|
Liebe Leserinnen und Leser,
in der Vergangenheit hatten hochrangig publizierte Studien angedeutet, dass unterschiedliche Krebsarten ein für sie spezielles und sehr ausgeprägtes Mikrobiom aufweisen. Eine erneute Analyse der Sequenzierungsdaten des „Cancer Genome Atlas“ zeichnet nun aber ein ganz anderes Bild. Die verantwortlichen Forscher der kürzlich in „Science Translational Medicine“ publizierten Studie gehen anhand ihrer Untersuchungen davon aus, dass das tumorspezifische Mikrobiom weitaus kleiner ist als bislang angenommen – und es sich bei vielen der zuvor identifizierten mikrobiellen Sequenzen um Kontaminationen handelt. Bekannte Zusammenhänge – beispielsweise die von HPV mit Gebärmutterhalskrebs oder von Helicobacter pylori mit Magenkrebs – konnten in der aktuellen Studie jedoch bestätigt werden.
Lesen Sie außerdem im heutigen Newsletter: Fraunhofer-Forschende wollen Antibiotika-Resistenzen mit einem neuen Schnelltestsystem innerhalb von wenigen Minuten sichtbar machen. Drei neue RNA-Biomarker aus dem Urin könnten künftig womöglich das diagnostische Arsenal zum Test auf Prostatakrebs erweitern. Forscher aus Heidelberg konnten zeigen, dass eine präzisionsmedizinische Behandlung auf Grundlage molekularer Diagnostik in der Ersttherapie von Glioblastomen praktisch umsetzbar ist. Die Künstliche Intelligenz spielt auch in der Medizin eine immer größere Rolle – was von den Patienten mitunter jedoch eher skeptisch beäugt wird.
Eine informative Lektüre wünscht
|