Ausgabe 42/2025

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Dienstag, 14. Oktober 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Onkologie,

bekanntlich entwickeln viele Patienten mit einem Kolorektalkarzinom mit der Zeit Resistenzen. Eine Behandlungsoption, die offenbar auch bei therapieresistentem Darmkrebs funktioniert, hat aber nun eine Arbeitsgruppe aus Würzburg und München ausgemacht: CDK4/6-Hemmer, die eigentlich aus der Brustkrebstherapie bekannt sind. Sie bremsen das Zellwachstum. Untersuchungen an verschiedenen Krebszell-Linien verliefen laut den Wissenschaftlern – auch bei Varianten mit Resistenz gegenüber einer Chemotherapie – erfolgreich. Günstig ist, dass die Forschenden in ihrer Studie auch gleich einen Biomarker fanden, der Rückschlüsse auf den Therapieerfolg zulässt.
 
In ähnlicher Weise scheint mit einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) eine Medikamentenklasse Erfolge bei einer Krebsart zu zeigen, bei der ADCs noch nicht zur Standardversorgung gehören:  Bei FOR46 handelt es sich um einen vollständig humanen Antikörper gegen ein tumorselektives Epitop des Membran-Cofaktor-Proteins CD46, der mit dem Zytotoxin Monomethylauristatin E konjugiert ist. FOR46 demonstrierte in einer Phase-I-Studie ermutigende vorläufige klinische Aktivität bei metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs – bei einem überschaubaren Sicherheitsprofil.
 
Tamoxifen gilt in der Brustkrebstherapie als bewährtes Medikament, kann aber nicht von jeder Patientin optimal zu der aktiven Form (Z)-Endoxifen verstoffwechselt werden. Eine neue Kombinationstherapie namens Tamendox ergänzt gezielt (Z)-Endoxifen, um die unzureichende Umwandlung von Tamoxifen auszugleichen. Eine aktuelle Studie belegt, dass Frauen mit beeinträchtigter Verstoffwechselung mit der Kombinationstherapie die Wirkstoffkonzentration im Blut erreichten, die bei Patientinnen mit Tamoxifen-Monotherapie und normaler Verstoffwechslung gefunden wird.
Mehr zu diesen und weiteren neuen Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal oder in unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE, die übrigens auch als e-Paper verfügbar ist.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Herbstwoche!




   Ihre
   Sandra Frins

 

 
 
CDK4/6-Hemmer: Neue Hoffnung für die Behandlung von Darmkrebs

CDK4/6-Hemmer: Neue Hoffnung für die Behandlung von Darmkrebs

Eine deutsche Forschergruppe hat die Wirksamkeit von CDK4/6-Hemmern bei Darmkrebs untersucht – mit vielversprechenden Ergebnissen. Die Medikamente bremsen laut den neuen Erkenntnissen das Wachstum von Darmkrebszellen wirksam, auch bei therapieresistenten Tumoren.

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Vegzelma® (Bevacizumab) Anti-VEGF-Therapie

Das Bevacizumab-Biosimilar mit einer höheren Stabilität im Vergleich zum Original1-3

  • Haltbarkeit in der ungeöffneten Durchstechflasche bis zu 4 Jahre2
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Antikörper-Wirkstoff-Konjugat bei progressivem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakrebs

Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat FOR46 hat in einer Phase-I-Studie mit Prostatakrebspatienten, die im metastasierten, kastrationsresistenten Stadium unter einem Androgenweg-Signalinhibitor eine Progression erlitten, laut den Autoren eine „ermutigende vorläufige klinische Aktivität mit einem überschaubaren Sicherheitsprofil“ gezeigt.

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Jetzt neu: SARCLISA® + VRd für Ihre NDMM-Patient*innen

SARCLISA® ist indiziert in Kombination mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason zur Behandlung des neu diagnostizierten Multiplen Myeloms bei Erwachsenen, die für eine autologe Stammzelltransplantation nicht geeignet sind, und zur Induktionsbehandlung von Erwachsenen, die für diese geeignet sind.

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Brustkrebstherapie: Neuer Behandlungsansatz bei eingeschränkter Tamoxifen-Wirkung

Brustkrebstherapie: Neuer Behandlungsansatz bei eingeschränkter Tamoxifen-Wirkung

Das Dr. Margarete Fischer-Bosch Institut für Klinische Pharmakologie (IKP) in Stuttgart hat einen neuartigen Therapieansatz für Brustkrebspatientinnen entwickelt, bei denen die Wirkung des Standardmedikaments Tamoxifen eingeschränkt ist.

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Kisqali: G-BA erkennt Überlebensvorteil an

Der G-BA erkennt Kisqali als ersten CDK4/6-Inhibitor mit signifikantem Überlebensvorteil bei prämenopausalen Patientinnen mit frühem HR+/HER2− Brustkrebs an.1 Die Entscheidung basiert auf den Daten der NATALEE-Studie und unterstreicht die Relevanz für die klinische Praxis. Einen Überblick über die OS-Daten von Kisqali beim frühen Brustkrebs erhalten Sie hier.

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Topische Creme lindert hautbedingte Nebenwirkungen der Chemotherapie 

Forschende aus Spanien zeigen in einer Pilotstudie, dass eine topische Formulierung Chemotherapie-induzierte Neuropathien bei Krebspatienten reduzieren kann, indem sie direkt auf neurosensorische Schmerzrezeptoren wirkt. 

