|
Liebe Leserinnen und Leser,
wieder einmal hat sich eine Studie damit beschäftigt, wie sich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) die Analyse von histologischen Gewebeschnitten optimieren lässt. In „Nature Methods“ stellten österreichische Forschende jüngst das Software-Tool „LazySlide“ vor. Dieses soll Daten, beispielsweise aus Whole-Slide-Bildern, zugänglicher machen und die Integration in andere rechnergestützte Workflows erleichtern. Außerdem ermöglicht LazySlide, dass Gewebeschnitte mit Wörtern durchsucht werden können. Dadurch lassen sich nicht nur bestimmte Merkmale identifizieren, sondern auch quantifizieren und vergleichen – und die Forschung bestenfalls beschleunigen.
Sichtbar machen und Daten verknüpfen lauteten auch die Ziele einer Studie der Universität Basel. Hier entwickelte das Team ein neues Bildgebungsverfahren, das die Aktivität von Genen im gesamten Zebrafisch-Embryo visualisiert. Das ermöglichte den Wissenschaftlern, einen vierdimensionalen Gen- und Zellatlas zu erstellen, der neben räumlichen auch zeitliche Prozesse abbildet. Langfristig könnte diese Forschung neue Einblicke in die Organogenese von Wirbeltieren liefern.
Zwei weitere Studien betonen hingegen die Bedeutung der Zeit in der Diagnostik. So fanden die Autoren der WASHOUT-Studie heraus, dass bei Notfallpatientinnen und Patienten, die Blut im Urin aufweisen, innerhalb von 48 Stunden eine Untersuchung der Blase erfolgen sollte, um das Sterberisiko zu reduzieren. Ebenso essenziell ist eine schnelle und präzise Diagnostik im Fall einer Sepsis. Doch neuen Daten zufolge gibt es auch hier in Europa deutlichen Verbesserungsbedarf.
Kreativität, ein gutes Auge und Schnelligkeit sind auch dieses Wochenende gefragt. Denn ob KI bei der bevorstehenden Eiersuche helfen kann, daran habe ich so meine Zweifel. Bei Bedarf erleichtert sie aber vielleicht die Auswahl einer geeigneten Färbemethode. So oder so wünsche ich Ihnen eine informative Lektüre und ein buntes, frohes Osterfest!
|