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Liebe Leserinnen und Leser,
beim klarzelligen Nierenzellkarzinom (ccRCC) rückt ein tumorspezifisches DNA-Element in den Fokus der Therapie: das von-Hippel-Lindau-Gen (VHL). Es ist bekannt, dass VHL-Mutationen beim ccRCC zu einer dauerhaften Aktivierung des Hypoxie-induzierbaren Faktors HIF-2α führen. Die Zelle verhält sich dann so, als stehe sie ständig unter Sauerstoffmangel. Das treibt das Tumorwachstum an. Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und des Universitätsklinikums Erlangen konnten nun zeigen, dass das gezielte Ausschalten eines HIF-2α-regulierenden DNA-Abschnitts das Tumorwachstum verlangsamt. Der Ansatz greift laut den Autoren früher als Therapien mit Belzutifan in die VHL/HIF-2α-Achse ein und könnte neue Strategien zur Überwindung von Resistenz beim ccRCC eröffnen.
Eine aktuelle Studie aus Kanada bestätigt, dass die aktive Überwachung von solitären kleinen Nierentumoren (SRM, ≤4 cm) ein sicheres Vorgehen ist, weil diese nur selten metastasieren und einer lokalen Therapie bedürfen. So zeigte die Analyse der University of Ottawa niedrige 5-Jahres-Raten für lokale Therapie (21 %) und Metastasierung (2,3 %). Diese Daten aus dem kanadischen Informationssystem für Nierenkrebs stärken laut den Forschern die Evidenz für aktive Überwachung als primäre Strategie beim SRM und liefern praxisrelevante Schwellenwerte für Progression und Interventionsindikation.
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Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.
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