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Liebe Leserinnen und Leser,
die akute Nierenfunktionseinschränkung (AKI) infolge einer renalen Ischämie-Reperfusionsschädigung bleibt eine klinische Herausforderung. Eine aktuelle Studie aus China identifizierte das Selenoprotein GPX3 als potenzielles therapeutisches Ziel. Durch Hemmung des MAPK-Signalwegs und Reduktion der NADPH-Oxidase-Expression moduliert GPX3 Entzündungsprozesse und oxidativen Stress. Die präklinischen Daten zeigten eine signifikante Abschwächung inflammatorischer Prozesse und Nierengewebeschädigung – laut den Forschern ein vielversprechender Ansatz zur Prävention und Therapie.
Die roboterassistierte Nephrektomie mit venöser Tumor-Thrombektomie zeigt vielversprechende Sicherheits- und Langzeitergebnisse. Das berichten Forscher des Chinese People’s Liberation Army General Hospital (China) in der Fachzeitschrift „Journal of Endourology“. Sie evaluierten 309 Patienten mit Nierentumor und Tumorthrombus. Ein von ihnen modifiziertes Klassifikationssystem erwies sich dabei als prädiktiv für perioperative Outcomes und das Gesamtüberleben.
Eine neue Studie des Salk Institute (USA) identifiziert Methionin als potenziellen Modulator systemischer Entzündungsprozesse. In einem Mausmodell für systemische Entzündungen senkte eine Anreicherung der Nahrung mit Methionin proinflammatorische Zytokine durch Steigerung der renalen Filtration und verbesserte die Nierendurchblutung. Die antiinfektiöse Immunantwort gegen den Erreger Yersinia pseudotuberculosis, der verwendet wurde, um die systemische Entzündung auszulösen, wurde dabei nicht beeinträchtigt. Die Ergebnisse eröffnen laut den Autoren mögliche ernährungstherapeutische Ansätze bei Sepsis, AKI und chronischer Nierenkrankheit.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.
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