Ausgabe 38/2025

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Dienstag, 16. September 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

offenbar gibt es schon lange die Theorie , dass mechanischer Druck in engen Blutgefäßen Krebszellen aggressiver machen könnte. Belege dafür fanden jetzt australische Wissenschaftler. Melanom-Zellen, die sich durch feine künstliche Kanäle – ähnlich Kapillaren – durchquetschen mussten, verformten sich und zeigten bei der Analyse Proteine, die mit der Metastasierung und stammzellähnlichem Verhalten assoziiert sind. Darin sehen die Wissenschaftler Hinweise darauf, dass der mechanische Stress die Melanom-Zellen zu diesen neuen Zustand umprogrammiert hat. Experimente zu Brustkrebs deuten in dieselbe Richtung,

Doch nun zur diesjährigen World Conference on Lung Cancer (WCLC), die vom 6. bis zum 9. September in Barcelona stattgefunden hat. Dort präsentierten chinesische Forscher Daten, wonach sich bei Patienten mit Kleinzelligem Lungenkrebs im limitierten Stadium der Einsatz einer konsolidierenden Immuntherapie mit einem Monitoring zirkulierender Tumor-DNA feiner einstellen und individuell gestalten lässt. Eine andere Studie macht deutlich, dass viele Informationen im Gespräch zwischen Arzt und Lungenkrebs-Patient nicht richtig ankommen. Das liegt sicherlich mit daran, dass sich Informationen in emotional stark aufgeladenen Situationen schwerer verarbeiten lassen, aber den Patienten macht offensichtlich auch die für Laien komplexe medizinische Fachsprache zu schaffen.

Bis zu welchem Alter ist ein Lungenkrebs-Screening sinnvoll? Offenbar hängt das davon ab, ob ein älterer Mensch noch fit genug für eine Operation wäre. Dieses Ergebnis präsentierten britische Wissenschaftler beim WCLC. Eine andere Lungenkrebsstudie, die allerdings nicht in Barcelona vorgestellt wurde, spricht für einen günstigen Einfluss von GLP-1-Rezeptoragonisten beim Nicht-kleinzelligen Lungenkrebs – im Mausmodell zeigte sich ein direkter Einfluss des Wirkstoffs auf das Tumormilieu.

Mehr Lebensqualität für krebskranke Kinder und Jugendliche soll eine sechsmonatige Sport- und Bewegungstherapie bringen. Das entsprechende Projekt BEPPO wird mit knapp 7,4 Millionen Euro über 3,5 Jahre vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert. Aber damit es jungen Menschen, die ihre Krebserkrankung überstanden haben, auch in ihrem späteren Leben gut geht, ist eine langfristige, effiziente und passgenaue Nachsorge wichtig. In einer Übersichtsarbeit dazu haben Wissenschaftlerinnen aus Dresden mehr als 13.000 Publikationen zu diesem Themenbereich analysiert und daraus 32 Empfehlungen extrahiert.

Mehr dazu und weitere Neuigkeiten finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Spätsommerwoche!




   Ihre
   Sandra Frins

 

 
 
Möglicher Grund entdeckt, weshalb Melanomzellen aggressiver werden

Möglicher Grund entdeckt, weshalb Melanomzellen aggressiver werden

Das „Durchpressen“ durch feinste Venen könnte Melanomzellen aggressiver machen und die Metastasierung begünstigen, so die Vermutung einer Arbeitsgruppe aus Australien.

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Wann starten Sie mit OMJJARA?

OMJJARA (Momelotinib) ist zugelassen für JAK-Inhibitor-NAIVE und mit Ruxolitinib VORBEHANDELTE Patienten mit Myelofibrose und moderater bis schwerer Anämie. Das Ziel der Behandlung mit OMJJARA:  Reduktion des Milzvolumens,1 Linderung konstitutioneller Symtome1 & Verbesserung von Anämie-Parametern.2,3 Jetzt handeln und OMJJARA für alle geeigneten Patienten nutzen!

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WCLC 2025: Steuerung der Immuntherapie beim Kleinzelligen Lungenkrebs im limitierten Stadium mithilfe zirkulierender Tumor-DNA

Laut einer Arbeitsgruppe aus China lässt sich mit einem Monitoring zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) bei Patienten mit Kleinzelligem Lungenkrebs im limitierten Stadium (LS-SCLC) der Einsatz einer konsolidierenden Immuntherapie feiner einstellen und individuell gestalten.

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Mehr Flexibilität in der Darolutamid Therapie beim mHSPC

Darolutamid (Nubeqa®) ist nun auch als Doublet-Therapie mit ADT beim mHSPC zugelassen. Die Phase-III-Studie ARANOTE zeigte ein um 46 % reduziertes Risiko auf radiologischen Progress (rPFS) oder Tod und niedrige Abbruchraten gegenüber Placebo + ADT. Damit steht Behandlern erstmals ein ARI für mHSPC zur Verfügung, der mit oder ohne Docetaxel einsetzbar ist.

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WCLC 2025: Befragung europäischer Lungenkrebspatienten deutet auf Kommunikationslücken hin

WCLC 2025: Befragung europäischer Lungenkrebspatienten deutet auf Kommunikationslücken hin

Eine groß angelegte Umfrage der Organisation Lung Cancer Europe (LuCE) hat wichtige Hindernisse in der Kommunikation zwischen Patienten mit Lungenkrebs und deren Behandlern identifiziert. Diese führten dazu, dass Patienten nicht ausreichend informiert sein, um ihre Situation zu verstehen und um an Entscheidungen ihre Therapie betreffend mitzuwirken.

