Ausgabe 7/2026

Klicken Sie hier, um diesen Newsletter online anzusehen!

newsletter-logo-kom-onko
 
 

Mittwoch, 11. Februar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

nahezu 40 Prozent aller Krebserkrankungen wären laut Nationalem Krebsplan vermeidbar. Eine entscheidende Rolle spielt natürlich der Lebensstil. Allerdings häuft sich seit Jahren ebenso die wissenschaftliche Evidenz für eine ausgeprägte genetische Komponente bei bestimmten Krebsarten. Wie sehr nutzen wir hier das Potenzial unserer Möglichkeiten schon aus?

In Australien hat eine Pilotstudie gezeigt, dass mithilfe eines genomischen Screenings junge Menschen mit genetischen Hochrisikovarianten frühzeitig identifiziert werden können. Getestet wurde auf zehn relevante Gene, die u.a. mit Brust- und Eierstockkrebs assoziiert sind. Den Ergebnissen zufolge waren rund zwei Prozent der 10.000 Teilnehmenden betroffen. Das Problem: Kaum einer von ihnen hätte nach aktuellen Richt- und Leitlinien die Kriterien für zugelassene Vorsorgeuntersuchungen erfüllt. Das Alter war dabei eines der Hauptausschlusskriterien. Sind die derzeitigen Vorgaben, insbesondere für Menschen mit familiärer Vorbelastung, also noch zeitgemäß?

Nein, finden die australischen Forschenden und untersuchten in ihrer Studie deshalb die Durchführbarkeit solcher „Gentests für alle“. Ob die Ergebnisse auf Deutschland übertragbar sind, ist schwer zu sagen und sicherlich auch eine Frage der Kapazitäten. Weitere Bedenken gibt es hinsichtlich des Datenschutzes. Während Australien bereits ein Gesetz zum Schutz vor Diskriminierung bei Lebensversicherungen verabschiedet hat, scheint eine solche Effizienz von Seiten des deutschen Gesetzgebers angesichts aktueller Debatten in weiter Ferne.

Früherkennung und Prävention stehen natürlich auch bei anderen Erkrankungen im Fokus. In diesem Newsletter finden Sie deshalb weitere spannende Meldungen zu Typ-1-Diabetes, Parkinson und Morbus Crohn. Allen Jecken empfehle ich kommendes Wochenende eine angemessene Kater-Prävention. Viel Spaß beim Stöbern und ein dreifach kräftiges Kölle Alaaf!




   Milo Klesse
   Redaktion Labormedizin

 

 
 
Krebsrisiko: Australien testet kostenfreie Gentests für junge Menschen

Krebsrisiko: Australien testet kostenfreie Gentests für junge Menschen

Eine Pilotstudie zeigt: Rund zwei Prozent der 18 bis 40-Jährigen Australier tragen genetische Hochrisikovarianten für bestimmte Krebsarten – aber die wenigsten erfüllen die Kriterien für bereits zugelassene Screenings. Die Forschenden plädieren deshalb nun für kostenfreie Gentests in der Routineversorgung.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 

 
 

Typ-1-Diabetes: Früherkennung durch Nabelschnurblut?

Bislang gibt es keine zuverlässige Methode, um einen Typ-1-Diabetes vor seiner Entstehung zu erkennen oder gar vorzubeugen. Laut einer neuen Studie lassen sich im Nabelschnurblut jedoch bestimmte Proteinmuster identifizieren, die die Erkrankung voraussagen könnten.

Lesen Sie hier weiter ...
 

 
 
Nachweis von Parkinson-Biomarkern im Blut noch vor Hirnschädigung möglich

Nachweis von Parkinson-Biomarkern im Blut noch vor Hirnschädigung möglich

Ein Forschungsteam aus Schweden hat Biomarker für Parkinson in seinen frühesten Stadien identifiziert, noch bevor es zu ausgedehnten Hirnschäden kommt. Die biologischen Prozesse hinterlassen für einen begrenzten Zeitraum messbare Spuren im Blut und könnten so zur Früherkennung und frühzeitigen Behandlung genutzt werden.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 

Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Validierung eines neu von der FDA zugelassenen automatisierten Methotrexat-Immunoassays für das therapeutische Drug-Monitoring an mehreren Standorten
J Appl Lab Med 23.01.2026

Mikrobielle Profilierung von Urothelkarzinom- und benignem Blasengewebe aus Formalin fixierten Proben
Urol Oncol 06.02.2026

Metabolomische Signaturen des Konsums hochverarbeiteter Lebensmittel: Auf dem Weg zu objektiven Biomarkern für die Ernährung
Clin Chem 04.02.2026

 
 

Morbus Crohn: Antikörper-Nachweis zur Früherkennung – Chance auf Prävention?

Erst Symptome, dann die Diagnose? Dank Forschenden aus Kanada könnte sich das für Morbus Crohn vielleicht bald ändern: Bestimmte Personen mit erhöhtem Risiko für die Erkrankung können potenziell frühzeitig durch einen Nachweis von Flagellin-Antikörpern im Blut identifiziert werden.

Lesen Sie hier weiter ...
 

 
 
Spinale Muskelatrophie: Welche Mutation hat klinische Relevanz?

Spinale Muskelatrophie: Welche Mutation hat klinische Relevanz?

Mithilfe von Zebrafischen prüfen Forschende, ob eine Mutation des SMN(Survival Motor Neuron)-Gens bei Neugeborenen zu Spinaler Muskelatrophie (SMA) führt und daher behandelt werden muss.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 

NACHRICHTEN:

Der Zukunftscluster nanodiag BW arbeitet an neuartigen nanoporengestützten Diagnoseverfahren. Nun wurde die zweite Förderphase bewilligt, in der der Fokus auf der klinischen Anwendung liegen soll.
Weiterlesen ...

Findable, Accessible, Interoperable, Reusable – das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung demonstriert an einem Basisdatensatz, wie die FAIR-Prinzipien in der Forschung umgesetzt werden sollten.
Weiterlesen ...

TERMINE:

Frühjahrstagung Thoraxpathologie 2026
13.03. – 14.03.2026
Leipzig

 
 

„KOMPAKT LABORMEDIZIN“ ist ein Titel der Biermann Verlag GmbH in Köln. Sie erhalten diese E-Mail, da Sie für diesen Newsletter angemeldet sind. Sie können in unserem Fachportal weitere Newsletter zu verschiedenen medizinischen Fachrichtungen abonnieren. Sollten Sie kein Interesse mehr an diesem Newsletter haben, können Sie sich hier abmelden. Haben Sie Fragen oder Anregungen zu unseren Themen und Inhalten, freuen wir uns auf Ihre E-Mail: [email protected]. Bitte beachten Sie, dass dieser Newsletter nur Angehörigen der Heilberufe gemäß HWG §10 zugänglich gemacht werden darf; das gilt auch für das Weiterempfehlen und Weiterleiten.

Impressum: Biermann Verlag GmbH | MedCon Health Contents GmbH | HRB Bonn 11110 | HRB Köln 78926

Geschäftsführer: Dr. med. Hans Biermann

Hier vollständiges Impressum aufrufen