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Liebe Leserinnen und Leser,
eine am Deutschen Herzzentrum der Charité entwickelte Closed-Loop-Perfusionstechnologie könnte die organspezifische Gentherapie grundlegend verändern. Im Tiermodell gelang es, Gentherapie-Vektoren über ein Katheter-basiertes Mini-Kreislaufsystem bis zu 69.000-fach höher in einer isolierten Niere zu konzentrieren – bei minimaler Belastung anderer Organe. Sollte das Verfahren beim Menschen zum Einsatz kommen, könnten dadurch von genetischen Nierenkrankheiten und entzündlichen oder toxischen Nierenschädigungen Betroffene profitieren.
Ein neu identifiziertes Protein erklärt, wie Nierenzellen mechanische Reize in eine präzise Regulation der Renin-Freisetzung übersetzen. Forschende des Scripps Research Institute (USA) zeigen erstmals, wie Veränderungen von Blutfluss und Blutdruck in hormonelle Signale umgesetzt werden. Die Ergebnisse könnten neue Ansatzpunkte für die Behandlung hypertensiver und renaler Erkrankungen liefern.
Das könnte Sie auch interessieren: Marathonlauf gilt als Inbegriff kardiorespiratorischer Fitness. Doch selbst bei gut trainierten Freizeitsportlern kann er auch andere Organsysteme erheblich belasten – zum Beispiel die Nieren. Das zeigte eine aktuelle Studie zum Boston-Marathon 2024. Bei der Mehrzahl der Teilnehmenden gab es deutliche Anstiege von Biomarkern, unter anderem für eine akute Nierenbelastung. Die renalen Veränderungen traten unabhängig von Geschlecht und Alter auf.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und einen guten Start in das neue Jahr!
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