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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Nephrologie,
Forscher des Wellcome Trust Sanger Institute, Großbritannien, haben sich in einer neuen Studie auf eine Form von Nierenkrebs im Kindesalter, den Wilms-Tumor, konzentriert und sequenzierten mehrere Tumoren mit einer bisher nicht machbaren Auflösung. Ihre Ergebnisse stellen die weit verbreitete Vorstellung in Frage, dass Krebserkrankungen im Kindesalter nur eine sehr geringe Anzahl genetischer Veränderungen aufweisen. Die Forscher entdeckten deutlich mehr genetische Veränderungen pro Krebszelle als erwartet. Dies deutet laut den Forschern darauf hin, dass einige Tumore im Kindesalter für Behandlungen wie Immuntherapien infrage kommen könnten.
In einer neuen Metaanalyse aus den USA haben deren Autoren Schlüsselfaktoren identifiziert, die die Behandlungsergebnisse von Krebspatienten mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICIs) vor oder nach einer Organtransplantation verbessern könnten. Die Daten zeigten, dass die Abstoßungsraten bei Patienten mit Spendernieren mit 46,3 Prozent am höchsten waren. Die Analyse ergab, dass die Gesamtansprechrate je nach verabreichtem ICI-Typ variierte, von Anti-PDL1 (72,7 %) über Anti-PD1 (41,8 %) bis hin zu Anti-PD1 plus CTLA4 (28 %) und Anti-CTLA4 (25 %).
Auch eine weitere US-Studie hat sich mit Nierenkrebs beschäftigt: Eine genetische Mutation, die zwei Gene verschmilzt, fördert verschiedene Krebsarten, indem sie Netzwerke von Proteininteraktionen bildet, die die Genexpression in Zellen verändern, berichten Forscher des UT Southwestern Medical Center, USA.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.
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