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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,
jedes Jahr wird bei etwa 100 Kinder in Deutschland ein Wilms-Tumor diagnostiziert. Beim Großteil der betroffenen Kinder entsteht der Tumor durch eine spontane genetische Veränderung während der Entwicklung im Mutterleib. Bei rund zehn Prozent liegt eine Keimbahnmutation und damit eine erbliche Veranlagung vor. Ein Team deutscher und britischer Wissenschaftler hat nun die Tumoren von 137 Kindern mit Nephroblastom genetisch analysiert und nach Treibermutationen gruppiert. Dabei stellten sie fest, dass einige der Keimbahnmutationen auch das Risiko für sekundäre Krebsarten erhöhen, teils erst im Erwachsenenalter. Damit haben die Forschenden nicht nur die Grundlage für verbesserte Screening-Programme und eine genauere Risikoabschätzung für betroffene Kinder geschaffen. Sie hoffen auch, den kleinen Patienten künftig mit genetisch maßgeschneiderten Behandlungsplänen sowohl die wirksamste Behandlung zukommen lassen zu können als auch die Nebenwirkungen so weit wie möglich zu minimieren.
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Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
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