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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Onkologie,
auch diese Woche beginnen wir noch einmal mit Daten von der Jahrestagung 2025 der American Society of Clinical Oncology (ASCO). Demnach hatten Patienten mit frühem Nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), die aufgrund eines 14-Gen-Tests als mittel bis stark rezidivgefährdet galten und deshalb eine adjuvante Chemotherapie erhielten, nach 24 Monaten ein um 78 Prozent geringeres Risiko für ein Rezidiv als die Beobachtungsgruppe.
In Würzburg ist ein neues Zielmolekül ins Visier von CAR-T-Zellen gerückt: Dort haben Mediziner den ersten Patienten der LION-Studie mit ROR1-spezifischen CAR-T-Zellen behandelt. ROR1 kommt sowohl bei hämatologischen Erkrankungen als auch bei soliden Tumoren auf Krebszellen vor. Im aktuellen Fall richtet sich die Therapie gegen ein Nebennierenkarzinom, das neben Ovarial- und Mammakarzinomen sowie Blutkrebserkrankungen wie Mantelzelllymphom oder Chronische lymphatische Leukämie im Fokus von LION steht.
Einen spannenden Weg gegen Krebs geht auch eine Ausgründung der Technischen Universität München: Das Start-up Fusix Biotech entwickelt virenbasierte Krebstherapien, die körpereigene Abwehrkräfte im Kampf gegen die Krankheit mobilisieren. Das eigens konstruierte Fusix-Virus führt dazu, dass befallene Tumorzellen so lange mit Nachbarzellen verschmelzen, bis das Gebilde platzt und der freigesetzte Zellinhalt das Immunsystem aktiviert. In Zell- und Tierversuchen war das Vorgehen erfolgreich, die präklinische Phase gilt als nahezu abgeschlossen.
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Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche mit baldiger Milderung der großen Hitze!
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