Ausgabe 14/2026

Klicken Sie hier, um diesen Newsletter online anzusehen!

newsletter-logo-kom-onko
 
 

Mittwoch, 01. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

wieder einmal hat sich eine Studie damit beschäftigt, wie sich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) die Analyse von histologischen Gewebeschnitten optimieren lässt. In „Nature Methods“ stellten österreichische Forschende jüngst das Software-Tool „LazySlide“ vor. Dieses soll Daten, beispielsweise aus Whole-Slide-Bildern, zugänglicher machen und die Integration in andere rechnergestützte Workflows erleichtern. Außerdem ermöglicht LazySlide, dass Gewebeschnitte mit Wörtern durchsucht werden können. Dadurch lassen sich nicht nur bestimmte Merkmale identifizieren, sondern auch quantifizieren und vergleichen – und die Forschung bestenfalls beschleunigen.

Sichtbar machen und Daten verknüpfen lauteten auch die Ziele einer Studie der Universität Basel. Hier entwickelte das Team ein neues Bildgebungsverfahren, das die Aktivität von Genen im gesamten Zebrafisch-Embryo visualisiert. Das ermöglichte den Wissenschaftlern, einen vierdimensionalen Gen- und Zellatlas zu erstellen, der neben räumlichen auch zeitliche Prozesse abbildet. Langfristig könnte diese Forschung neue Einblicke in die Organogenese von Wirbeltieren liefern.

Zwei weitere Studien betonen hingegen die Bedeutung der Zeit in der Diagnostik. So fanden die Autoren der WASHOUT-Studie heraus, dass bei Notfallpatientinnen und Patienten, die Blut im Urin aufweisen, innerhalb von 48 Stunden eine Untersuchung der Blase erfolgen sollte, um das Sterberisiko zu reduzieren. Ebenso essenziell ist eine schnelle und präzise Diagnostik im Fall einer Sepsis. Doch neuen Daten zufolge gibt es auch hier in Europa deutlichen Verbesserungsbedarf.

Kreativität, ein gutes Auge und Schnelligkeit sind auch dieses Wochenende gefragt. Denn ob KI bei der bevorstehenden Eiersuche helfen kann, daran habe ich so meine Zweifel. Bei Bedarf erleichtert sie aber vielleicht die Auswahl einer geeigneten Färbemethode. So oder so wünsche ich Ihnen eine informative Lektüre und ein buntes, frohes Osterfest! 




   Milo Klesse
   Redaktion Labormedizin

 

 
 
Vom Gewebeschnitt zur Datenquelle: KI-Werkzeug eröffnet neue Möglichkeiten für Klinik und Forschung

Vom Gewebeschnitt zur Datenquelle: KI-Werkzeug eröffnet neue Möglichkeiten für Klinik und Forschung

Trotz ihrer zentralen Bedeutung lassen sich mikroskopische Bilder menschlicher Gewebe häufig nur schwer systematisch auswerten und mit anderen biologischen Datentypen verknüpfen. Eine neue Studie in „Nature Methods“ stellt nun ein Open-Source-Softwaretool vor, das die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz nutzt und die Analyse digitaler Pathologie demokratisieren soll.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 

 
 

Embryonalentwicklung in 4D: Forschende erstellen Atlas für Gene und Zellen

Ein neues Bildgebungsverfahren macht es möglich, die Aktivität Tausender Gene gleichzeitig im gesamten Zebrafisch-Embryo sichtbar zu machen. Ein Forschungsteam der Universität Basel hat damit nun einen Atlas aller Gene und Zellen erstellt, die sich an der Entwicklung vom Zellhaufen zum Embryo beteiligen.

Lesen Sie hier weiter ...
 

 
 
Blut im Urin: Rechtzeitige Untersuchung könnte Leben retten

Blut im Urin: Rechtzeitige Untersuchung könnte Leben retten

Laut einer neuen Studie stirbt jeder zehnte Notfallpatient mit sichtbarem Blut im Urin innerhalb von drei Monaten nach der Vorstellung in der Notaufnahme. Die WASHOUT-Studie ergab, dass eine Untersuchung innerhalb von 48 Stunden dieses Risiko verringern kann.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 

Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Kalium-Referenzintervalle: Bedarf an separaten Referenzintervallen für Serum und Plasma
J Appl Lab Med 24.03.2026

3D-Bildgebung mit verbesserter TransparenzSignal-Rausch-Verhältnissen und Antigen-Nachweis mittels HyPer-3D
Cell Rep Methods 30.03.2026

Räumliche Single-Cell-Transkriptomanalyse der menschlichen Hautanatomie
Nat Genet 23.03.2026

Die fatale Trias bei PCR-negativen pädiatrischen Autopsien: Fokus auf Aspiration, okkulte Sepsis und zugrundeliegende Immunfunktionsstörung
Forensic Sci Int 10.03.2026

 
 

Orales Plattenepithelkarzinom: Krankheitsprogression und Mortalität besser vorhersagen

Durch Untersuchung der Lymphgefäße des Tumors könnten Krankheitsprogression und Mortalität beim oralen Plattenepithelkarzinom besser vorhergesagt werden. Dabei kommt es auf die Oberflächenzellen der Lymphgefäße an.

Lesen Sie hier weiter ...
 

 
 
Sepsisversorgung in Europa: Studien zeigen  Defizite und dringenden Handlungsbedarf

Sepsisversorgung in Europa: Studien zeigen Defizite und dringenden Handlungsbedarf

Zwei aktuelle Publikationen zeigen, wie groß der Verbesserungsbedarf in der Sepsisversorgung europäischer Krankenhäuser ist. Damit wird eine Grundlage für neue nationale und europäische Strategien zur Verbesserung der Sepsisversorgung gelegt.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 

NACHRICHTEN:

Im Einstein Center for Early Disease Interception bündeln Forschende aus zwölf Berliner Institutionen nun ihre Expertise, um neue Wege der Prävention zu erschließen und schneller in die Anwendung zu bringen.
Weiterlesen ...

Extrem kalt, jahrzehntelang haltbar: Die Kapazität des Kryolagers an der Universitäts­medizin Halle soll deutlich erweitert werden.
Weiterlesen ...

Am Bosch Health Campus in Stuttgart integriert mit PGxMTB das europaweit erste EU-Projekt die Pharmakogenomik systematisch in molekulare Tumorboards.
Weiterlesen ...

TERMINE:

38th European Congress of Pathology
12.–16. September 2026
Stockholm, Schweden

 
 

„KOMPAKT LABORMEDIZIN“ ist ein Titel der Biermann Verlag GmbH in Köln. Sie erhalten diese E-Mail, da Sie für diesen Newsletter angemeldet sind. Sie können in unserem Fachportal weitere Newsletter zu verschiedenen medizinischen Fachrichtungen abonnieren. Sollten Sie kein Interesse mehr an diesem Newsletter haben, können Sie sich hier abmelden. Haben Sie Fragen oder Anregungen zu unseren Themen und Inhalten, freuen wir uns auf Ihre E-Mail: [email protected]. Bitte beachten Sie, dass dieser Newsletter nur Angehörigen der Heilberufe gemäß HWG §10 zugänglich gemacht werden darf; das gilt auch für das Weiterempfehlen und Weiterleiten.

Impressum: Biermann Verlag GmbH | MedCon Health Contents GmbH | HRB Bonn 11110 | HRB Köln 78926

Geschäftsführer: Dr. med. Hans Biermann

Hier vollständiges Impressum aufrufen