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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,
werden Menschen nach ihren größten Ängsten befragt, steht eine schwere Erkrankung wie beispielsweise Krebs bei sich oder den nächsten Angehörigen meist ganz oben auf der Liste. Dazu trägt neben dem oft tödlichen Verlauf und der belastenden Therapie sicher auch das Gefühl bei, selbst kaum Einfluss darauf zu haben, ob man erkrankt oder nicht. Eine Ausnahme hiervon bildet der Gebärmutterhalskrebs, dem inzwischen durch eine Impfung im Kindes- und Jugendalter gegen verschiedene Humane Papillomaviren wirksam vorgebeugt werden kann. Und dennoch war im Jahr 2022 nur jedes zweite Mädchen und nur knapp jeder dritte Junge im Alter von 14 Jahren vollständig immunisiert, wie aktuelle Daten des Zentralinstitutes für die kassenärztliche Versorgung (Zi) zeigen. Damit hinkt Deutschland dem Europäischen Plan zur Krebsbekämpfung deutlich hinterher. Dieser hat unter anderem das Ziel, bis 2030 bei den Mädchen eine HPV-Impfquote von 90 Prozent zu erreichen. Zudem soll auch die Impfquote bei Jungen deutlich steigen. Das geht nur durch bessere Aufklärung der Eltern, auch in der Kinderarztpraxis.
Die genauen Zahlen des Zi zur HPV-Impfung sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im Newsletter nachlesen.
Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
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