ASCO 2025: 14-Gen-Test verrät, bei welchem frühen NSCLC eine Chemotherapie angezeigt ist

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Ergebnisse einer internationalen klinischen Studie zeigen, dass ein 14-Gen-Test dazu beitragen kann, Patienten mit frühem Nichtkleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) zu identifizieren, die von einer adjuvanten Chemotherapie profitieren könnten.

Die Daten wurden auf der Jahrestagung 2025 der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt, die vom 30. Mai bis 3. Juni in Chicago, USA, stattgefunden hat.

Die ASCO-Perspektive

„Diese ersten Zwischenergebnisse einer vielversprechenden prospektiven, randomisierten Studie zur Rolle der adjuvanten Chemotherapie bei Patienten mit NSCLC im Stadium IA-IIA, der durch einen 14-Gen-Test als mit hohem Risiko behaftet eingestuft wurde, ebnen den Weg für präzisere, Biomarker-basierte Therapieentscheidungen“, ordnete Dr. Charu Aggarwal ein, Leslye M. Heisler Professor of Lung Cancer Excellence am Abramson Cancer Center der University of Pennsylvania und ASCO-Experte für Lungenkrebs.

14-Gen-Test führt zu drei Risikogruppen

„Dies ist die erste große prospektive randomisierte Studie, die zeigt, dass ein molekularer 14-Gen-Test identifizieren kann, wer in einer Hochrisikogruppe von Patienten mit nichtsquamösem NSCLC im Stadium IA-IIA, die normalerweise keine solche Therapie erhalten würden, von einer adjuvanten Chemotherapie profitieren könnte“, erklärte Studienleiter Dr. David Spigel vom Sarah Cannon Research Institute in Nashville, Tennessee.

An der Studie nahmen 421 Patienten mit nichtsquamösem NSCLC im Stadium IA-IIA teil, deren Tumor(en) operativ entfernt wurden. Diese Tumoren wurden mithilfe des RiskReveal-Tests, einem 14-Gen-Test, getestet und als mit geringem, mittleren oder hohem Risiko behaftet eingestuft. Zum Zeitpunkt dieser Zwischenanalyse konnten 194 Patienten mit mittlerem und hohem Risiko ausgewertet werden. Patienten mit mittlerem oder hohem Risiko wurden randomisiert für 4 Zyklen einer platinbasierten adjuvanten Chemotherapie (n=87) oder eine Beobachtungsgruppe (n=107). Anschließend verglichen die Forscher die Zeit bis zum Rezidiv in beiden Gruppen. Etwa 55 Prozent der Patienten in beiden Gruppen hatten ein IA-NSCLC, und die demografischen Merkmale waren bei beiden Gruppen ähnlich.

Stark gesenktes Rezidivrisiko dank Chemotherapie

Nach 24 Monaten hatten Patienten mit adjuvanter Chemotherapie ein um 78% geringeres Risiko für ein Rezidiv als die Beobachtungsgruppe.

In der Gruppe mit adjuvanter Chemotherapie trat bei 96 Prozent der Patienten kein Rezidiv auf vs. 79 Prozent in der Beobachtungsgruppe. Der mediane Endpunkt des DFS in der Studie wurde in keiner der beiden Gruppen erreicht.

Zum Zeitpunkt der Zwischenanalyse empfahl das Data Safety Monitoring Board, die Aufnahme neuer Patienten in die klinische Studie zu beenden, da der Test so erfolgreich dabei war, festzustellen, welche dieser Patienten von einer adjuvanten Chemotherapie profitieren könnten. Die Nachbeobachtung der bereits eingeschlossenen Patienten wird fortgesetzt. Diese Studie wurde von Razor Genomics finanziert.