Ausgabe 52/2025

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Dienstag, 23. Dezember 2025

Liebe Leserinnen und Leser,
ist eine Therapie einmal zugelassen, scheint damit oft auch die Dosierung in Stein gemeißelt zu sein. Wie eine aktuelle Studie zum Melanom belegt, kann es sich aber durchaus lohnen, in weiteren Studien das Finetuning zu untersuchen. Die verblüffenden Ergebnisse aus Schweden belegen, dass – in Kombination mit Nivolumab – eine geringere Dosis Ipilimumab nicht nur deutlich weniger Nebenwirkungen verursacht, sondern auch zu einem besseren Tumoransprechen und einer längeren Überlebenszeit führt. Der Hintergrund: Aufgrund der starken Nebenwirkungen von Ipilimumab sind Mediziner dort zunehmend zu einem Schema mit reduzierter Ipilimumab-Dosis übergegangen: „In Schweden haben wir eine größere therapeutische Freiheit bei der Wahl der Dosierung, während in vielen anderen Ländern aufgrund von Erstattungsvorgaben nur die von den Zulassungsbehörden festgelegten Dosen angewendet werden dürfen“, so Studienleiterin Hildur Helgadottir. Möglicherweise sind die besseren Ergebnisse mit geringerer Dosis darauf zurückzuführen, dass aufgrund der besseren Sicherheit und Verträglichkeit mehr Dosen verabreicht werden konnten.
Das Spannendste von der ASH-Jahrestagung aus ihren jeweiligen Fachgebieten stellen wie jedes Jahr die Experten des in Köln ansässigen Kompetenznetzes Maligne Lymphome in kurzen Videoberichten vor. Ebenfalls aus Köln kommen Befunde der Deutschen CLL-Studiengruppe: Ihre auf dem ASH 2025 präsentierten Ergebnisse der CLL17-Studie belegen, dass die zeitlich auf ein Jahr begrenzten Kombinationen Venetoclax-Obinutuzumab und Venetoclax-Ibrutinib in der Erstlinie gegenüber der dauerhaften Behandlung mit Ibrutinib hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens nicht unterlegen sind.
Können wir Urothelkarzinome eines Tages per Impfstoff ebenso reduzieren, wie das mittlerweile bei HPV-bedingten Krebserkrankungen möglich zu sein scheint? Darauf deuten Ergebnisse aus England hin, die zeigen, dass Blasenkrebs durch „Kollateralschäden“ gefördert werden könnte, die entstehen, wenn das körpereigene Immunsystem das BK-Polyomavirus bekämpft.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien entspannte Weihnachtstage und einen guten Rutsch! Nach einer kleinen Winterpause melden wir uns dann am 13. Januar zurück.




   Ihre
   Sandra Frins

 

 
 
Melanom: Bessere Ergebnisse mit niedrigerer Dosierung

Melanom: Bessere Ergebnisse mit niedrigerer Dosierung

Niedrigere Dosen zugelassener Immuntherapeutika gegen das maligne Melanom können bessere Behandlungsergebnisse bei gleichzeitig reduzierten Nebenwirkungen erzielen, berichten schwedische Forschende des Karolinska Institutet.

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Therapieplanung beim NSCLC*:
An KRAS G12C-Diagnostik denken!

Die molekularpathologische Abklärung kann beim Lungenkarzinom richtungsweisend für die Therapie sein, wie die S3-Leitlinie1 betont. Liegt z. B. ein fortgeschrittenes NSCLC mit KRAS G12C-Mutation vor, ist LUMYKRAS® (Sotorasib)3,# die etablierte 2L*-Option. Als einziger zugelassener und verfügbarer KRAS G12C-Inhibitor erhielt Sotorasib den höchsten Empfehlungsgrad A (Evidenzlevel 1).1

Fachinformation | Referenzen

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ASH 2025: KML-Berichte sind jetzt online

Vor einer Woche endete das 67. Meeting der American Society of Hematology (ASH). Dieser weltweit wichtigste Kongress zu hämatologischen Erkrankungen fand vom 06.-09. Dezember 2025 in Orlando (USA) statt.

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Perioperatives Regime beim LA HNSCC

KEYTRUDA® als Teil eines perioperativen Regimes für Patienten mit resezierbarem lokal fortg. HNSCC (CPS ≥ 1) überzeugte in der Studie KEYNOTE-689 mit signifikantem EFS-Vorteil vs. Standardtherapie (OP mit adj. Strahlentherapie ± Cisplatin).

