Ausgabe 33/2025

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Freitag 15. August 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

für akutes Nierenversagen sind Frauen weniger anfällig als Männer. Das ist bekannt. Doch was sind die Gründe hierfür? Ein deutsches Forscherteam mit internationaler Beteiligung ist diesem Phänomen nachgegangen. In ihrer Studie fanden die Wissenschaftler heraus, dass Östrogene die Ferroptose blockieren. Das natürliche Hormon wirkt dabei wie ein körpereigenes Medikament gegen diesen zentralen Mechanismus von Gewebeverletzungen. „Es stellte sich heraus, dass Estradiol, ein Hormon aus der Gruppe der Östrogene, die Widerstandsfähigkeit gegen Ferroptose erhöht", erläutert Dr. Wulf Tonnus, einer der drei Erstautoren. Ein Editorial zu den gerade in der Zeitschrift „Nature“ publizierten Forschungsergebnissen unterstreicht, warum diese bedeutsam sind: Sie könnten dazu beitragen, die erhöhte Anfälligkeit für eine akute Nierenschädigung bei Frauen nach der Menopause zu erklären und eine rationale Grundlage für die Erforschung östrogener Metaboliten oder Ferroptosehemmer als Therapeutika schaffen.
Während für klarzellige Tumoren mehrere etablierte Therapien verfügbar sind, mangelte es bislang an belastbaren klinischen Daten für die selteneren Subtypen Nicht-klarzelliger Nierenzellkarzinome (nccRCC). Neue Ergebnisse der internationalen SUNNIFORECAST-Studie zeigen nun den klinischen Nutzen einer Immuntherapiekombination. Die Behandlung mit den Immuncheckpoint-Inhibitoren Ipilimumab und Nivolumab war der bisherigen Standardbehandlung überlegen. So zeigte sich nach zwölf Monaten eine Überlebensrate von 78 Prozent gegenüber 68 Prozent. Während die Standardtherapie auf die Blockade zellulärer Signalwege abzielt, stärkt die Immuntherapie gezielt das körpereigene Abwehrsystem. Insbesondere bei PD-L1-positiven Tumoren deutet sich ein Paradigmenwechsel in der Erstlinientherapie an, so die Autoren.
Das könnte Sie auch interessieren: Ein aktuelles Review aus der Fachzeitschrift „Research“ beleuchtet die Rolle von Interleukinen (ILs) bei der Pathogenese der Akuten Nierenfunktionsstörung (AKI). Den Fokus ihrer Arbeit legen die Forscher aus China auf die Mechanismen, die der Hemmung der AKI-Progression zugrunde liegen. Interessant ist dieses Review, weil es das therapeutische Potenzial in den Fokus rückt. Die gezielte Behandlung bestimmter ILs, vor allem aber ihrer Rezeptoren, zeigen laut den Autoren ein erhebliches Potenzial für die Behandlung der AKI.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.




   Ihr
   Raphael Irmer

 

 
 
 
Studie: Östrogene schützen vor akuter Nierenschädigung

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Frauen sind weniger anfällig für akutes Nierenversagen als Männer. Eine deutsche Forschergruppe liefert in einer aktuellen Studie einen neuen Erklärungsansatz für dieses Phänomen.

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Der orale Komplement-Inhibitor hemmt selektiv den bei C3-Glomerulopathie (C3G) überaktivierten alternativen Signalweg im Komplementsystem.1,2 Damit ist erstmals eine Therapie für die seltene und chronisch-progrediente Nierenkrankheit zugelassen, die sich meist bereits bei jungen Erwachsenen manifestiert.1,3,4

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Akute Nierenfunktionsstörung: Review beleuchtet Rolle der Interleukine

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Ein aktuelles Review aus der Fachzeitschrift „Research“ beleuchtet die Rolle von Interleukinen (ILs) bei der Pathogenese der Akuten Nierenfunktionsstörung (AKI).

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