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Liebe Leserinnen und Leser,
finden Sie es auch lästig, etwas nicht nachvollziehen zu können? Wenn Entscheidungen getroffen werden, aber die Grundlage dafür ein Rätsel bleibt? Und die Selbstreflexion der Entscheidungsträger zu wünschen übriglässt?
Forschende aus Marburg haben ein neues KI-System entwickelt, das die Diagnostik von B-Zell-Lymphomen unterstützen könnte. FlowXAI basiert auf Daten aus der Durchflusszytometrie und erzielte bereits auf Grundlage weniger Trainingsdaten überzeugende Ergebnisse. Der Vorteil: Die Künstliche Intelligenz erklärt ihre Entscheidung und schätzt ihre eigene Diagnose als sicher, wahrscheinlich oder schwierig ein. So können Ärztinnen und Ärzte leichter erkennen, wann zusätzliche Expertise erforderlich ist. Eine Transparenz, die man sich auch von unserem Gesetzgeber öfter wünschen würde …
Wie es nach einer Krebsdiagnose weiter geht, hängt stark von verschiedenen Faktoren ab, nicht zuletzt von Art und Stadium der Krebserkrankung. Der Nachweis von zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) etabliert sich derzeit bei vielen Krebsarten als Biomarker für das Ansprechen auf eine adjuvante Therapie. Aktuelle Daten aus der Phase-II-Studie GALAXY zeigen beispielsweise, dass Darmkrebspatienten mit Lebermetastasen, die nach einer Operation positiv auf ctDNA getestet wurden, stärker von einer adjuvanten Chemotherapie profitierten als Patienten mit einem negativen ctDNA-Befund.
Eine Studie zum Prostatakarzinom hat wiederum ergeben, dass bestimmte genetische Variationen die Ferroptose-Empfindlichkeit des Tumors vorhersagen könnten. Und Untersuchungen an Gewebeproben von Patienten mit Nichtkleinzelligem Lungenkarzinom deuten an, dass auch solche Immunzellen, die es nicht in den Tumor schaffen, sondern im Stroma verbleiben, den Krankheitsverlauf mitbestimmen.
Eine informative Lektüre bei angenehmen Temperaturen wünscht Ihnen
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