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Liebe Leserinnen und Leser,
eine neue Studie weist auf einen möglichen Wechsel bei der Behandlung der crescentischen Glomerulonephritis hin: Wissenschaftler aus Bonn und Hamburg haben gezeigt, dass bereits niedrige, wiederholte Steroiddosen ausreichen könnten, um diese Nierenentzündung effektiv zu stoppen. Entscheidend ist dabei eine neu identifizierte Untergruppe proinflammatorischer Neutrophile – und ein gezielter Eingriff in ihre Aktivität.
Eine Immuntherapie wirkt nicht bei allen Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom. Eine neue Studie des Universitätsklinikums Würzburg verdeutlicht: Das Immunmikromilieu der Metastasen ist entscheidend für das Ansprechen – nicht die Eigenschaften des Primärtumors. Die Forschenden identifizierten spezifische Immun-Nischen als Schlüssel für das Therapieansprechen. Das könnte künftig einen Weg zu präziseren Behandlungsstrategien ebnen.
Setmelanotid bewirkt bei dem seltenen Bardet-Biedl-Syndrom (BBS) nicht nur eine Gewichtsreduktion, sondern hat auch direkte Effekte auf die Niere. In einer Studie am Universitätsklinikum Essen verbesserte sich nach sechs Monaten Therapie die Nierenfunktion signifikant – unabhängig vom Gewichtsverlust. Das Medikament könnte laut den Autoren zukünftige Behandlungsleitlinien des BBS verändern.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.
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