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Beim Multiplen Myelom mit SVd DOPPELT
NEUSTARTEN nach DRd

NEXPOVIO® Selinexor (S) ist der erste XPO1-Inhibitor, der in Kombination mit Bortezomib (V) und Dexamethason (d) nach Daratumumab (D) + Rd einen doppelten Neustart mit zwei Substanzklassen ermöglicht 1,* - entsprechend den S3-Leitlinien.2

* Eine Triple-Kombinationstherapie mit zwei neuen Substanzen und einem Steroid soll bei Multiplen Myelom Patienten im ersten Rezidiv, unter Berücksichtigung der erhöhten Toxizität, angewendet werden.2

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Azidose fördert Überleben und Wachstum von Krebszellen

Azidose fördert Überleben und Wachstum von Krebszellen

Mangelnde Durchblutung und gesteigerte Stoffwechselaktivität sorgen in Tumoren häufig für unwirtliche Bedingungen: Typisch sind ein Mangel an Sauerstoff sowie Glukose und anderen Nährstoffen, die Anreicherung teils schädlicher Stoffwechselprodukte und eine Ansäuerung des Tumormilieus. Experten sprechen von einer Azidose.

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Fortgeschrittener Prostatakrebs nach Empfehlung gegen PSA-Screening häufiger aufgetreten

Reduziertes Prostatakrebs(PCa)-Screening aufgrund einer Negativempfehlung hat sich auch in Australien offenbar negativ ausgewirkt: Forscher aus dem Bundesstaat New South Wales (NSW) berichten über ein verstärktes Auftreten fortgeschrittener Stadien nach radikaler Prostatektomie (RP). Dieses Phänomen ist bekannt als Stadienmigration.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Pembrolizumab ohne Strahlentherapie in Kombination mit Chemotherapie bei lokal fortgeschrittenem Nichtkleinzelligen Lungenkrebs mit einem PD-L1-Tumor-Proportion-Score von 50% oder höher (Evolution-Studie): eine multizentrische, einarmige Phase-II-Studie
Lancet Oncol 10.10.2025

Entwicklung und Validierung eines Systems mit Künstlicher Intelligenz zur Identifizierung und Prognose von triplenegativem Brustkrebs: eine multizentrische retrospektive Studie
eClinical Medicine 2025;89103557 (kostenloser Volltext)

Genomik definiert maligne Transformation bei Erkrankungen, die einem Multiplen Myelom vorangehen
J Clin Oncol 08.10.2025

Trastuzumab-Deruxtecan bei metastasiertem HER2low Brustkrebs: Analyse des Langzeitüberlebens in der randomisierten Phase-III-Studie DESTINY-Breast04
Nat Med 08.10.2025 (kostenloser Volltext)

Neoadjuvantes Ipilimumab und Nivolumab beim resektablen kutanen Plattenepithelkarzinom: eine randomisierte Phase-II-Studie
Nat Med 08.10.2025 (kostenloser Volltext)

 
 
 
Nierenzellkarzinom: Spezifische Immunmuster in Metastasen entscheiden über Therapieerfolg

Nierenzellkarzinom: Spezifische Immunmuster in Metastasen entscheiden über Therapieerfolg

Forschende der Unikliniken Würzburg (UKW) und Erlangen haben herausgefunden, dass nicht die Eigenschaften des ursprünglichen Nierentumors, sondern spezifische Immunmuster in den Metastasen ausschlaggebend für den Therapieerfolg sind.

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Unbehandelte Depressionen verschlechtern chirurgische Ergebnisse bei Krebspatienten

Es ist bekannt, dass Depressionen mit gesundheitlichen Problemen verbunden sind – von Schlafstörungen bis hin zu einem erhöhten Krebsrisiko. Neue Studiendaten zeigen nun, dass Depressionen auch die postoperative Erholung und die Behandlungskosten beeinflussen.

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PANORAMA:

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an die Immunforscher Shimon Sakaguchi (Japan), Mary Brunkow und Fred Ramsdell (beide USA).
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Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat am 9. Oktober mit Vertretern des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte, des GKV-Spitzenverbandes und der Gesundheitsforschung das Forschungsdatenzentrum Gesundheit eröffnet.
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Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften begrüßt die Eröffnung des Forschungsdatenzentrums Gesundheit und die damit verbundene neue Möglichkeit, Patientendaten für konkrete Forschungsfragen nutzen zu können.
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In einer Studie aus Würzburg wurde das Oberflächenprotein CD47 als Schlüsselfaktor identifiziert, der es alloreaktiven T-Zellen ermöglicht, sich der Beseitigung durch Makrophagen zu entziehen und die Graft-versus-Host-Disease (GvHD) zu verschlimmern.
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TERMINE:

44. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Transdisziplinären Onkologischen Versorgung Baden-Württemberg
23. Oktober 2025
Freiburg im Breisgau

Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie 2025
24. - 27. Oktober 2025
Köln

AUO/AKO Intensivkurs Uro-Onkologie 2. Teil 2025
7. - 8. November 2025
Leipzig

Fortbildungsveranstaltung in der Krebsregistrierung (ADT), Block 1
10. - 14. November 2025
online

MEDEAconnect: Online-Fortbildung zum Lungenkarzinom
12. - 13. November 2025
online

 
 

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