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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Nephrologie,
Forscher der Universität Greifswald um Projektleiter Prof. Dmitry Tsvetkov haben einen speziellen Ionenkanal, genannt TRPC6, untersucht, der in den Nieren vorkommt. In ihrer Studie haben sie etwa 20.000 Zellen unter die Lupe genommen und gezeigt, wie die Blockade des Ionenkanals Nierenzellen auf molekularer Ebene beeinflusst. Zudem entdeckte das Team einen neuen Typ von Endothelzellen, die auf eine Blockade von TRPC6 ansprachen, was mit einer verminderten Infiltration von Entzündungszellen assoziiert war. Diese Zellen könnten sowohl Biomarker als auch therapeutisches Ziel sein, erklären die Autoren. Durch die Modulation von TRPC6 könnten in Zukunft neue Therapien entstehen, die das Fortschreiten chronischer Nierenkrankheiten verlangsamen oder sogar stoppen könnten, so die Forscher.
In einer weiteren Studie aus Deutschland wurde eine neue Methode zur Identifizierung von Biomarkern entwickelt, die an der Progression der autosomal-dominanten polyzystischen Nierenerkrankung beteiligt sind. „Durch die Identifizierung spezifischer Proteine, die mit dem Krankheitsverlauf zusammenhängen, haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer genaueren und früheren Vorhersage gemacht“, erklärt Prof. Roman-Ulrich Müller vom Universitätsklinikum Köln.
Das könnte Sie auch interessieren: In einem laufenden Projekt der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) suchen Forscher nach wirksamen Biomarkern, um das Risiko für eine Nierenentzündung durch das BK-Virus festzustellen und diese zu überwachen. Grundlage des Projekts mit dem Namen stopBKV ist das Nierenregister der MHH, das Daten von mehr als 1800 Patienten bereitstellt, die an der MHH eine Nierentransplantation erhielten.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.
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