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Liebe Leserinnen und Leser,
beim Melanom hängt die Prognose sehr stark vom Zeitpunkt der Diagnose ab. Bei frühzeitiger Entdeckung ist es oft heilbar, während das Rezidivrisiko bei Lymphknotenbeteiligung deutlich ansteigt. Daher ist die Frage, ob Metastasen in den Lymphknoten vorliegen, entscheidend für die weitere Therapie. Um diesbezüglich Klarheit zu erlangen, wird bislang die Sentinel-Lymphknotenbiopsie in Vollnarkose durchgeführt. Dieser Eingriff ist nicht nur mit zusätzlichen Risiken verbunden, sondern ergibt in fast 80 Prozent der Fälle ein negatives Ergebnis.
Um zumindest einem Teil der Melanom-Patienten eine solche Biopsie ersparen zu können, haben Forschende nun einen Test entwickelt, der das Risiko für einen Lymphknotenbefall ermittelt. Dabei wird die Aktivität von acht Genen im ohnehin resezierten Melanom-Gewebe bestimmt und mit Alter und Tumordicke kombiniert, um das individuelle Risiko einer Lymphknotenmetastasierung zu schätzen.
Einen wenig bis nicht invasiven Blick in den Körper bieten auch Haare. An ihnen lassen sich Mangelzustände, Rückstände von Drogen, aber auch anhaltender psychischer Stress ablesen. Forschende Universität Innsbruck (Österreich) haben nun einen massenspektrometrischen Proteomics-Ansatz entwickelt, mit dem sie sogar selbstverletzendes Verhalten nachweisen konnten. Die Forschenden sehen darin einen Ansatz für Prävention und Risikoeinschätzung bei psychischen Belastungen.
Neue Ideen sind auch im Kampf gegen multiresistente Keime gefragt, zu denen der „Krankenhauskeim“ Staphylococcus aureus zählt. Der findet sich bei etwa 30 Prozent der Menschen und kann durch Abstriche der Nasenschleimhaut nachgewiesen werden. Dort tummeln sich jedoch noch jede Menge anderer Mikroorganismen, die ein entscheidendes Wörtchen dabei mitzureden haben, wie stark sich der Krankenhauskeim ausbreitet. Denn der braucht hierfür dringend das Vitamin Biotin. Und genau hier sehen Forschende eine Möglichkeit, regulierend einzugreifen: Durch Probiotika, die aus Biotin-Konkurrenten bestehen und so dem gefährlichen Keim die „Wurst vom Brot“ nehmen.
Ich wünsche eine informative Lektüre!
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