Ausgabe 07/2025

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Dienstag, 11. Februar 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Onkologie,

gestern konnten wir leider, bedingt durch einen technischen Fehler, nicht alle unsere Newsletter versenden. Hier erhalten Sie also nun den gestrigen Newsletter „Kompakt Onkologie". Wir bitten um Entschuldigung für die Verzögerung.

Fettzellen – die meisten Bundesbürger haben mehr davon, als ihnen lieb ist. Eine sympathische Seite dieser Körperbestandteile brachten Experimente in San Francisco jetzt ans Licht: Wurden weiße Fettzellen per CRISPR in wärmeerzeugende beige umgewandelt und in der Nähe von Tumoren implantiert, verschlangen sie alle Nährstoffe und ließen die meisten Tumorzellen verhungern. Diese Methode fruchtete in der Petrischale bei zwei verschiedenen Arten von Brustkrebs- sowie Dickdarm-, Bauchspeicheldrüsen- und Prostatakrebszellen und in Mausmodellen bei Brust- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Interessanterweise funktionierte der Ansatz sogar dann, wenn die Fettzellen in Mäusen an Stellen implantiert wurden, die weit von den Tumoren entfernt waren.

Aber das Hauptproblem sind ja in der Regel die Metastasen. Abhilfe könnte aus Hannover kommen: Dort hat ein Team der Medizinischen Hochschule Hannover Tumorzellen mit synthetischem Adhibin lahmgelegt und somit ihre Wanderung und Anheftung an andere Zellen verhindert. Denn Adhibin kann offenbar in einen bestimmten Schritt der komplexen Signalwege der Rho(Ras-homologe)-GTPasen eingreifen. Dadurch werden Tumorzellen daran hindert, feste Zellverbände zu bilden sowie aktiv zu wandern.

Doch hin zu einem praxisnäheren Thema: Ohne Anthrazykline geht es oft nicht. Auf der Suche nach Wirkstoffen zum Schutz vor deren Kardiotoxizität testeten spanische Wissenschaftler den bereits gegen Diabetes eingesetzten SGLT2-Hemmer Empagliflozin. Im Schweinemodell milderte er die mit einer Anthrazyklin-Therapie verbundenen Herzschäden ab. Dabei beruhte der Schutzeffekt auf einer Steigerung des myokardialen Verbrauchs von Ketonkörpern. Bleibt abzuwarten, ob sich der Effekt bei Menschen reproduzieren lässt – eine Registerstudie könnte vielleicht entsprechende Hinweise liefern.

Wie gut eine solche Chemotherapie bei neoadjuvanter Anwendung anschlägt, hängt bei Mäusen offenbar vom Östruszyklus ab, wie eine in „Nature“ publizierte Studie belegt. Bei Behandlungsbeginn in der Diöstrusphase war das Ansprechen verringert, verglichen mit der Einleitung der Therapie im Östrusstadium. In retrospektiven Kohorten prämenopausaler Patientinnen wurden ähnliche Effekte beobachtet.

Neben neuen Erkenntnissen zum Pankreaskarzinom finden Sie in diesem Newsletter außerdem eine „Nature“-Studie, die zeigt, dass eine Neoantigen-Vakzine beim Nierenzellkarzinom zu Antitumor-Immunität führt – nach einer medianen Nachbeobachtung von 40,2 Monaten hatte keiner der neun geimpften Patienten ein Rezidiv entwickelt.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine angenehme Woche!




   Ihre
   Sandra Frins

 

 
 
Wie hungrige Fettzellen Krebs eines Tages aushungern könnten

Wie hungrige Fettzellen Krebs eines Tages aushungern könnten

Forscher haben energiespeichernde weiße Fettzellen in kalorienverbrennendes beiges Fett umgewandelt. Nach der Implantation haben sie Tumoren im Kampf um Ressourcen aus dem Feld geschlagen und in Laborexperimenten fünf verschiedene Krebsarten besiegt.

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Beeindruckende Hazard Ratio: OPDIVO® + YERVOY® beim mCRC

OPDIVO® ist in Kombination mit YERVOY® nun auch in der 1L beim mCRC mit dMMR/MSI-H bei Erwachsenen indiziert. Die Zulassung basiert auf den Daten der Studie CheckMate 8HW, in der durch die duale Immuntherapie im Vergleich zur Chemotherapie das Risiko einer Progression um 79% reduziert werden konnte – dies entspricht einer Hazard Ratio von 0,21.1,2

Fachinformationen | Quellen

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Wirkstoff gegen Metastasenbildung entdeckt

Ein Forschungsteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat Tumorzellen mit synthetischem Adhibin lahmgelegt und somit ihre Wanderung und Anheftung an andere Zellen verhindert.

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NEU: Jetzt auch für EC-Patientinnen mit MMRp/MSS zugelassen1

JEMPERLI + Carboplatin-Paclitaxel (CP) ist die einzige zugelassene Immuntherapie mit signifikantem OS-Vorteil (im Vergleich zu Placebo + CP) für Patientinnen mit primär fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom (EC), für die eine systemische Therapie infrage kommt.1,a (MMRp: Mismatch-Repair-profizient; MSS: Mikrosatellitenstabilität; OS: Gesamtüberleben.)

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Strategie zum Schutz vor Kardiotoxizität durch Anthrazykline entwickelt

Strategie zum Schutz vor Kardiotoxizität durch Anthrazykline entwickelt

Inhibitoren des Natrium-Glukose-Cotransporters 2 (SGLT2) schützen einer aktuellen Studie am Schweinemodell zufolge das Herz vor den toxischen Wirkungen von Anthrazyklinen.

