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Liebe Leserinnen und Leser,
auf der Arbeit ist gerne von Flow die Rede, in der Finanzwelt von Liquidität – „flüssig“ erscheint ein erstrebenswerter Zustand. Was die Beliebtheit von Körperflüssigkeiten angeht, fallen die Meinungen in der Allgemeinheit vermutlich eher unterschiedlich aus. In der Medizin sind Flüssigbiopsien hingegen große Hoffnungsträger.
Als nicht invasive Optionen in der Diagnostik sind sie nicht nur angenehmer für die Patienten, sondern bieten auch die Möglichkeit, mehrere Erkrankungen gleichzeitig zu erkennen und darüber hinaus früher und gezielter zu behandeln. Zu diesem Schluss kommen jedenfalls die Autoren einer Studie, die auf Basis der SEER-Datenbank ein Simulationsmodell entwickelten. Ihre Ergebnisse zeigen, dass Diagnosen im Endstadium einer Krebserkrankung durch den Einsatz von Multi-cancer Early Detection Tests (MCED) um schätzungsweise 45 Prozent reduziert werden könnten.
Außerdem lassen sich Patienten mit extrapulmonaler Tuberkulose offenbar anhand ihrer Blutzellen in drei Immunotypen klassifizieren, was Diagnose und Behandlung erleichtern könnte. Die Diagnose der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) kann neuesten Ergebnissen zufolge durch die Kombination zweier Blut-Biomarker verbessert werden. Auch der Speichel kann aufschlussreich sein: Er enthält extrazelluläre Vesikel mit microRNAs, die eine Rolle bei Adipositas spielen könnten.
Ich wünsche eine informative Lektüre und einen guten Flow!
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