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Liebe Leserinnen und Leser,
eine Stuhltransplantation kann die Wirksamkeit der Immuntherapie beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) deutlich steigern. Die TACITO-Studie zeigte höhere Ansprechraten und ein verlängertes progressionsfreies Überleben unter Pembrolizumab/Axitinib nach der Transplantation des Stuhls von Patienten, die ein vollständiges Ansprechen auf die Immuntherapie erreicht hatten. Die Ergebnisse unterstreichen laut den Autoren die zentrale Rolle der Darmmikrobiota als potenziellen prädiktiven Biomarker und therapeutischen Modulator bei mRCC.
Eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover zeigt, dass spezifische tubuläre Zellprogramme im Rahmen einer akuten Abstoßungsreaktion eines Nierentransplantats als „molekulares Gedächtnis“ fungieren und Rückschlüsse auf die langfristige Transplantatfunktion erlauben. Die Ergebnisse könnten die Risiko-Einschätzung einer Transplantatabstoßung verbessern.
Das könnte Sie auch interessieren: SGLT2-Hemmer erhöhen nicht das Risiko für Niereninfektionen. Eine aktuelle Studie aus Bonn identifiziert Komplement C1q als entscheidenden immunologischen Mechanismus, der die Infektneutralität unter SGLT2-Inhibition erklärt. Die in der Fachzeitschrift „Kidney International“ publizierten Daten liefern neue Einblicke in die renale Immunabwehr.
Gerne weise ich Sie auf unsere neueste Print-Ausgabe der Kompakt Nephrologie (1/2026) hin. Neben dem Editorial von Prof. Thomas Benzing zu komplementvermittelten Nierenkrankheiten enthält es die thematischen Schwerpunkte: Hypertonie, Diabetes mellitus, Dialyse, Nierentransplantation und Chronische Nierenkrankheit. Werfen Sie einen Blick in das dazugehörige E-Paper.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.
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