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SARCLISA® + Kd beim RRMM zugelassen ab der 2. Linie

SARCLISA® ist in Kombination mit Carfilzomib und Dexamethason (Kd) beim rezidivierten, refraktären Multiplen Myelom (RRMM) zugelassen. In der finalen PFS-Analyse der IKEMA-Studie erreichte SARCLISA® + Kd ein mPFS von 35,7 Monaten (vs. 19,2 bei Kd).

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Brustkrebs: Stadium des Östruszyklus beeinflusst Empfindlichkeit gegenüber einer Chemotherapie

Das Ansprechen von Brustkrebs auf eine neoadjuvante Chemotherapie (NAC) variiert erheblich, selbst wenn die Tumoren zum gleichen molekularen oder histologischen Subtyp gehören. Zu dieser Heterogenität trägt vor allem der Östruszyklus bei, wie jetzt an Mausmodellen gezeigt wurde.

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Lynparza® in der Adjuvanz (OlympiA): 6-Jahres-Follow-up1

Lynparza® hat einen neuen Meilenstein in der in der adjuvanten Behandlung des frühen HER2- MCa mit gBRCA1/2m und hohem Rezidivrisiko erreicht: Neue 6-Jahres-Daten bestätigen den anhaltenden OS-Vorteila,1 unter Lynparza® – der einzigen speziell für diese Patient:innen zugelassenen zielgerichteten Therapie.b,2

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Bauchspeicheldrüsenkrebs: Immunkarte liefert Hinweise für gezielte Behandlung

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Immunkarte liefert Hinweise für gezielte Behandlung

Eine aktuelle Studie zeigt, warum es Unterschiede in der Prognose verschiedener Bauchspeicheldrüsentumoren gibt, und identifiziert mögliche Ansätze für eine bessere Behandlung.

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KIT-Kombi prägt die HCC-Erstlinientherapie

5 Jahre Vertrauen: die Kombi aus Tecentriq® (Atezolizumab) und Bevacizumab hat die Therapie des fortgeschrittenen HCC nachhaltig geprägt. Die explorative Analyse der Zulassungsstudie IMbrave150 ergab ein überzeugendes OS von 22,3 Monaten für Nicht-Hochrisiko-Patient:innen (Finn RS, et al. AACR Annual Meeting 2021, Abstract No. 5080). Real-World-Daten belegen den Vorteil im Praxisalltag.

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Bauchspeicheldrüsenkrebs: Neue Mechanismen der Beeinflussung durch das Immunsystem entschlüsselt

Forschende der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) haben neue Wechselwirkungen zwischen Pankreaskarzinomzellen und dem Immunsystem aufgedeckt. Die Erkenntnisse liefern wichtige Ansätze für innovative Therapien.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Acalabrutinib-Kombinationen mit fester Behandlungsdauer bei unbehandelter Chronischer lymphatischer Leukämie N Engl J Med 05.02.2025

Wirksamkeit von Zenocutuzumab bei Karzinomen mit NRG1-Fusion
N Engl J Med 2025;392:566-576.

CD4+ T-Zell-Lymphom mit einer Integration des chimären Antigenrezeptors in TP53
N Engl J Med 2025;392:577-583.

Kombinierte Analyse der zirkulierenden Tumor-DNA und des Immunoscores bei Patienten mit Dickdarmkrebs im Stadium III: Eine Post-hoc-Analyse der Studien PRODIGE-GERCOR IDEA-France/HORG-IDEA-Greece J Clin Oncol 04.02.2025

Vergleichende Wirksamkeit und Sicherheit ablativer Therapien bei der Behandlung des primären lokalisierten Nierenzellkarzinoms: eine systematische Übersicht und Metaanalyse 
Lancet Oncol 05.02.2025

 
 
 
Nierenkrebs im Stadium III und IV: Personalisierter Krebsimpfstoff könnte zu erfolgreicher Immunreaktion führen

Nierenkrebs im Stadium III und IV: Personalisierter Krebsimpfstoff könnte zu erfolgreicher Immunreaktion führen

In einer neuen US-Studie entwickelten Patienten, die wegen eines klarzelligen Nierenzellkarzinoms im Stadium III oder IV behandelt wurden, nach der Verabreichung eines personalisierten Krebsimpfstoffs eine erfolgreiche Immunreaktion.

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PANORAMA:

Anlässlich des Weltkrebstages machte die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs auf die vielfältigen Problemlagen aufmerksam.
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Mittels Organoiden aus Gewebeproben von Patienten hat ein japanisches Team die minimale Resterkrankung bei Zungenkrebs untersucht und neue Erkenntnisse zur Chemoresistenz gewonnen.
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Forscher der Mayo Clinic haben organoide Modelle entwickelt, um das Aderhautmelanom zu untersuchen.
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Jährlich erkranken in Deutschland rund 2900 Männer an einer durch Humane Papillomviren bedingten Krebserkrankung.
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TERMINE:

15. Wiener Head and Neck Tage
Wien, Österreich
13. - 15. Januar 2025

2nd International Meeting on Precision Oncology and Personalized Medicine for Head and Neck Cancer
Heidelberg
17. - 18. Januar 2025

GRK 2727: International Conference on Innate Immune Checkpoints in Cancer and Tissue Damage
Heidelberg
23. - 24. Januar 2025

Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie Onkologie Wintersymposium 2025
Wien, Österreich
24. Januar 2025

 
 

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