden könnte.

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Neuer Therapieansatz für seltene Hirnerkrankung im Kindesalter

Neuer Therapieansatz für seltene Hirnerkrankung im Kindesalter

Freiburger Mediziner zeigen erstmals, dass Immunzellen im Gehirn an der Entsorgung von Stoffwechselprodukten beteiligt sind. Diese Erkenntnis kann helfen, eine Therapien für Kinder mit Morbus Sandhoff zu entwickeln.  

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Influenza mit und ohne Oseltamivir-Behandlung und neuropsychiatrische Symptome bei Kindern und Jugendlichen.
JAMA Neurology, 04.08.2025

Langzeitergebnisse nach partieller Splenektomie im Vergleich zur totalen Splenektomie bei Kindern mit Hereditärer Sphärozytose.
J Ped Surg, 04.08.2025

Ergänzende Gabe von Spendermilch vs. Säuglingsnahrung bei mittel- bis spätgeborenen Frühgeborenen – Eine randomisierte klinische Studie.
JAMA Pediatrics, 04.08.2025

Body-Mass-Index bei Jugendlichen, Gewichtsentwicklung bis ins Erwachsenenalter und Osteoporose-Risiko.
JAMA Netw Open 2025;8;(8):e2525079.

 
 

Long-COVID wird bei kleinen Kindern oft nicht erkannt

Auch Säuglinge, Kleinkinder und Kinder im Vorschulalter zeigen Symptome von Long-COVID, aber laut einer Studie von Rutgers Health können die Symptome in diesem Alter von denen bei älteren Kindern und Jugendlichen abweichen und schwieriger zu erkennen sein.

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Europäische Studie untersucht Überlebensrate bei Hirntumoren im Kindesalter

Europäische Studie untersucht Überlebensrate bei Hirntumoren im Kindesalter

Die Überlebensraten von Kindern mit Hirntumoren haben sich in den vergangenen 15 Jahren verbessert. Zudem haben betroffene Kinder in ganz Europa Zugang zu ähnlichen Behandlungen, wodurch die Unterschiede in der Überlebensrate zwischen den Ländern geringer sind als bisher angenommen. Das geht aus einer Studie in „The Lancet Oncology“ hervor.

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KURZMELDUNGEN:

Fast zehn Jahre nach der Geburt eines Kindes in einem ihrer Häuser wird eine Krankenhausgesellschaft zu Schmerzensgeld in Rekordhöhe verurteilt. Durch Fehler des Personals werde das Mädchen für immer leiden, meinen die Richter.
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Das Forschungsprojekt MIA–PROM entwickelt eine auf Künstliche Intelligenz gestützte Assistenz, die Patienten beim Erfassen ihres Gesundheitszustands unterstützt – mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung zu verbessern.
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Seit Januar 2024 gilt bei Frühgeburten die Mindestmengenregelung des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA). Das Universitätsklinikum Dresden und die Gesellschaft für Perinatalmedizin fordern eine Beibehaltung dieser Regelung.
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TERMINE:

Praktische Neurodermitis-Therapie im Kindesalter
5. - 6. September 2025
Dresden

Symposium Geschlechtsinkongruenz
17.09.2025
Berlin

DGKJ-Jahrestagung / Kongress für Kinder- und Jugendmedizin 2025
24.09. – 27.09.2025
Leipzig

41. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie
25.09. – 28.09.2025
Münster

50. Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie und 21. Fortbildungsakademie
02.10. – 04.10.2025
Bern, Schweiz

 
 

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