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Jetzt neu: SARCLISA® + VRd für Ihre NDMM-Patient*innen

SARCLISA® ist indiziert in Kombination mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason zur Behandlung des neu diagnostizierten Multiplen Myeloms bei Erwachsenen, die für eine autologe Stammzelltransplantation nicht geeignet sind, und zur Induktionsbehandlung von Erwachsenen, die für diese geeignet sind.

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Britische Studie: Auch ältere Senioren können von Lungenkrebs-Screening profitieren, wenn OP möglich

Senioren höheren Alters, die für die Teilnahme an einem Lungenkrebs-Screening infrage kommen, können danach möglicherweise mit ähnlichen Überlebens-Outcomes rechnen wie jüngere Personen. Das geht aus einer neuen Untersuchung hervor.

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5 Jahre MEDEAconnect 2025: das Wichtigste zum Lungenkarzinom

Digital, kompakt, relevant – die digitale Fortbildung MEDEAconnect geht dieses Jahr bereits in die 5. Runde. Seien Sie am 12. und 13. November 2025 von 18 bis 20 Uhr dabei und diskutieren Sie mit renommierten Expertinnen und Experten über die neuesten Entwicklungen beim Lungenkarzinom. Es erwarten Sie praxisrelevante Ergebnisse.

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Lungenkrebs: GLP-1-Rezeptoragonisten verbessern womöglich den Krankheitsverlauf

Lungenkrebs: GLP-1-Rezeptoragonisten verbessern womöglich den Krankheitsverlauf

Ergebnisse einer neuen US-Studie deuten an, dass die Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs das Überleben und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen könnte. Im Mausmodell zeigte sich ein direkter Einfluss des Wirkstoffs auf das Tumormilieu.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Ein MRT-Pathologie-Basismodell für die nicht invasive Diagnose und Einstufung von Prostatakrebs
Nat Cancer 02.09.2025

Patientenberichtete Ergebnisse als prognostische Indikatoren für das Gesamtüberleben bei Krebs: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse
JAMA Oncol 11.09.2025

Neoadjuvantes FOLFIRINOX versus neoadjuvante Gemcitabin-basierte Radiochemotherapie beim resektablen und grenzwertig resektablen Pankreaskarzinom (PREOPANC-2): eine multizentrische, offene, randomisierte Phase-III-Studie
Lancet Oncol 10.09.2025

Randomisierte Phase-III-Studie zur adjuvanten Strahlentherapie vs. Radiochemotherapie beim frühen Zervixkarzinom mit mittlerem Risiko nach radikaler Hysterektomie und Lymphadenektomie: Ergebnisse aus NRG Oncology/GOG-263/KGOG1008
Ann Oncol 12.09.2025

Phase-Ib- und Dosisexpansionsstudie zu GSK3326595, einem PRMT5-Inhibitor als Monotherapie und in Kombination mit Pembrolizumab bei Patienten mit fortgeschrittenem Krebs
Ann Oncol 09.09.2025

 
 

Mehr Lebensqualität für krebskranke Kinder und Jugendliche

Eine neue Therapie soll junge Krebspatienten in Bewegung bringen und die Nebenwirkungen von Krebstherapien lindern. Das Vorhaben wird mit knapp 7,4 Millionen Euro über 3,5 Jahre vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert.

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Übersichtsarbeit zeigt Wege zur passgenauen Nachsorge junger Menschen mit Krebs

Übersichtsarbeit zeigt Wege zur passgenauen Nachsorge junger Menschen mit Krebs

Ärztinnen und Psychologinnen der Universitätskliniken Leipzig und Dresden sowie des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT/UCC) Dresden haben 32 Empfehlungen für eine langfristige, effiziente und passgenaue Nachsorge junger Menschen mit Krebs erarbeitet.

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PANORAMA:

Düsseldorfer Wissenschaftler wollen die Versorgungslage und die spezifischen Bedürfnisse von Patienten mit Sichelzellkrankheit untersuchen und bedarfsgerechte Präventions-Empfehlungen entwickeln. Der Gemeinsame Bundesausschuss fördert das Projekt mit 1,1 Mio. Euro.
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Krebszellen überleben oft selbst starke Therapien – auch aufgrund eines Proteins namens Survivin. Ein Forschungsteam der Universität Duisburg-Essen will diesen Schutz nun gezielt mithilfe von Nanobodies ausschalten
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US-Forschende haben einen potenziellen neuen Wirkstoff entwickelt, der in Tumorzellen Mitophagie auslöst. Dieser Prozess unterbricht die Energieversorgung und tötet die Zellen ab.
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Die gezielte Blockade des STAT3-Signalwegs in neutrophilen Granulozyten könnte ein wirksamer Schlüssel zur Bekämpfung von Tumoren sein, wie eine neue Studie der Universität Duisburg-Essen zeigt.
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TERMINE:

24. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung
22. September 2025 - 24. September 2025
Hamburg

Weiterbildungsseminar Thorakale Onkologie
24. September 2025 - 25. September 2025
Tübingen

Masterclass Komplementäre Methoden in der integrativen Schmerztherapie
26. September 2025 - 27. September 2025
Ratekau

Therapie-Update „Kopf-Hals-Tumoren“: Algorithmen und Neuigkeiten in Kuration und Palliation – neue Therapien auf dem Vormarsch
30. September 2025
Online

37th European Congress of Pathology
6. Oktober 2025 - 10. Oktober 2025
Wien, Österreich

 
 

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