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Liebe Leserinnen und Leser des KOMPAKT LABORMEDIZIN UND PATHOLOGIE,
wenn es darum geht, Substanzen im Urin von Kindern nachzuweisen, die dort nicht hingehören, empfehlen die Autoren einer aktuellen US-amerikanischen Untersuchung, direkt mit der Massenspektroskopie zu arbeiten – und nicht erst mit einem Standard-Urindrogentest mittels Immunoassay. Letzterer könne bei niedrigen Urinkonzentrationen – beispielsweise von Amphetamin/Methamphetamin, Methadon oder Fentanyl – zu falsch-negativen Ergebnissen führen. Die Wahrscheinlichkeit für solche irreführenden Resultate werde bei direktem Einsatz der Massenspektroskopie (statt im Nachgang als Absicherung) deutlich gesenkt. Dies sei im Übrigen auch weitgehend für falsch-positive Ergebnisse der Fall, berichteten die Forschenden auf der Jahrestagung der Association for Diagnostic and Laboratory Medicine, die gerade in Chicago stattgefunden hat. Wo die Wissenschaftler allerdings Schwierigkeiten bei einer solchen Teststrategie sehen, können Sie in unserem Newsletter nachlesen.
Darin finden Sie in dieser Woche außerdem unter anderem einen Bericht über den Einsatz von Long-Read-Sequenzierungsmethoden für eine Genomanalyse, die tiefer geht als bisher möglich.
Ein weiteres aktuelles Thema ist die Forderung der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages in dieser Woche: Die Labormedizin brauche verlässliche Rahmenbedingungen, um ihren Stellenwert in der Hepatitis-Früherkennung zu sichern.
Mehr zu diesen und weitere Neuigkeiten finden Sie in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.
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