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Eltern pubertierender Kinder haben oft den Eindruck, als seien im Gehirn ihres Nachwuchses „alle Stecker“ gezogen worden. Die Teenager sind launisch, vergesslich und chaotisch. Tatsächlich finden während der Pubertät im Gehirn weitreichende „Umbauarbeiten“ statt, bei denen ungenutzte Verbindungen zwischen Nervenzellen gekappt und häufig genutzte stabilisiert werden. Dies ist ein sensibler Prozess und dauert im Frontalhirn, das für strukturiertes Handeln und Impulskontrolle wichtig ist, besonders lange.
Forschende aus den USA haben nun an Mäusen herausgefunden, dass die Immunzellen des Gehirns, die Mikroglia, hier eine besondere Rolle spielen. In dem sie nach dopaminerger Aktivierung Kontakt zu den Axonen von Nervenzellen herstellen, lösen sie die Bildung neuer synaptischer Endknöpfchen entlang dieser Zellausläufer aus. Damit fördern die Immunzellen aktiv die Plastizität der dopaminergen Verbindungen im Gehirn. Die Forschenden wollen nun untersuchen, ob sich Mikrogliazellen auch pharmakologisch manipulieren lassen, um auf diese Weise neuropsychiatrische Erkrankungen zu behandeln, die ihren Ursprung in „Pannen während der Umbauarbeiten“ haben könnten.
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