Fachinformation

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ASH 2025: Zeitlich begrenzte CLL-Behandlung wirkt genauso gut wie Dauertherapie

ASH 2025: Zeitlich begrenzte CLL-Behandlung wirkt genauso gut wie Dauertherapie

Eine internationale Studie unter Kölner Leitung liefert wegweisende Ergebnisse zur Ersttherapie der Chronischen lymphatischen Leukämie.

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Abwehr gegen stille Virusinfektion kann karzinogene Mutationen im Urothel auslösen

Blasenkrebs könnte durch „Kollateralschäden“ bei der Bekämpfung des BK-Polyomavirus (BKPyV) durch das körpereigene Immunsystem gefördert werden. Dies geht aus einer aktuellen Publikation in „Science Advances“ hervor.

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Frühkindliche Leukämie: Zellen reaktivieren fetale Programme

Frühkindliche Leukämie: Zellen reaktivieren fetale Programme

Forschende am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben neue Erkenntnisse dazu gewonnen, wie die juvenile myelomonozytäre Leukämie entsteht. Die Ergebnisse eröffnen neue Angriffspunkte für Diagnostik und Therapie.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Protonen- versus Photonen-Strahlentherapie für Patienten mit Oropharynxkarzinom in den USA: eine multizentrische, randomisierte, offene Nichtunterlegenheitsstudie der Phase III
Lancet 11.12.2025

Tafasitamab, Lenalidomid und Rituximab beim rezidivierten oder refraktären Follikulären Lymphom (inMIND): eine globale, randomisierte, kontrollierte Phase-III-Studie
Lancet 05.12.2025

Mikroblasen-verstärkter transkranieller fokussierter Ultraschall mit Temozolomid für Patienten mit hochgradigem Gliom (BT008NA): eine multizentrische, unverblindete Phase-I/II-Studie
Lancet Oncol 2025;26(12):1651-1664

Quadrivalenter HPV-Impfstoff und hochgradige vulvovaginale Läsionen
JAMA Oncol 18.12.2025

Lokaler und lokal fortgeschrittener ProstatakrebsESMO-Leitlinie für die klinische Praxis zur Diagnose, Behandlung und Nachsorge
Ann Oncol 18.12.2025

 
 

Prostatakrebs: Frühe PSMA-PET/CT könnte jede dritte Therapieplanung ändern

Bei Verdacht auf Prostatakrebs könnte eine frühzeitige, hochauflösende Bildgebung mittels PSMA-PET/CT eine gute Entscheidungshilfe für eine anschließende Therapie liefern. Wie eine aktuelle Studie zeigt, würde die zusätzliche Bildgebung in jedem dritten Fall die Therapie ändern, die der Patient ohne sie erhalten hätte.

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Wie Jahreszeiten die Immunantwort gegen Gerinnungsfaktor VIII beeinflussen

Wie Jahreszeiten die Immunantwort gegen Gerinnungsfaktor VIII beeinflussen

Die Jahreszeit beeinflusst die Reaktion dendritischer Zellen, wie eine aktuelle Studie zeigt. So reagierten Immunzellen von gesunden Blutspendenden im Frühling besonders stark auf eine Kombination aus Gerinnungsfaktor VIII und einem bakteriellen Gefahrensignal.

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PANORAMA:

Ein internationales Team hat künstliche Tumormodelle entwickelt, in denen synthetische Zellen Immunreaktionen nachahmen.
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Eine Registerstudie aus Schweden zeigt ein mögliches erhöhtes Risiko für Basalzellkarzinome unter bestimmten Antihypertensiva.
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Systematische Reviews gelten als zentrale Basis evidenzbasierter Entscheidungen – doch Massenproduktion und oft mangelnde Qualität gefährden diesen Anspruch. Mitglieder des Netzwerks Evidenzbasierte Medizin fordern ein Umdenken.
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In den vergangenen vier Jahren hat das Konsortium PerMiCCion nach eigenen Angaben eine der umfassendsten Datensammlungen zum Mikrobiom junger Patienten mit Darmkrebs in Deutschland aufgebaut.
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TERMINE:

ASCO Gastrointestinal Cancers Symposium
8. - 10. Januar 2026
San Francisco, USA (Hybridveranstaltung)

16th Viennese Head and Neck Days
12. - 14. Januar 2026
Wien, Österreich

Fortbildungsveranstaltung in der Krebsregistrierung (ADT), Block 2
19. - 23. Januar 2026
online

4th International Symposium on Tumor-Host Interaction in Head and Neck Cancer
22. - 24. Januar 2026
Essen

EASL Liver Cancer Summit 2026
22. - 24. Januar 2026
Edinburgh, Großbritannien

 
 

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