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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Onkologie,
Tattoos sind vor allem bei jüngeren Menschen immer noch schwer in Mode, teilweise sind ganze Körperteile vollständig bedeckt. Aus onkologischer Sicht möglicherweise ein ungesunder Trend, wie eine neue Zwillingsstudie belegt: Bei tätowierten Personen treten demnach sowohl Hautkrebs als auch Lymphome häufiger auf. Zum einen vermuten die Wissenschaftler, dass die Tinte mit den umgebenden Zellen reagiert. Zum anderen halten sie es für möglich, dass Tätowiertinte, die in den Lymphknoten landet, permanent als fremd wahrgenommen und vom Immunsystem bekämpft wird. Bei Personen mit großen Tätowierungen (größer als eine Handfläche) war der Zusammenhang am deutlichsten: Lymphome traten in der Gruppe der Personen mit großen Tätowierungen fast dreimal so häufig auf wie bei Personen ohne Tätowierungen.
Das Lymphsystem steht auch im Fokus einer Meldung zur Roboterassistierten Mikrochirurgie: Leiden Patienten nach einer operativen Therapie von Kopf-Hals-Tumoren infolge aufgestauter Lymphflüssigkeit unter sehr starken Schwellungen, können über kleinen Schnitt vor dem Ohr kleine Venen aufgesucht und an das gestaute Lymphsystem angeschlossen werden.
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